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Jugend

Askaniercup 2018 der Segler von Stahl Finow

4. Askaniercup: Spannende Wettkämpfe und sportliche Höchstleistungen

Der 4. Askaniercup war seglerisch anspruchsvoll und organisatorisch ein großer Erfolg für die Segler von Stahl Finow. Nach den Melde-Problemen vom Vorjahr hatten sich in diesem Jahr doch wieder 110 Seglerinnen und Segler von ca. 25 Vereinen aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt zur diesjährigen Regatta in den fünf Bootsklassen Laser Radial, Laser 4.7 sowie Opti A, B und C angemeldet. Stahl Finow selbst war mit 13 Kindern und Jugendlichen bei den Lasern Radial sowie den Opti-Anfängern und Fortgeschrittenen vertreten. Der Askanier-Cup ist traditionell die letzte große Regatta vor dem Saisonwechsel im Sommer, der durch die Deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften bestimmt wird.

Wetterbedingt war die Regatta Kräfte zehrend und anspruchsvoll. Nach den voran gegangenen heißen und trockenen Sommertagen war es deutlich kälter und feuchter. Gesegelt wurde in diesem Jahr in drei Feldern unter drei Wettfahrtleitern, den beiden Laser-Klassen unter Martin Sieker, den fortgeschrittenen Optis A und B unter Christoph Laska sowie den Anfängern in der Klasse C unter dem Team Jasmin Schmidt und Lars Schulz. Entsprechend wurden zahlreiche Helfer und auch Schiedsrichter von Stahl Finow und mehreren Partner-Vereinen benötigt, insgesamt ca. 30 Sportlerinnen und Sportler unterstützten an Land und auf dem Wasser.

Die fortgeschrittenen Optimisten A und B begannen am Samstag mit kräftigen Winden um 4 Beaufort für die ersten beiden Wettfahrten, drehende Winde auf nördliche Richtungen (vorher West) erforderten dann zwei Kursverlegungen in Folge. Dann Start der dritten Wettfahrt für die Optimisten A mit mehreren Startversuchen, die aufgrund von Frühstartern immer wieder abgebrochen werden mussten. Zum folgenden Start der B-Segler frischte der Wind dann kräftig auf, in Böen dann bis auf 6 Windstärken. Das stellte die Segler vor erhebliche Probleme, sie kämpften mehr ums „Nichtkentern“, als um die Plätze. Deshalb entschied der Wettfahrtleiter Christoph Laska auf Abbruch für die Segler B, die erfahreneren A-Segler fuhren „das Ding“ aber zu Ende. Auch bei den Laser-Segler gab es mehrere vergebliche Startversuche, im Tagesergebnis brachten aber trotz der Bedingungen beide Klassen drei komplette Wettfahrten erfolgreich ins Ziel.
Bei den Opti C wurden von vorne herein nur zwei kürze Wettfahrten geplant und auch absolviert.

Der Sonntag brachte anderes Wetter: Grauer Himmel und Nieselregen, aber dafür auch gleichmäßigen Wind aus West mit 3 Windstärken -zum Segeln fast ideal.
Zwei Wettfahrten für alle Klassen waren am Sonntag das Ziel. Und das wurde erreicht, so dass in jeder Klasse jeweils das schlechteste Ergebnis gestrichen werden konnte.
Die Siegerehrung konnte dann vom stellvertretenden Abteilungsleiter Mario Drechsler und allen Wettfahrtleitern und Schiedsrichtern um 14.30 Uhr etwas vor dem Zeitplan erfolgen. Das Org-Büro hatte schnell gerechnet und gut gearbeitet. Proteste wegen unfairen Segelns gab es kaum. Es gab Wanderpokale für die Sieger in allen Klassen, Urkunden und Erinnerungspreise für alle Optimisten
Eine halbe Stunde später war das Gelände am Werbellinsee wieder komplett leer. Alle Segler hatten mit ihren Booten die Heimreise angetreten.

Im Ergebnis dominierten bei den Lasern die Brandenburger Segler und auch Stahl Finow war gut vertreten. Bei den Optimisten siegten und dominierten dagegen in allen drei Klassen (!) diesmal die Berliner. Bei den großen Lasern Radial siegte Mario Rychlitzki von Einheit Werder mit 5 Siegen in 5 Wettfahrten! Stahl Finower Segler erreichten mit Friedrich Kräft, Tom Zwicker, Ole Kardokus und Nicolas Schypinski hier immerhin die Plätze 4 sowie 6 – 8. Lediglich Platz 5 ging noch an Linda Hensel aus Berlin, punktgleich mit Tom Zwicker. Und da mit 11 Teilnehmern die Bedingungen für eine Ranglistenregatta erreicht wurden, gab es auch wertvolle Punkte für die Landes- und Bundesliste. Bei den Lasern 4.7 reichte es mit 9 Teilnehmern leider nicht für eine Ranglistezählung. Sieg und Platz 2 gignen hier nach Brandenburg zu Marc Handschug und Niels Ruben Otto, Platz 3 erreichte Sophie Isabel Elbrandt vom LRS.

Der Sieg bei den Opti A ging an David Buchler aus Berlin vor zwei weiteren Berlinern. Bester Brandenburger wurde hier Hannes Braune von den Märkischen Adlern auf Platz 4 bei insgesamt 42 gemeldeten Startern. Bei den Opti B siegte Vincent Göbel aus Berlin in einem Feld von 39 Seglern. Der beste Segler von Stahl Finow war hier Milo Pachali, der es in dem starken Feld auf einen beachtlichen Platz 5 geschafft hatte. Niklas Büttner als 7. zeigte ebenfalls eine starke Leistung, Silas Pachali (19.), Edwin Fielitz (26.), Timo Siedler (31.) und Tobias Dressler (33.) rundeten das Bild im Ganzen positiv ab.

Und mit den Plätzen 4 (Matti Zerson), 7 (Meta Fielitz) und 8 (Arthus Cangier) bei den 9 gestarteten Anfänger-Optis C sind auch für die Zukunft noch Entwicklungsmöglichkeiten sichtbar. Der Sieg ging hier ebenfalls nach Berlin an Henry Noack.

Im Ergebnis zeigte sich auch der Stahl Finower Trainer Maik Jäckel mit der Gesamtleistung zufrieden, erkannte aber auch noch einige Defizite in Taktik und Athletik bei seinen Schützlingen.

Toralf Reinhardt

Die kompletten Ergebnisse sind auf unserer Ergebnisseite zu finden: Ergebnisse

Trainingslager 2017

In 2017 sind kleinere und größere Trainingslager in Vorbereitung, für das große Trainingslager in den Sommerferien werden schon die Plätze vergeben. Das gilt für aktive Segler und für die Helfer, Details gibt es auf der eigenen Seite dafür. Dort sind auch die Meldeunterlagen zu finden. Wie immer gilt: rechtzeitiges Melden sichert die Plätze….

Jasmin Schmidt erfolgreich in Italien

imperia7Am Mittwoch (07.12.) begab sich Jasmin Schmidt aus Britz auf den Weg zu einer Regatta. Aber diesmal war es ganz anders als sonst.
Traditionell wird der Europacup der 420er Bootsklasse im Winter vor der ligurischen Küste in Italien beim Yachtclub von Imperia ausgetragen. In diesem Jahr war diese Regatta mit über 180 Booten aus 16 europäischen Ländern sehr stark besetzt,davon alleine 49 Damenteams.

Eine Regatta segeln am 3. Advent, bedeutete für Jasmin und ihre Betreuer, mit den Booten auf dem Anhänger hinter dem Auto über die Alpen zu fahren. Ihre Vorschoterin Nele Willms dagegen steuerte einen Hafen an, der nicht am Wasser lag. Sie kam mit dem Flieger über Nizza zur Regatta.

Nach der Ankunft am Donnerstagmorgen wurden die Boote abgeladen und aufgebaut. Unter Leitung des Landesverbandstrainers der 420er, Jan Sternberg, ging es dann noch am Donnerstagnachmittag bei herrlichem Wetter zu einer Trainingseinheit raus. Für Jasmin und Nele war es erst die dritte Regatta, die sie gemeinsam segeln. Bei beiden Regatten hatten sie aber schon gezeigt, dass sie leistungsmäßig schon sehr weit oben stehen.
Am Freitagmorgen segelten sie dann bei strahlendem Sonnenschein und wenig Wind raus auf das Mittelmeer zum Start der ersten Wettfahrt. Leider hieß es draußen zunächst warten und es gab Startverschiebung auf dem Wasser. Dieses Warten zehrte sehr an den Nerven der Segler, denn man ist mental auf den Wettkampf und nicht auf das „Rumdümpeln“ bei Flaute eingestellt.

Als sich dann endlich mit der Thermik der Wind einstellte, ging es los mit der ersten Wettfahrt in dem stark besetzten internationalen Feld. Jasmin Schmidt und Nele Willms (Boot 53920) gelang ein hervorragender Start und sie erreichten mit der Führungsspitze die Luvbahnmarke. Von da an bauten sie kontinuierlich mit dem Spitzenfeld den Vorsprung zum Mittelfeld aus. Als zweites Deutsches Damenteam ging es auf der Outerloop-Bahn auf die zweite Kreuz, wo dann leider die Wettfahrt abgebrochen wurde, da der Wind nachließ.
Ärgerlich für die Beiden, aber sie zogen für sich das Fazit, dass sie, obwohl sie erst so kurz zusammen segeln und das auch noch mit einem fremden Boot, sie doch schon zur Spitze zählten.
Am Samstag ließ der fehlende Wind leider keine Wettfahrt zu und so nutzten die Teams die Zeit auf dem Wasser für Trainingseinheiten wie z.B. Rollwenden.
Am Sonntag ließen die Windverhältnisse nur eine Wettfahrt zu und statt wie geplant um 9:30 Uhr wurde diese erst um 11 Uhr gestartet. Bei wenig und wechselnden Winden ging es auf die Bahn und als fünftbeste deutsche Damenmannschaft überquerten sie die Ziellinie. In der Gesamtwertung war das dann Platz 27. Obwohl nur eine von acht Wettfahrten gefahren wurde, waren beide Seglerinnen hoch zufrieden mit der Leistung, die sie in Imperia abgeliefert haben. Ihr Resümee war, dass sie zu den Top Ten der Deutschen Damenmannschaften zählen und die nächste Saison sehr spannend wird, da sich das junge Team viel vorgenommen hat. Nele Willms und Jasmin Schmidt haben für sich erkannt, dass sie auch auf der internationalen Bühne des Segelsports angekommen sind und auch dort in der Zukunft ein Wort mitreden können.

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Stahl Finow bei der Jugend-Europameisterschaft Laser Radial 2016

Bild TallinDie Sommerferien begannen, und der erste Saisonhöhepunkt war gerade absolviert. Nach der erfolgreichen Teilnahme an der Travemünder Woche stand der eigentliche Höhepunkt vor der Tür. Die Jugendeuropameisterschaft im Laser Radial in Tallinn (Estland). Zur Teilnahme hatten sich von unseren Seglern Anselm Klein aus Potsdam, Carolin Müller aus Fürstenberg sowie vom SV Stahl Finow Niklas Schulz, Anna-Klara Krömke und ich, Jasmin Schmidt. Betreut wurden wir vom amtierenden Deutschen Meister im Laser Standard und Trainer Lukas Feuerherdt aus Brandenburg a. d. Havel
Die Reise begann am 02.08. Der Großteil der Segler flog mit Familie, wobei Familie Krömke den gesamten Weg von Bernau nach Tallinn mit 2 Bussen und 4 Booten beschreiten durfte (ca.1500 km).

Dazu der Bericht von Anna:

Unsere Reise nach Tallinn startete für uns am Montag, den 1. August 2016 um 4 Uhr morgens. Es ist noch dunkel, doch die Krömkes stehen vorbereitet, in Thrombosestrümpfen vor dem Transportgespann, bestehend aus 2 Transportern, einem Motorboothänger, 5 Booten
und 4 Fahrern.
Das erste Etappenziel: Warschau. In Warschau dann eine erste Pause, schneller Fahrerwechsel und weiter ging es. Als Tagesziel wollten wir es noch hinter die litauische Grenze schaffen. Bis Warschau konnten wir auf einer gut ausgebauten Autobahn fahren und kamen zügig voran. Leider verliessen uns nach Warschau die guten Strassen und es folgte eine einspurige Schnellstraße, welche viele Überholmanöver zur Folge hatte. Um
Mitternacht hielten wir dann in Bauska (Lettland) und gönnten uns unseren wohl verdienten Schlaf. Am Morgen ging es dann auch schon weiter nach Riga, wo dann eine lustige Stadtrundfahrt mit unserem Gespann folgte. Schließlich kamen wir am Dienstag, den 2. August um 18 Uhr in Tallinn an. Das 2001 erbaute, großzügige und moderne Kloster mit seinem überaus einladendem Gästehaus und den herzlichen Nonnen des Birgittenordens ließen sofort alle Strapazen der Anreise vergessen. Der Sporthafen war nur 500 Meter entfernt. Das restliche Team kam fast zur selben Zeit in Tallinn mit dem Flugzeug an.

Anna Klara Krömke

Anna Klara Krömke

Tallinn und Training
Den ersten Tag verbrachten wir damit, das Hafengelände zu erkunden, die Boote abzuladen, das Material zu checken und die Altstadt zu besichtigen. Bei herrlichem Wetter entdeckten wir die Sehenswürdigkeiten Tallinns. Am nächsten Tag sollte es bereits aufs Wasser gehen,
um das Revier kennen zulernen. Bei stürmischen Windbedingungen erkundeten wir Landformationen, das Wellenmuster, Strömungen und Windsysteme. Unser Trainer Lukas Feuerherd, ein ehemaliger Laser Leistungssportler, konnte uns wertvolle Tipps vermitteln und hat die Trainingseinheit aufgrund der kraftzehrenden Wetterlage verhältnismäßig früh beendet. Kraft und Motivation sollen nicht bereits am ersten Tag aufgebraucht sein.
Neuer Tag und neue Bedingungen. Weniger Wind und kleinere Wellen ermöglichten uns einen vorteilhaften Einstieg in die Technikvorbereitung. Es folgte eine lange intensive Trainingseinheit, in der alle Segler ihre Segeltechnik an Wind und Welle anpassen konnten. Auch nach aktiver Segelzeit prägte der Sport, in Form von Auslaufen und Lockerungan Land, unsere Wettkampfvorbereitung. Ein dritter Segeltag wurde uns, aufgrund von zu wenig Wind, verwehrt. Stattdessen trieben wir Sport und besichtigten einen, in der Nähe liegenden, Wasserfall und genossen den Ausblick vom Fernsehturm Tallinns.

Bericht Tallinn – Anna

Jetzt wieder Jasmin:

Am Ziel angekommen, wurden wir alle bereits im Gästehaus erwartet. Wegen der super Lage und der spirituellen Ruhe haben unsere Eltern eine Unterkunft im Gästehaus des Pirita Klosters gebucht. Dieses Kloster wird heute von Nonnen des Ordens der Birgittiner Schwestern bewirtschaftet. Entgegen unserer Befürchtungen stellten sich die Schwestern als total cool heraus und wir hatten überall WLAN im Convent.
Austragungsort war der Hafen, an dem die Olympischen Spiele von Moskau 1980 ausgetragen wurden. Damals war Estland von der Sowjetunion okkupiert. Was sich bis heute in Architektur und Sprachbild des Landes zeigt.
Bevor die Meisterschaft starten konnte, musste das Revier erkundet werden, dazu dienten 4 Trainingstage.
Damit wirklich alle die gleichen technischen Voraussetzungen im Kampf haben, wurde eine Vermessung aller Boote und Bootsteile durchgeführt. Anschließend fand eine feierliche Eröffnung mit den 140 teilnehmenden Seglern Europas aus 26 Staaten und ihrer Begleitungen statt.
Während der Trainingstage hatten wir eher wenig Wind, was sich am ersten Tag mächtig änderte. Da fielen die Wettfahrten wegen zu starken Windes aus.
Die darauffolgenden Wettfahrttage verliefen wie geplant, jedoch trieben die Windbedingungen die Segler an ihre körperlichen Grenzen. Niklas kämpfte verbissen mit der Fairness seiner Gegner. Anna-Klara segelte um Platz 26. Meine Erfolgschancen waren wegen des starken Windes eher bescheiden und ich musste mich mit Platz 15 in der Wertung der unter 17 jährigen zufrieden geben.
Jasmin Schmidt
Schließlich konnten auch am letzten Tag keine Rennen mehr stattfinden wegen unbeständiger Winde.
Jugendeuropameisterin wurde Hanna Anderssohn aus Rostock, welche ihre seglerischen Anfänge am Schwielochsee hatte.
Abgesehen von der JEM war Tallinn ein Highlight für sich. Wir fanden immer etwas Zeit, um in den Abendstunden die Altstadt zu erkunden.
Nachdem sich die 14 Tage dem Ende neigten, hieß es Abschied nehmen. Der Abflug für die Segler um 5:30 Uhr morgens, ließen auch Thomas und Torsten aufbrechen um den ganzen Transport zurück zu bringen.
Während wir gegen 9:00 wieder in Berlin landeten, kamen die beiden Väter unbeschadet 3 Tage später in unserem Heimatverein Stahl Finow in Wildau an. Nun war erstmal Urlaub angesagt, um abzuschalten und neue Kraft zu sammeln.
Ich freue mich schon auf den nächsten Höhepunkt zur Deutschen Meisterschaft in Wismar.

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Trainingslager 2016

Bojenrundung

Mit 76 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen zeichnete sich das traditionelle Trainingslager der Segler von Stahl Finow in diesem Jahr vom 21.-26.08. erneut durch eine Rekordbeteiligung aus.

Neben einer starken Gruppe einheimischer Segler und Seglerinnen kamen die Teilnehmer von den Partnervereinen des Eberswalder Reviers, aber auch anderen Brandenburger und Berliner Segelvereinen.
Elf Anfänger waren in der Opti-Gruppe zu betreuen, von denen der Jüngste erst fünf Jahre alt war. Dazu kamen 28 weitere Optimisten in den Klassen A und B. In den größeren Ein-Hand-Klassen traten 15 Laser 4.7 und Radial sowie ein Laser Standard zu Training an und in der Zwei-Hand-Bootsklasse 420er trainierten 21 Jugendliche auf zehn Booten. Betreut wurden sie von zwölf ehrenamtlichen Trainern und umsorgt von einer Küchencrew von weiteren sechs ehrenamtlichen Sportlern.

Eröffnet wurde das Trainingslager in diesem Jahr bereits am Sonntagmittag durch den seinen Leiter Maik Jäckel, den stellvertretenden Jugendwart von Stahl Finow. Nach dem Mittag sollte dann nach der Vorstellung der Trainer und der Begrüßung ihrer Gruppen eigentlich die erste Trainingseinheit starten. Aufgrund einer Unwetterwarnung wurde aber lieber erst abgewartet und tatsächlich folgte einem Wolkenbruch artigen Regenfall eine Flaute, die jedes Segeln unmöglich machte. Am Montagvormittag war das Wetter besser und bei zwei Windstärken wurde am Vormittag in den einzelnen Gruppen zunächst mit einer Kennenlern-Wettfahrt begonnen, um die Stärken und Schwächen der einzelnen Kinder und Jugendlichen herauszuarbeiten.

Ole und Theresa Jolie und Noel
Am Nachmittag folgte dann ein Manövertraining, d.h. Wenden und Halsen unter Kamera-Begleitung, wobei die Video-Sequenzen nach dem Abendbrot ausgewertet wurden.

Der Regeltag für die Sportler begann dabei um 07.15 Uhr mit Frühsport (am Montag z.B. Laufen und am Dienstag Schwimmen), es folgten das Frühstück um 08.00 Uhr und der Trainingsbeginn um 09.00 Uhr. Nach dem Mittag gegen 13.00 Uhr begann i.d.R. gegen 14.00 Uhr das Nachmittagstraining und nach dem Abendbrot 18.30 Uhr meist noch die Auswertung der Tagesleistungen. Nachtruhe für die kleinen Anfänger war um 21.00 Uhr, für die übrigen Optis um 21.30 Uhr und für die „großen“ Laser- und 420er-Segler um 22.00 Uhr.

Diesem Muster folgend wurde am Dienstagvormittag bei 2 -3 Windstärken weiter an den Manövern wie Wenden und Halsen gearbeitet. Am Nachmittag bei abnehmendem Wind und zunehmender Sonne wurden dann Dreiecke und schließlich rückwärts gesegelt, um die Bootsbeherrschung zu trainieren. Bis schließlich die Boote aufgrund völliger Flaute in den Hafen von Wildau zurück geschleppt werden mussten. Genutzt wurde die Flaute aber auch zur theoretischen Schulung: der erfahrene Wettfahrtleiter Christoph Laska erklärte so z.B. den Regattaseglern die neuesten Änderungen der Wettfahrtregeln, die entsprechend turnusmäßig zur Olympiade in Rio erfolgten.

Am Mittwoch setzte sich die Flaute fort, so dass das Training mit allgemeiner Konditionierung fortgesetzt wurde. Beispielhaft wurde vormittags ein Volleyball-Match zwischen Gruppen Laser und 420er durchgeführt, während die Optis das Kentern und Wieder-Aufrichten der Boote sowie das Schleppen im Verband übten. Am Nachmittag wurde die Wasserbeherrschung wie die Kondition der Größeren getestet und diese mussten ca. 70 Minuten parallel zum Ufer über den Werbellinsee bis hinter den Süßen Winkel schwimmen und dann zurück joggen, wofür sie nur 15 Minuten brauchten. Trotzdem besiegten sie am Abend noch in einem denkwürdigen Volleyball-Match ihre Trainer.

Am Donnerstag war der Wind zurück und am Vormittag konnte in allen Gruppen wieder gesegelt werden. Besonderen Spaß hatten die Kinder und Jugendlichen dann am Nachmittag. Im „Free Sailing“ (d.h. jeder wie er will und so schnell er kann) ging es für alle quer über den See bis zum EJB. Dann wurden dort alle Boote zusammen gebunden und es ging gemeinsam zum Eisessen nach Altenhof. Abends folgte dann der traditionelle Elternabend mit einer Fotoschau der vergangenen Tage und am Freitagvormittag noch die Abschlussregatta mit jeweils zwei Wettfahrten in allen Gruppen bei gerade noch segelbaren wieder knappen zwei Windstärken.

Deutlich wurden hier die erreichten Erfolge und auch die noch erforderlichen weiteren Verbesserungen. Und fast alle Teilnehmerinnen gingen erschöpft, aber zufrieden und mit zahlreichen neuen Erfahrungen und Erlebnissen in die letzte Ferienwoche.

Als der Leiter Maik Jäckel die Teilnehmer nach einem Dank an die Betreuer am Freitag nach dem Mittag dann mit dem üblichen „Goode Wind – Ahoi“ verabschiedete, nutzten einige Teilnehmer so gleich die Chance, sich vor Ort schon für das nächste Trainingslager 2017 anzumelden.
Die nächste Regatta folgte aber bereits unmittelbar am Sonnabend.

Toralf Reinhardt

Teilnehmerrekord beim 2. Askaniercup

Jasmin Schmidt bei der Wende
Jasmin Schmidt bei der Wende

Doppelter Erfolg für Stahl Finow: Mit 156 Meldungen in den fünf Bootsklassen Laser Radial und Laser 4.7 sowie Opti A, B und C wurde beim 2. Askaniercup auf dem Werbellinsee am 25.+26.06.16 ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt und mit dem Bernauer Niklas Schulz konnten die Gastgeber in der größten Klasse auch den Sieg einfahren.

(Und mit Platz 2 für Jasmin Schmidt aus Britz, zeigte sich hier eine deutliche Dominanz der einheimischen Segler.)

Angeregt durch den Brandenburger Landestrainer Jan Müller, hatte sich der Verein entschieden, erstmals den Askaniercup der Laser-Segler gemeinsam mit der großen Opti—Ranglisten-Regatta auszutragen. Dadurch wurde zwar der organisatorische Aufwand wesentlich erhöht, aber insgesamt wird es damit in diesem Jahr bei Stahl Finow eine Veranstaltung weniger geben. Und vor allem wurde der Termin damit für Eltern bzw. Vereine, deren Kinder in verschiedenen Altersklassen starten, attraktiv.

Beispielsweise reisten kurzfristig am Sonnabendvormittag noch fünf hervorragende polnische Segler aus Stettin an, darunter die vier Geschwister Cymerman. Und während der älteste Bruder Jakub mit zwei Siegen in vier Wettfahrten Platz 2 bei den Laser 4.7 holte, erreichten seine jüngeren Geschwister Maks und Asia Platz 4 und 10 (von 46) bei den Optis A sowie Maciek den Platz 35 (von 65) bei den Optis B. Und auch der fünfte polnische Teilnehmer Filip Miloszewski wurde letztlich nach zwei Siegen in vier Rennen in der Klasse Opti A nur knapp von Cosima Schlüter aus Berlin geschlagen, die die beiden anderen Wettfahrten gewann und die besseren weiteren Platzierungen hatte. Bester Brandenburger wurde hier Marino Rychlitzki von Einheit Werder auf Platz 3.

Veranstaltungsleiter Toralf Reinhardt hatte diesmal gleich drei Wettfahrtleiter mit im Boot, Christoph Laska für die Opti A und B, Frank Simonis für die Opti C sowie als Gast vom SSVaW Knut Hohenstein für die Laser-Klassen. Und um alle Sportler mit ihren Booten und Zelten unterzubringen, unterstützten die Kanuten von Stahl Finow die Segler durch die Bereitstellung ihres nahe gelegenen Geländes. Und auch die Gemeinde unterstützte den Event, indem erneut die Boots-Trailer auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Eichhorst abgestellt werden konnten.

Schwierigkeiten bereite den Seglern naturgemäß vor allem das Wetter: Umlaufende bzw. drehende schwache Winde aus Ost bis Südost führten am 25.06. neben der seglerischen Ungeduld bei den größeren Bootsklassen zu mehreren Startabbrüchen. Im Angesicht der heraufziehenden Gewitterfront musste dann am frühen Sonnabend Nachmittag zudem der See geräumt werden, so dass bei den Laser-Klassen sowie den Opti A und B lediglich eine komplette Wettfahrt durchgefahren und gewertet werden konnte. Nur die zwölf Optis C schafften am Sonnabend drei Wettfahrten. So allerdings erwischte der Starkregen die Segler erst an Land und mit Ausnahme mehrerer undichter Zelte und einiger weg geflogener Segel blieben größere Schäden aus.

Am Sonntag mussten deshalb jeweils mindestens zwei Wettfahrten geschafft werden, um als Regatta auch Ranglisten relevante Ergebnisse zu generieren. Bei stabilen zwei bis vier Windstärken (10 – 11 Knoten) aus West konnten aber sowohl Knut Hohenstein als auch Christoph Laska mit jeweils beiden Bootsklassen drei Wettfahrten „durchziehen“, so dass sogar noch ein „Streicher“ für das jeweils schlechteste Einzelergebnis möglich wurde. Gesegelt wurde im Übrigen meist fair und sportlich, was aber auch an den fünf eingesetzten Wasser-Schiedsrichtern liegen kann. Jedenfalls wurde im Ergebnis kein einziger Protest eingereicht, wenn auch einige zu schnelle Starter auf dem Wasser mit der Black-Flagg-Regel disqualifiziert und andere Segler wegen „unerlaubten Vortriebs“ gemahnt werden mussten. Wegen unerlaubten „Schleppens in der Vorbereitungszeit“ führte Wettfahrtleiter Laska zudem zwei persönliche Gespräche mit den betroffenen Seglern, Eltern und Trainern.

Neben Sieg und Platz 2 bei den Lasern Radial, erreichten die Stahl Finower Tom Zwicker Platz 6, Julie Bailleu Platz 10, Ole Kardokus Platz 16 und Friedrich Kräft Platz 17 bei den Lasern 4.7. Sieger wurde hier Lorenz Schüler aus Bad Saarow. Bei den Optis A wurde Theresa Schmidt 38., bei den Optis B gingen die Plätze 22 an Nils Grosse und 32 an Joelle Bailleu. Ähnlich wie bei den Optis A holte den Gesamtsieg hier eine Berliner, nämlich Charlotte Royeck mit 13 Punkten. Die Plätze 2 und 3 gingen an Friedrich Klose aus Kirchmöser und Jacob Schäcke vom Potsdamer Seglerverein.

Besonders freute sich auch Edwin Fielitz vom Gast gebenden Verein, der bei seiner allerersten Regatta in der Klasse Opti C insgesamt zwar „nur“ den vierten Platz holte, aber immerhin zwei der fünf Wettfahrten gewonnen hatte! Die Plätze 1, 2, 3 und 5 gingen hier zum Yachtclub Berlin-Grünau. Glückwunsch!

Nächster Höhepunkt im Verein wird jetzt die traditionelle Werbellinseeregatta sein, aufgrund der danach auf dem Schwielochsee folgenden Deutschen Meisterschaft in den Klassen Pirat und XY-lon erstmals bereits am ersten Wochenende im August.

Alle Ergebnisse unter www-stahl-finow-segeln.de .

Toralf Reinhardt

Edwin Fielitz bei Tonne 1
Edwin Fielitz bei Tonne 1

Bilder von den Opti A und B beim Askaniercup 2016

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Edwin Fielitz bei Tonne 1

Wende bei den Lasern

Stahl Finow erfolgreich beim 2. Werlcup

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(Auf dem Bild: die drei besten Stahl Finower Segler und Schiedsrichter Christoph Laska)

Die zweite Ranglistenregatta des Saarower Segler Vereins am Werl e.V. (früher Pneumant Fürstenwalde) fand am vergangenen Wochenende unter sehr schweren Bedingungen für Wettfahrtleitung und für die Segler auf dem Scharmützelsee statt und  Stahl Finow war mit fünf Startern dabei.

Ranglistenregatten sind für die Segler notwendig, um Punkte für die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft, die Europameisterschaft oder sogar für die Weltmeisterschaft zu sammeln. Voraussetzung für eine Einstufung als Ranglistenregatta ist, das mindestens drei Wettfahrten gesegelt werden, wobei zumindest bei einer Wettfahrt 10 Boote pro Klasse starten müssen.

Bei strahlendem Sonnenschein und in Spitzen immerhin 14 Knoten Wind konnte der Wettfahrtleiter Knut Hohenstein am 28.5.2016 pünktlich um 11.00 Uhr die erste Wettfahrt starten. Es starteten zunächst 13 Laser Radial und dann fünf Minuten später 18 Laser 4.7.

Leider schlief der Wind zunehmend ein. Da die Wetterprognose jedoch sehr unsicher war und sich auch fast stündlich die Berichte änderten, entschied die Wettfahrtleitung die Wettfahrt durchzuziehen, auch wenn die Segler sich von Windböe zu Windböe ins Ziel hangeln mussten. Danach ging aber leider gar nichts mehr. Der Wind war weg.

Am Sonntag wurde der Start um eine Stunde vorverlegt. Um 10.00 Uhr der erste Start. Wind aus Ost mit drei Windstärken. Plötzliche Winddreher mal in Richtung Nord und mal in Richtung Süd machten aus einem Kreuzkurs einen Anliegerkurs und ein Halbwindkurs wurde zum Vorwindkurs. Ziel für die Wettfahrtleitung war es, im Interesse der Segler zumindest drei Wettfahrten für die Wertung als Ranglistenregatta zu bekommen. Der Wind war gnädig und drehte auch immer wieder in die Ausgangslage Ost zurück. So konnten nach kleinen Korrekturen am Kurs an diesem Tag insgesamt drei Wettfahrten gesegelt werden. Mit der Wettfahrt aus dem Vortag war also mehr als das Notwendige erreicht und die Segler hatten die Möglichkeit, die schlechteste Wettfahrt aus der Wertung zu streichen.

In der Gesamtwertung gewann die Wettfahrten bei den Lasern Radial Alexander Schmidt von dem Sportverein Stahl Finow e.V. ,Abteilung Segeln, punktgleich vor seinem Vereinskameraden Niklas Leo Schulz. Nach verpatztem Start am Sonnabend hatte Schmidt am Sonntag mit einem fünften begonnen und dann die letzten beiden Wettfahrten gewonnen. Am Samstag hatte dagegen Niklas Schulz gewonnen und am Sonntag einen 10., einen 4. und einen 2. Platz erreicht. Dazu kam –knapp hinter Anselm Klein von den Potsdamer Adlern- ein hervorragender vierter Platz für Jasmin Schmidt, ebenfalls Stahl Finow e.V.  Vom heimischen Scharmützelsee konnten sich von der Seglergemeinschaft Scharmützelsee (SGS) Aline Lenke erst auf dem sechsten und Alexander Ranft auf dem elften Platz wiederfinden.

Bei den Laser 4.7 gewann Philip Walkenbach vom Segelverein Potsdamer Adler e.V. vor Lorenz Schüler vom ausrichtenden Saarower Seglerverein am Werl. Friedrich Kräft mit Platz 12 und Ole Kardokus mit Platz 16 zeigten hier noch Entwicklungsmöglichkeiten. (-alle Ergebnisse unter SSVaW-)

Nächster großer Termin für alle Stahl Finower Segler wird wohl der Askaniercup am 25.-26.06.  auf dem heimischen Werbellinsee sein.

Toralf Reinhardt (mit SSVaW)

Ergebnisse zum Askaniercup 2015

Wir haben die Ergebnisse zum Askaniercup 2015 veröffentlicht. Auf unserer Ergebnisseite sind sie als pdf zum einfachen download zu finden:
Ergebnisse Askaniercup 2015

Und auch bei raceoffice.org sind sie auf unserer Eventseite zu finden: Raceoffice.org | Askaniercup 2015

Askaniercup 2015 – Bilder vom zweiten Tag

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