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420er

Pressebeitrag zur 61. Werbellinseeregatta 2013

Bild 2 Werbellinseeregatta

Im unmittelbaren Vorfeld der German Open 2013 der 20er Jollenkreuzer fand mit der diesjährigen 61. Werbellinseeregatta am 10.-11.08. bereits ein Segelwettbewerb auf höchstem Leistungsniveau und unter zum Teil außergewöhnlichen Bedingungen statt.

Insgesamt 202 Seglerinnen (Teilnahmerekord!) von 66 Vereinen aus Deutschland und der Schweiz traten in 89 Booten in vier Klassen gegeneinander an und ermittelten dabei in den Bootsklassen Pirat und Ixylon (Segelzeichen XY) zugleich die Brandenburger Landesmeister.

Diese hohe Teilnehmerzahl resultierte neben dem Faktum „Landesmeisterschaft“ auch darauf, dass bereits 24 Jollenkreuzer mit jeweils drei Mann Besatzung angereist waren, um im sportlichen Wettstreit das Revier und die aktuelle Form der Gegner vor der GO kennen zu lernen.

Nach der Eröffnung durch den stellvertretenden Abteilungsleiter Segeln Mario Drechsler, sollte es deshalb am Samstag auch schnell aufs Wasser gehen. Doch zum Verdruss der Sportler fehlte zunächst der nötige Wind und Wettfahrtleiter Olaf Winkelmann verfügte erst einmal „Startverschiebung an Land“. Gegen 11.00 Uhr begann der Wind dann jedoch etwas stärker zu wehen und auch eine im Wesentlichen gleich bleibende Richtung zu halten. Entsprechend konnten die Bojen für den Kurs gelegt werden und um 12.00 Uhr erfolgte der erste Start der 20er Jollenkreuzer sowie in Fünf-Minuten-Abständen der übrigen Bootsklassen Ixylon, Pirat und 420er.

Bei eigentlich eher schwachen ein bis drei Windstärken und leicht pendelnder Richtung kamen fast alle Boote gut über den Kurs und auch in der vorgegebenen Normzeit ins Ziel, ein 20er Jollenkreuzer allerdings kenterte offenbar in einem Moment der Unaufmerksamkeit und musste aufgrund der langwierigen Bergungsmaßnahmen aufgeben.

Gesegelt wurde in der Werbellinseeregatta der traditionelle, so genannte „Olympische Kurs“ aus Dreieck-Schleife-Dreieck, der den Bedingungen des Sees am besten angepasst ist. Dabei wurde in der ersten Wettfahrt bereits der langsamsten Klasse, den 420ern, das Schlussdreieck erlassen. In der folgenden zweiten Wettfahrt wurde dies auch für die Klasse der Piraten notwendig.

Aufgrund des tendenziell eher nachlassenden Windes hatte der Wettfahrtleiter zudem den gesamten Kurs auf dem See mehrere Hundert Meter weiter in Richtung Altenhof verlegt und zudem etwas seitlich gedreht. Dennoch war die Gesamtstrecke insbesondere für die Klasse der Ixylon sehr lang, fast hätte es kein Boot in der vorgegebenen Richtzeit von 90 Minuten vom Start (15.20 Uhr) bis in Ziel geschafft.

Letztlich rettete ein Auffrischen des Windes ab ca. 16.40 Uhr die Wettfahrtswertung, stellte aber zugleich die Teilnehmer wie die Betreuer vor außerordentliche Herausforderungen.

Denn das Auffrischen war Vorbote einer von Westen in kurzer Zeit heranziehenden Gewitterfront aus Donner, Regen und Starkwind!

Der Wind frischte binnen weniger Minuten auf fünf bis sechs Stärken mit Böen bis Windstärke Sieben auf und entsprechend entwickelte sich dazu eine Welle aus West. Diese Wand aus Wind führte unmittelbar zur Kenterung von sieben Booten, darunter einem weiteren 20er Jollenkreuzer. Das Schweizer Boot, das kurz zuvor noch durchs Ziel gegangen war, befand sich dabei kurz vor dem Südostufer des Sees und konnte deshalb erst unter vielen Schwierigkeiten nach dem Abwettern und einer vorübergehenden Sicherung durch Motorboote vor Ort wieder geborgen werden.

Zugleich wurde durch die Welle die Verankerung des Zielschiffes, das bei ca. 45 Metern Tiefe mit 70 Metern Leine vor Anker lag, aus dem Grund gerissen und das Zielschiff drohte ab- und auf einen unmittelbar auf der Ziellinie gekenterten 420er zuzutreiben. Auch eine Unterstützung durch ein Schlauchboot am Bug des Zielschiffes reichte zunächst nicht, um die Situation zu stabilisieren und als dies der Kapitän mit eigener Motorleistung versuchte, wickelte sich auch noch die Leine des Heckankers um die Motorschraube des Zielschiffes.

Während der Skipper dann persönlich unter Wasser mit einem Messer die Manövrierbarkeit des Zielschiffes wieder herstellte und dabei einen Anker mit Trosse einbüßte, bewahrte die Crew doch ihre Übersicht und konnte auch in dieser Situation alle Zieleingänge –allerdings zum Teil in Luv statt in Lee- bei nur zwei kleineren Fehlern weitestgehend korrekt vermerken, so dass die Wertung in allen vier Klassen erfolgen konnte.

Nach der Gewitterfront allerdings flaute der Wind total ab und eine weitere Wettfahrt war am Samstag nicht mehr möglich. Die meisten, auch die gekenterten Boote, hatten es noch geschafft aus eigener Kraft in den Hafen zu kommen. Neben dem Schweizer Team musste lediglich noch eine Ixylon durch die Bergungscrew um Wulf Klünder und Frank Bernau geborgen werden. Die Sportsfreunde vom Sportverein Einheit Werder waren vor Altenhof so ungünstig gekentert, dass ihre Mastspitze dort im Seeboden feststeckte.

Durch die professionelle Vorbereitung im Verein und das gute Zusammenspiel aller Betreuungsboote, waren jedoch in keinem Fall Personenschäden und auch nur geringe Sachschäden zu verzeichnen und fast alle Boote nahmen an den beiden Folgewettfahrten wieder teil.

Unter wesentlich stabileren Windverhältnissen folgten diese am Sonntag von 10.00 bis ca. 13.00 Uhr, wobei Wettfahrtleiter Olaf Winkelmann diesmal nach den Erfahrungen vom Vortag auch für die Ixylon den Kurs verkürzt hatte. Der Wind, der zeitweise auf vier Stärken aufgefrischt hatte, reichte diesmal für alle vier Klassen, um in Normzeit und unter Normbedingungen beide Kurse zu absolvieren und entsprechend auch im fairen Wettkampf die Besten ihrer Klasse auszulesen. Hauptschiedsrichterin Anne-Grit Denda mit ihrem Team musste insgesamt nur einen Protest verhandeln.

Fast nicht anders als erwartet siegte das Berlin-Mecklenburger-Team um Doppel-Olympia-Segler Thomas Flach (mit Sven Diedering und Harald Schaale als Vorschoter) mit Boot 1399 dabei in der Klasse der 20er Jollenkreuzer. Mit einem dritten Platz und drei Siegen ist hier bereits ein Favorit für die kommende German Open erkennbar. Die besten Besatzungen vom Heimatverein Stahl Finow kamen hier auf die Plätze 20 bis 22.

Die beste Serie als solche aber wurde durch die sächsische 420er Besatzung Paulina und Richard Struthoff (Verein Lausitzer Seenlandschaft) gesegelt, die unter allen Bedingungen in allen vier Läufen gesiegt hatten, jeweils unmittelbar vor dem besten Brandenburger Team Nieklas Fiedler und Alexander Petzold vom Schwielochsee. Beste Stahl Finower waren hier erneut Lukas Wiese und Vorschoter Hans Reinhardt auf Platz 5 von 16 gemeldeten Booten.

In der Klasse der Piraten dagegen holte sich mit Christopher Jantz von Stahl Finow gemeinsam mit Daniel Salewski vom Schwielochsee –obwohl in den Einzelläufen nur mit zwei Vierten und zwei Zweiten gewertet- den Gesamtsieg und damit die Landesmeisterschaft! Gemeldet waren hier 29 Boote. Elfter in dieser Klasse wurde übrigens der langjährige Teilnehmer der Werbellinseeregatta Bruno Martens aus Mecklenburg-Vorpommern, der sich in diesem Jahr nach seinem 80.Geburtstag (!) offiziell vom Regattasegeln lossagen will und nach der Ehrung von allen Piraten auch besonders herzlich mit einem Stahl-Finow-Vereinswimpel und allen Unterschriften darauf verabschiedet wurde!

Gesamtsieger und Landesmeister in der Klasse Ixylon wurden bei 20 gemeldeten Booten erneut Steffen Rach und Antje Weichert vom SC Krüpelsee, die mit zwei ersten und einem zweiten Platz in die Wertung gingen. Bei vier Läufen erfolgte in allen vier Klassen jeweils die Streichung der schlechtesten Platzierung und so konnten sie einen 16. Platz (infolge Kenterung in der zweiten Wettfahrt) gut ausgleichen.

Und dort- auf dem Krüpelsee- werden sich am nächsten Wochenende einige der Regattasegler außerhalb der Klasse der 20er Jollenkreuzer wohl das nächste Mal im Wettkampf begegnen, für die 20er folgt jetzt die German Open 2013!

Toralf Reinhardt

Vorsitzender SVSF

Ergebnisse der 61. Werbellinseeregatta 2013

Ohne viele Worte oder Fotos (die folgen später…)

61. Werbellinseeregatta 20er JK
61. Werbellinseeregatta Ixylon
61. Werbellinseeregatta Pirat
61. Werbellinseeregatta 420er

Trainingslager Segeln 2013

Segeln ist in erster Linie ein Ausdauersport. Manchmal gehört dazu aber auch die Ausdauer, auf den Wind zu warten. Und diese Ausdauer war im diesjährigen Trainingslager der Segler von Stahl Finow stark gefragt, denn nur an drei von sechs Tagen konnte wirklich gesegelt werden. Ständige Sonne ist für den Urlauber ggf. schön, für den Segler nur dann, wenn der Wind dazu kommt.

Mit 56 Teilnehmern war das Trainingslager erneut das größte des Verbandes Brandenburgischer Segler, wenn auch etwas kleiner als in den Vorjahren. Denn die besten Segler des Vereins in allen Jugendbootklassen nahmen an der zeitgleich stattfindenden Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft (IDJM) in Ribnitz-Damgarten teil. (Bericht folgt). Während die IDJM langjährig feststehend in der letzten kompletten Juliwoche durchgeführt wird, findet das Trainingslager der Segler wegen der Urlaubsplanung immer in der vorletzten Brandenburger Ferienwoche statt. Und dadurch kam es jetzt vom 14.-20.07. zum zweiten Mal zu dieser im doppelten Sinne unglücklichen Konstellation, denn natürlich hätten auch die erfahrenen Regattasegler ein Trainingslager vor der IDJM gut gebrauchen können.

Den 56 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen standen erneut 11 ehrenamtliche Trainer unter Leitung von Jugendwart und Landesstützpunktleiter Christian Eckart sowie sechs ehrenamtliche Helfer im Küchen- und Versorgungsbereich gegenüber, so dass hervorragende Trainingsbedingungen geboten werden konnten. Neben den Kindern und Jugendlichen des SV Stahl Finow nahmen auch in diesem Jahr viele aus weiteren Brandenburger Vereinen, wie z.B. Lindow (OPR), Werder (HVL) oder Storkow (LOS) teil. Durch ihre Bindung an Brandenburger Vereine nahmen aber auch Sportler aus anderen Bundesländern wie z.B. Berlin oder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt teil. Mit den Teilnehmern vom Yachtclub Joachimsthal zusammen bildeten die Barnimer Segler aber doch die deutliche Mehrheit.

Vertreten waren die Klassen 420er mit sieben Booten (14 Seglern) sowie Laser mit vier Booten und Opti als stärkste Klasse mit 38 Booten. Da die A-Regattasegler in Ribnitz weilten, wurden die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen in Anfänger und Fortgeschrittene eingeteilt und trainiert. Bei den Optis kam noch eine Gruppe von Erstseglern hinzu, d.h. kleinen Kindern im Alter von sechs bis acht Jahren, die buchstäblich zum ersten Mal Erfahrungen mit dem Segeln machen wollten bzw. auf die Boote gesetzt wurden. Speziell um diese Gruppe kümmerte sich auch Christian Eckart als Leiter des Trainingslagers besonders und trainierte sie persönlich. Denn diese Kinder können ja möglicherweise die Zukunft des Vereins bilden.

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Nils Grosse in vierter Generation bei Stahl Finow

Schwerpunkt hier war die spielerische Heranführung an die Art und Weise der Bootsbeherrschung. Bedingt durch die Witterungsbedingungen – richtig gesegelt werden konnte nur von Montag bis Mittwoch- war aber auch für die anderen Teilnehmer viel Theorie und Techniktraining „zu erdulden“. Daneben traten aber auch viel Sport mit Athletik und Ausdauerübungen sowie Schwimmtraining. Beim Segeltraining selbst wurden in erster Linie die Bootsbeherrschung sowie das richtige Starten und die folgenden Start-Ziel-Kreuzen geübt. Daneben traten z.B. Übungen wie die des Schleppens im Verband, einer Fertigkeit, die insbesondere bei größeren und auswärtigen Regatten von enormer Wichtigkeit ist. Einmal wurden z.B. alle fortgeschrittenen Optis in einer Linie vom Seglerstützpunkt bis nach Eichhorst und –nach einer kurzen Pause, in der es zur Belohnung ein Eis für jeden Optifahrer gab- zurück geschleppt. Eine außergewöhnliche Erfahrung für die Trainer und die Kinder – und sehr eindrucksvoll für die Touristen!

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Luis Pigard und Maximilian Schmidt Yachtclub Schorfheide

Auch sonst kam neben dem Sport (natürlich gab es auch jeden Morgen Frühsport!) der Spaß nicht zu kurz. Durch das hervorragende Trainer-Kind-Verhältnis von 1:5 konnten vielfältige, auch moderne und spielerische Elemente eingeführt und die Bootsbeherrschung auch auf ungewöhnliche Weise trainiert werden; z.B. durch die beliebten Kenterübung (Kentern und Wiederaufrichten der Boote auf Zeit), Schwimmen mit den Booten oder gemeinsames Rudern in wechselnden Mannschaften.

Wichtig war für die Fitness wie die Stimmung natürlich auch eine gute Versorgung, wobei nur das Mittagessen angeliefert (Lieblingstag aller Kinder: Dienstag mit Schinkennudeln!) und alles andere frisch von den ehrenamtlichen Küchenkräften zubereitet wurde. Anzumerken ist, dass Tischdecken und Abwaschen etc. von den Teilnehmern nach fester Planung selbst durchzuführen war!
Nach jeweils vier Stunden Training am Vormittag sowie am Nachmittag und einer z.T. gestalteten Freizeit am Abend wurde auch viel Wert auf die –nach Alter gestaffelte- pünktliche Einhaltung der Nachtruhe gelegt, denn der anstrengende Sport hatte schließlich Vorrang. Eine Nachtwanderung o.ä. gab es also nicht, wie einige Eltern anlässlich des Abschlussabends (an dem ausnahmsweise länger aufgeblieben werden durfte) verwundert feststellten. Aber ein Trainingslager ist eben doch kein Ferienlager und bei der Vielzahl positiver Rückmeldung war eines hier bereits ersichtlich, es wird auch 2014 ein Trainingslager der Segler von Stahl Finow geben und viele werden wieder kommen; dann übrigens drei Wochen später entsprechend der Ferienplanung.

Toralf Reinhardt

Vorbereitung auf die IDJM

Während sich der Gesamtverein Stahl Finow e.V. Abteilung Segeln auf die Durchführung der German Open vom 14.-18.08. einstellt, bereiten sich seine Kinder und Jugendlichen zugleich auf die Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften (IDJM) vor.

Für die bei Stahl Finow trainierenden Optis, Laser und 420er findet die IDJM in diesem Jahr auf dem Saaler Bodden bei Ribnitz-Damgarten statt und wird voraussichtlich vom 21.-26.07. dauern.

Während die Optis dazu anlässlich der Landesmeisterschaften vom 15.-16.06. auf dem Werbellinsee bei Stahl Finow selbst um die Plätze rangen (Bericht folgt), mussten die 420er nach Berlin-Rahnsdorf. Da hier die Brandenburger Jugendmeisterschaften erst im August stattfinden, nahmen Lukas Wiese und Hans Reinhardt wie auch ihre Konkurrentinnen Laura Berner und Caroline Buder vom SC Einheit Werder hier am vergangenen Wochenende an den Berliner Jugendmeisterschaften teil und kämpften hier mit den Berlinern um Plätze und Punkte für die Deutsche Jugendrangliste wie auch die daran geknüpfte Starterlaubnis für die IDJM.

Da aufgrund des langen Winters und Eisgangs die ersten beiden Qualifikationsregatten entfallen waren, hatte die Uniqua, die Klassenvereinigung der 420er-Segler, extra die traditionsreiche Regatta bei den Sportsfreunden von Rahndsorf 1926 e.V. als letzte Qualifikation für die aktuelle Rangliste zugelassen. Entsprechend waren neben den Berliner und Brandenburger Seglern auch zahlreiche Thüringer mit am Start.

Bei hervorragenden Bedingungen, durchgängig Wind aus Südwest mit vier bis sieben Metern pro Sekunde und kein Regen, fanden am 15.06. insgesamt drei Wettfahrten statt und am Sonntag folgte eine weitere. Beide Tage waren durch zahlreiche Einzelkämpfe wie auch gutes taktisches Segeln geprägt. Sportsgeist und Ungeduld waren bei vielen Teilnehmern stark vorhanden und so mussten beispielsweise die Starts oftmals bis zu vier Mal wiederholt werden, bevor die notwendige Disziplin im Feld durchgesetzt war. Und die beiden Brandenburger Mannschaften konnten hierin letztlich ihre Ziele trotz komplizierter Ausgangsbedingungen erreichen.

Aufgrund der geringen Zahl der 420er in Brandenburg sowie höherer Zuschüsse für die Bootsklasse Laser hatte der Landestrainer mit Ablauf der Vorsaison die Unterstützung dieser Bootsklasse im Wesentlichen eingestellt und auch die bisherigen Kader hatten, sofern sie nicht auf den Laser wechseln wollten, ihre Förderung und damit zusätzliche Trainingsmöglichkeiten z.B. am Gardasee verloren. Zudem hatten sich sowohl Laura als auch Lukas im Vorfeld außerhalb des Sports verletzt und konnten so ihre Leistungsfähigkeit nur teilweise zur Schau stellen. Namentlich Lukas Wiese war aufgrund einer Überdehnung des Fußgelenks in seinen Bewegungen stark eingeschränkt.

Mit einem insgesamt 15. Rang bei 45 Startern, war das Ergebnis dennoch aus Sicht der Sportler wie des Trainers in Ordnung. Dahinter standen ein 12., ein 14. und ein 16. in der Wertung und ein gestrichener 21. Platz in der ersten Wettfahrt.

Bei der durch den Status der „Jugendmeisterschaft“ erhöhten Wertigkeit der Regatta brachte dies ein Punkte-Quorum von 75 Wertungspunkten. Da für die IDJM ein Quorum von mindestens 50 Wertungspunkten aus neun Wettfahrten und ein Platz in der Rangliste unter 120 vorgegeben waren, haben Lukas und Hans zusammen mit ihren Vorleistungen die Qualifikation erreicht. In der bundesdeutschen Rangliste stehen sie auf Platz 87.

Laura und Caroline aber haben es ihren beiden männlichen Brandenburger Konkurrenten erneut gezeigt und sind mit Platz 12 auch diesmal wieder vor ihnen gelandet (Bundesrangliste Platz 47). Lukas und Hans hatten es überhaupt auch nur in einer Wettfahrt geschafft, vor den beiden ins Ziel zu kommen… Hut ab!

Das nächste Mal werden beide Mannschaften also in Ribnitz aufeinander treffen.

Toralf Reinhardt

Bericht zur Brandenburger Landesjugendmeisterschaft

Finower Segler räumen bei Brandenburger Landesjugendmeisterschaft ab

Insgesamt waren am letzten August-Wochenende ca. 240 Aktive in 170 Booten und zehn Klassen bei Brandenburgs größter Regatta in Jessern bei Cottbus am Start, davon 14 in vier Bootsklassen aus dem Landesstützpunkt Segeln vom Werbellinsee.

Gesegelt wurden jeweils vier bis fünf anspruchsvolle Wettfahrten bei Sonnenschein, aber frischem bis mäßigen Wind. Insbesondere die Jüngeren bzw. Leichteren unter den Seglern und Seglerinnen aus sechs Bundesländern hatten erheblich mit dem Wind zu kämpfen. Zahlreiche Boote kenterten und einige hatten auch materielle Schäden zu beklagen. Aber die Segler aus dem Nordosten Brandenburgs kamen letztlich ganz gut zu recht.

Von der Erfolgsserie Alexander Schmidts bei der Deutschen und der Europa-Meisterschaft haben sich dabei offensichtlich nun auch seine Teamkameraden vom SV Stahl Finow durchaus anstecken lassen. So eine Medaillenbilanz wie in diesem Jahr hatten die jungen Segler vom Werbellinsee seit den DDR-Cadet-Zeiten noch nicht von einer Jugendmeisterschaft zu vermelden.


Alex Schmidt auf dem Laser

Nach ihren Erfolgen im kleineren Laser 4.7 erstmalig in der Klasse Laser Radial (5,7 m² Segelfläche) startend, holten Alexander Schmidt (aus Britz) und Karl Krömke (aus Zepernick) nun gleich Silber und Bronze bei der Brandenburger Landesmeisterschaft.

Bei Kraft und Ausdauer deutlich fordernden fünf bis sechs Windstärken auf dem Schwielochsee, erweckten die beiden Jungs mit ihren jeweils ca. 55 kg Körpergewicht manchmal eher den Eindruck, der größeren Segelfläche noch nicht gewachsen zu sein, als dass Boot vollendet zu beherrschen.

Der 10 kg schwerere Sören Leinert vom Sportverein Ciconia Storkow hatte es da etwas „leichter“ und wurde Landesmeister im Laser Radial.

In der Klasse Laser 4.7 errang als einzige Laserseglerin des Barnimer Vereins Anna-Klara Krömke(13 Jahre, Zepernick) die Bronzemedaille. Landesmeister hier wurde der Rheinsberger Christian Däbel, gefolgt vom Lindower Veith Schneider.

Doch damit noch nicht genug. In der Ausseglung des Pokal vom Schwielochsee auf dieser Regatta verfehlte Johannes Fehst (aus Eichhorst) von Stahl Finow in der Klasse Optimist nur ganz knapp die Goldmedaille und wurde hinter dem Berliner Sportschüler Paul Feldhusen Zweiter. Fehst (11) hatte bereits bei der im Juli in Blossin ausgetragen Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaft der Optimisten mit dem 60. Platz von 232 Startern das beste Vereinsergebnis seit Jahren ersegelt und stellte sich hiermit erneut als derzeit bester Brandenburger Optimist dar.

Leicht hatten es aber auch die kleineren Segler vom Werbellinsee bei diesem starken Wind nicht. Die 9-jährige Theresa Schmidt startete in der Klasse Opti B und wurde beim Kampf ums „Überleben“ mit Platz 37 vom 72 Startern belohnt. Valerie Brunsch (13) startete im selben Feld und errang Platz 14.

Jasmin Schmidt und Niklas Schulz (beide11) vom Werbellinsee kämpften sich in der Klasse Opti A auf Platz 20 und 33 von 40 Startern.

Ebenso am Start auf dem Schwielochsee waren 45 Boote der Klasse 420er. Hier erlangten in der Meisterschaftswertung Lukas Wiese und Hans Reinhardt (beide aus Finowfurt) von Stahl Finow den undankbaren vierten Platz, gefolgt von ihren Trainingskameraden Louis Pigard und Maximilian Schmidt vom Yachtclub Schorfheide aus Joachimsthal auf Platz 5. Deren Joachimsthaler Teamkameraden Florian und Lukas Reichstein erlangten in der Brandenburger Wertung Platz 12.

Gratulation allen Startern und Gewinnern. Die nächsten Wettkämpfe folgten bereits am ersten Septemberwochenende. Und auch wenn die Leistungskader nicht mehr so oft wie früher in der örtlichen Nähe zum Segeln kommen, so repräsentieren sie mit ihren auswärts erzielten Ergebnissen doch umso erfolgreicher den Barnimer Sport und insbesondere den Landesstützpunkt am Werbellinsee.

Toralf Reinhardt

Visuelle Eindrücke von der 60. Werbellinseeregatta

Vorab ein paar statistische Daten:

  • 86 Boote, 172 Segler, über 30 Organisatoren
  • drei Wettfahrten
  • sieben Wertungen
  • 120 Kilo verzehrtes Fleisch
  • zwei Protestverhandlungen

Und noch ein Video (bitte in HD-Auflösung ansehen):

Bericht über das Trainingslager

Bereits am 09. August erschien der folgende Artikel zum Trainingslager in der Märkischen Oderzeitung:

Artikel zur Werbellinseeregatta in MOZ

Der folgende Artikel erschien heute zur Werbellinseeregatta in der Märkischen Oderzeitung:

60. Werbellinseeregatta im ODF Fernsehen

Auch das Fernsehen hat den Weg zum Werbellinsee gefunden und berichtet zur 60. Werbellinseeregatta mit einem umfangreichen Beitrag.

 

Ergebnisse der 60. Werbellinseeregatta

Ohne viele Worte:

Die Ergebnisse sind hier und bei raceoffice.org zu finden, ebenso die Landesmeisterschaftswertungen. Die Fotos und Videos folgen dann irgendwann in den nächsten Tagen.