SV Stahl Finow Abteilung Segeln Rotating Header Image

Verein

Ergebnisse 65. Werbellinseeregatta

Liebe Segler,

aus technischen Gründen konnten die Ergebnisse der 65. Werbellinseeregatta erst heute auf unserer Homepage veröffentlicht werden. Ich bitte vielmals um Entschuldigung für die Verspätung.

Der Regattaobmann

Christian Eckart

Absage Laserklasse beim Askaniercup

Liebe Segler,

leider müssen wir aufgrund der bisher mangelnden Meldezahlen in der Laserklasse beim Askaniercup am 24./25.06.2017 die Bootsklasse Laser absagen. Als Verein und Veranstalter möchten wir uns bei denjenigen Seglern bedanken, die im Voraus gemeldet haben. Dennoch war bis zum gestrigen Tag kein positiver Trend zu erkennen, sodass wir die die negative Entscheidung treffen mussten.

Der SV Stahl Finow e.V. Abteilung Segeln bedauert, dass die Absage für die Laserklasse vor dem Meldeschluss erfolgte. Dabei möchte möchten wir auch darauf hinweisen, dass Meldungen „auf den letzten Drücker“ den Veranstaltern die Regattaorganisation nicht gerade erleichtern.

In jedem Fall möchten wir beim nächsten Askaniercup die Laser unbedingt wieder mit am Start haben!

 

Die Regattaleitung

Bilder vom Stegbau vom 16.02.2017

Eindrücke vom Stegbau, der Hafen ist komplett vereist, Bauaktivitäten waren nicht zu beobachten.

Jasmin Schmidt erfolgreich in Italien

imperia7Am Mittwoch (07.12.) begab sich Jasmin Schmidt aus Britz auf den Weg zu einer Regatta. Aber diesmal war es ganz anders als sonst.
Traditionell wird der Europacup der 420er Bootsklasse im Winter vor der ligurischen Küste in Italien beim Yachtclub von Imperia ausgetragen. In diesem Jahr war diese Regatta mit über 180 Booten aus 16 europäischen Ländern sehr stark besetzt,davon alleine 49 Damenteams.

Eine Regatta segeln am 3. Advent, bedeutete für Jasmin und ihre Betreuer, mit den Booten auf dem Anhänger hinter dem Auto über die Alpen zu fahren. Ihre Vorschoterin Nele Willms dagegen steuerte einen Hafen an, der nicht am Wasser lag. Sie kam mit dem Flieger über Nizza zur Regatta.

Nach der Ankunft am Donnerstagmorgen wurden die Boote abgeladen und aufgebaut. Unter Leitung des Landesverbandstrainers der 420er, Jan Sternberg, ging es dann noch am Donnerstagnachmittag bei herrlichem Wetter zu einer Trainingseinheit raus. Für Jasmin und Nele war es erst die dritte Regatta, die sie gemeinsam segeln. Bei beiden Regatten hatten sie aber schon gezeigt, dass sie leistungsmäßig schon sehr weit oben stehen.
Am Freitagmorgen segelten sie dann bei strahlendem Sonnenschein und wenig Wind raus auf das Mittelmeer zum Start der ersten Wettfahrt. Leider hieß es draußen zunächst warten und es gab Startverschiebung auf dem Wasser. Dieses Warten zehrte sehr an den Nerven der Segler, denn man ist mental auf den Wettkampf und nicht auf das „Rumdümpeln“ bei Flaute eingestellt.

Als sich dann endlich mit der Thermik der Wind einstellte, ging es los mit der ersten Wettfahrt in dem stark besetzten internationalen Feld. Jasmin Schmidt und Nele Willms (Boot 53920) gelang ein hervorragender Start und sie erreichten mit der Führungsspitze die Luvbahnmarke. Von da an bauten sie kontinuierlich mit dem Spitzenfeld den Vorsprung zum Mittelfeld aus. Als zweites Deutsches Damenteam ging es auf der Outerloop-Bahn auf die zweite Kreuz, wo dann leider die Wettfahrt abgebrochen wurde, da der Wind nachließ.
Ärgerlich für die Beiden, aber sie zogen für sich das Fazit, dass sie, obwohl sie erst so kurz zusammen segeln und das auch noch mit einem fremden Boot, sie doch schon zur Spitze zählten.
Am Samstag ließ der fehlende Wind leider keine Wettfahrt zu und so nutzten die Teams die Zeit auf dem Wasser für Trainingseinheiten wie z.B. Rollwenden.
Am Sonntag ließen die Windverhältnisse nur eine Wettfahrt zu und statt wie geplant um 9:30 Uhr wurde diese erst um 11 Uhr gestartet. Bei wenig und wechselnden Winden ging es auf die Bahn und als fünftbeste deutsche Damenmannschaft überquerten sie die Ziellinie. In der Gesamtwertung war das dann Platz 27. Obwohl nur eine von acht Wettfahrten gefahren wurde, waren beide Seglerinnen hoch zufrieden mit der Leistung, die sie in Imperia abgeliefert haben. Ihr Resümee war, dass sie zu den Top Ten der Deutschen Damenmannschaften zählen und die nächste Saison sehr spannend wird, da sich das junge Team viel vorgenommen hat. Nele Willms und Jasmin Schmidt haben für sich erkannt, dass sie auch auf der internationalen Bühne des Segelsports angekommen sind und auch dort in der Zukunft ein Wort mitreden können.

imperia6

imperia5

imperia4

Stimmt mit ab: Barnimer Sportlerwahl 2016

Achtung: hier ist der Link zur Barnimer Sportlerwahl 2016.

https://www.umfrageonline.com/s/Sportlerwahl2016

Bis zum 17.11. kann jeder voten, aber maximal einmal pro Tag.

Unterstützt Christopher und Christian bei den Männern Ü 18, aber auch die jugendlichen Kanuten bei den Sportlern U 18.

Toralf Reinhardt

Mitgliederinfo zum Stegbau

Liebe Mitglieder,

im Anschluß eine kurze Information zu den Arbeiten an der Steganlage:

– die Bauarbeiten zur Rekonstruktion der Steganlage mußten aufgrund der zeitweisen Sperrung der Schleuse Rosenbeck verschoben werden
– nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist der Termin der Fertigstellung zur nächsten Saison nicht gefährdet
– die Abrissmaßnahmen sollen voraussichtlich Ende der 46. Kalenderwoche (ca. 17.11.2016) beginnen

Toralf Reinhardt

Stahl Finow auf dem Schwielochsee 2016

Flaute auf dem Schwielochsee
Am vergangenen Wochenende waren die Segler von Stahl Finow erneut mit einem starken Team zu Gast bei Brandenburgs größter Segelregatta auf dem Schwielochsee und zwei Wochen nach der Internationalen Deutschen Meisterschaft war erneut der (zeitweise) fehlende Wind das Hauptproblem.

Trotz Anreise am Freitagabend, konnte am gesamten Sonnabend nicht gesegelt werden. Gegen 09.30 Uhr wurde zunächst Startverschiebung gesetzt und die Masse der über 200 Segler in den sieben Bootsklassen blieb an Land. Einige versuchten nach dem Mittag das Wetter zu bezwingen, aber bei einer leichten Windstärke eins, die auch nur zeitweise wehte, kam außer Baden nichts zustande. Gegen 16.00 Uhr wurde dann der allgemeine Abbruch signalisiert und die SeglerInnen konzentrierten sich auf das Bei-Programm an Land, mit Disco und Grillen.
Nach einer deshalb kurzen Nacht ging es dann am Sonntag erneut aufs Wasser und bei jetzt zwei bis drei lauen Windstärken und dauerhaftem Sonnenschein konnten auch in allen Klassen drei Wettfahrten gesegelt werden. Während die Opti-Einhand und die Cadet-Zweihandsegler dabei auf einen kleinen Kurs unmittelbar am Vereinsstandort des Gast gebenden SC Schwielochsee starteten, mussten die größeren Segler der verschiedenen Laser-Klassen, Europe, OK, 420er und Piraten weiter raus auf den nördlichen Teil des Sees.

Mit großer Konsequenz und relativ kurzen Kursen gelang es der Wettfahrtleitung tatsächlich in allen Klassen drei Wertung relevante Wettfahrten zu segeln und damit die Anforderungen einer Ranglistenregatta wie auch der Wertung als Landesmeisterschaft gerecht zu werden. Die meisten Bootsklassen starteten auch relativ diszipliniert, lediglich die Laser mussten mehrfach mit der Black-Flagg-Regelung zur Ordnung gebracht werden (d.h. wer zu früh über die Linie fährt, wird sofort für die Wettfahrt komplett gesperrt).

Im Ergebnis wurde zwar im Gegensatz zum Vorjahr kein Sieg, dennoch aber durchaus achtbare Platzierungen erreicht. Insbesondere Lucas Wiese und Hans Reinhardt wurden als zweibeste Brandenburger insgesamt 5. in der Klasse der 420er (von 21) und kamen trotz des wenigen Windes und ihres für die Bootsklasse relativ hohen Eigengewichtes deutlich besser klar, als selbst erwartet. Damit hatte Hans als Trainer aus dem Trainingslager vom Werbellinsee allen seinen Schützlingen der Vorwoche, die hier mit am Start waren, erneut gezeigt, dass er (noch) der bessere Segler ist. Der Sieg ging in dieser Klasse wie so oft an Paula und Richard Struthoff aus Sachsen. Bei den 26 Lasern Radial wurden die vier Stahl Finower Jasmin Schmidt in der Landeswertung 5., Anna Klara Krömke 6., und Niklas Schulz 8. von 26 Teilnehmern. Aufgrund des zu hohen Alters wurde Alexander Schmidt zwar vor Niklas Schulz platziert, aber bei der Landesjugendmeisterschaft nicht mit gewertet. Der Sieg ging an Philipp Walkenbach vom den Potsdamer Adlern, ebenso wie die Plätze 2 und 3.
Bei den kleineren Lasern 4.7 wurden Ole Kardokus und Theresa Schmidt 14. bzw. 15. von 20, der Sieg ging an Urs Millert von den Potsdamer Adlern. Und bei den Piraten erreichte Steuermann Christopher Jantz nch dem dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft diesmal mit Vorschoter Willi Mews Rang 6 von 17 Booten. Der Sieg ging nach Berlin.

Alle Ergebnisse unter www.sc-schwielochsee.de .

Trainingslager 2016

Bojenrundung

Mit 76 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen zeichnete sich das traditionelle Trainingslager der Segler von Stahl Finow in diesem Jahr vom 21.-26.08. erneut durch eine Rekordbeteiligung aus.

Neben einer starken Gruppe einheimischer Segler und Seglerinnen kamen die Teilnehmer von den Partnervereinen des Eberswalder Reviers, aber auch anderen Brandenburger und Berliner Segelvereinen.
Elf Anfänger waren in der Opti-Gruppe zu betreuen, von denen der Jüngste erst fünf Jahre alt war. Dazu kamen 28 weitere Optimisten in den Klassen A und B. In den größeren Ein-Hand-Klassen traten 15 Laser 4.7 und Radial sowie ein Laser Standard zu Training an und in der Zwei-Hand-Bootsklasse 420er trainierten 21 Jugendliche auf zehn Booten. Betreut wurden sie von zwölf ehrenamtlichen Trainern und umsorgt von einer Küchencrew von weiteren sechs ehrenamtlichen Sportlern.

Eröffnet wurde das Trainingslager in diesem Jahr bereits am Sonntagmittag durch den seinen Leiter Maik Jäckel, den stellvertretenden Jugendwart von Stahl Finow. Nach dem Mittag sollte dann nach der Vorstellung der Trainer und der Begrüßung ihrer Gruppen eigentlich die erste Trainingseinheit starten. Aufgrund einer Unwetterwarnung wurde aber lieber erst abgewartet und tatsächlich folgte einem Wolkenbruch artigen Regenfall eine Flaute, die jedes Segeln unmöglich machte. Am Montagvormittag war das Wetter besser und bei zwei Windstärken wurde am Vormittag in den einzelnen Gruppen zunächst mit einer Kennenlern-Wettfahrt begonnen, um die Stärken und Schwächen der einzelnen Kinder und Jugendlichen herauszuarbeiten.

Ole und Theresa Jolie und Noel
Am Nachmittag folgte dann ein Manövertraining, d.h. Wenden und Halsen unter Kamera-Begleitung, wobei die Video-Sequenzen nach dem Abendbrot ausgewertet wurden.

Der Regeltag für die Sportler begann dabei um 07.15 Uhr mit Frühsport (am Montag z.B. Laufen und am Dienstag Schwimmen), es folgten das Frühstück um 08.00 Uhr und der Trainingsbeginn um 09.00 Uhr. Nach dem Mittag gegen 13.00 Uhr begann i.d.R. gegen 14.00 Uhr das Nachmittagstraining und nach dem Abendbrot 18.30 Uhr meist noch die Auswertung der Tagesleistungen. Nachtruhe für die kleinen Anfänger war um 21.00 Uhr, für die übrigen Optis um 21.30 Uhr und für die „großen“ Laser- und 420er-Segler um 22.00 Uhr.

Diesem Muster folgend wurde am Dienstagvormittag bei 2 -3 Windstärken weiter an den Manövern wie Wenden und Halsen gearbeitet. Am Nachmittag bei abnehmendem Wind und zunehmender Sonne wurden dann Dreiecke und schließlich rückwärts gesegelt, um die Bootsbeherrschung zu trainieren. Bis schließlich die Boote aufgrund völliger Flaute in den Hafen von Wildau zurück geschleppt werden mussten. Genutzt wurde die Flaute aber auch zur theoretischen Schulung: der erfahrene Wettfahrtleiter Christoph Laska erklärte so z.B. den Regattaseglern die neuesten Änderungen der Wettfahrtregeln, die entsprechend turnusmäßig zur Olympiade in Rio erfolgten.

Am Mittwoch setzte sich die Flaute fort, so dass das Training mit allgemeiner Konditionierung fortgesetzt wurde. Beispielhaft wurde vormittags ein Volleyball-Match zwischen Gruppen Laser und 420er durchgeführt, während die Optis das Kentern und Wieder-Aufrichten der Boote sowie das Schleppen im Verband übten. Am Nachmittag wurde die Wasserbeherrschung wie die Kondition der Größeren getestet und diese mussten ca. 70 Minuten parallel zum Ufer über den Werbellinsee bis hinter den Süßen Winkel schwimmen und dann zurück joggen, wofür sie nur 15 Minuten brauchten. Trotzdem besiegten sie am Abend noch in einem denkwürdigen Volleyball-Match ihre Trainer.

Am Donnerstag war der Wind zurück und am Vormittag konnte in allen Gruppen wieder gesegelt werden. Besonderen Spaß hatten die Kinder und Jugendlichen dann am Nachmittag. Im „Free Sailing“ (d.h. jeder wie er will und so schnell er kann) ging es für alle quer über den See bis zum EJB. Dann wurden dort alle Boote zusammen gebunden und es ging gemeinsam zum Eisessen nach Altenhof. Abends folgte dann der traditionelle Elternabend mit einer Fotoschau der vergangenen Tage und am Freitagvormittag noch die Abschlussregatta mit jeweils zwei Wettfahrten in allen Gruppen bei gerade noch segelbaren wieder knappen zwei Windstärken.

Deutlich wurden hier die erreichten Erfolge und auch die noch erforderlichen weiteren Verbesserungen. Und fast alle Teilnehmerinnen gingen erschöpft, aber zufrieden und mit zahlreichen neuen Erfahrungen und Erlebnissen in die letzte Ferienwoche.

Als der Leiter Maik Jäckel die Teilnehmer nach einem Dank an die Betreuer am Freitag nach dem Mittag dann mit dem üblichen „Goode Wind – Ahoi“ verabschiedete, nutzten einige Teilnehmer so gleich die Chance, sich vor Ort schon für das nächste Trainingslager 2017 anzumelden.
Die nächste Regatta folgte aber bereits unmittelbar am Sonnabend.

Toralf Reinhardt

64. Werbellinseeregatta 2016

Unter Spinnaker
Knapp 100 enthusiastische Segler und Seglerinnen trafen sich am vergangenen Wochenende zur nunmehr schon 64. Werbellinseeregatta des Sportvereins Stahl Finow e.V. in der Wildauer Bucht und unterstrichen damit erneut die Bedeutung dieses Termins im Regattakalender.

Gemeldet waren genaue 93 Segler/Innen aus 21 Vereinen, die auf 37 Booten starteten. Die 19 Jollenkreuzer (Drei-Mann-Besatzung) sowie die 18 Piraten (Zwei-Mann-Besatzung) vertraten dabei die Seglerelite aus den Bundesländern Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wobei es in beiden Bootsklassen in erster Linie um die Vorbereitung auf die anstehenden Deutschen Meisterschaften ging.

Wettfahrtleiter Olaf Winkelmann vom Gast gebenden SV SF hatte in diesem Jahr offenbar Glück mit dem Wetter und eine gute Nase für den Wind. Am Sonnabend ließ er beide Felder nacheinander jeweils drei Wettfahrten segeln, für die Jollenkreuzer den so genannten Olympischen Kurs mit Zusatzdreieck und für die kleineren Piraten den Kurs ohne Dreieck.

Mit dem ersten Start ging es um 11.00 Uhr für die Kreuzer auf die ca. neun Kilometer lange Strecke zwischen Altenhof und Spring. Bei frischem Westwind brauchten die schnellsten Boote nur knapp eine Stunde bis ins Ziel und auch die langsamsten nur ca. zwanzig Minuten länger. Aufgrund einer leichten Drehung des weiter auffrischenden Windes (bis Stärke 5) mussten dann die Bojen in Luvrichtung noch einmal etwas verlegt werden, bevor es ohne Pause in die Wettfahrten zwei und drei ging. Der Wind hielt durch und auch ein kurzer Regenschauer zwischendurch war zwar unangenehm, beeinträchtigte den Ablauf aber nicht weiter. Pünktlich um 15.26 Uhr passierte das letzte Boot die Ziellinie und nahm Kurs auf den Hafen –keine Minute zu früh.
Denn unmittelbar danach kam eine Wetterfront aus Richtung Westen über den See, die es in sich hatte. Nach einem kurzen Starkregen fegte eine Windböe mit bis zu acht Stärken über den See. Zum Glück hatten die meisten Boote jetzt bereits den rettenden Hafen erreicht. Die wenige noch auf dem See verbliebenen Jollen und Kreuzer aber mussten „abwettern“, d.h. die Segel einholen oder streichen und schützende Uferbuchten aufsuchen, um Sachschäden oder Schlimmeres zu verhindern.
Die ebenfalls völlig durchnässten Bojenleger- und Schiedsrichter-Crews schleppten diese Boote dann im Nachgang in den Hafen. Die offenbar sicherheitshalber unmittelbar alarmierte und sehr schnell vor Ort erscheinende Wasserschutzpolizei, die natürlich über die Regatta informiert war, musste so glücklicherweise nicht eingreifen. Dennoch Danke der Umsicht!

Am Sonntag dann folgten noch zwei weitere Wettfahrten in beiden Klassen, bei etwas schwächerem, aber drehendem Wind, ebenfalls aus westlichen Richtungen. Statt Regen herrschte jetzt dauerhafter Sonnenschein, so dass Material und Segelzeug zwischen 10.00 Uhr und 12.30 Uhr wieder trocken gesegelt werden konnten. Denn auch in der Nacht hatte es noch mehrfach stark geregnet.
Bei den 20er-Jollenkreuzern waren wieder einige „alte Bekannte“ am Start, die sich auch über alle fünf Wettfahrten ein äußerst spannendes Rennen um Sieg und Platzierung lieferten und tatsächlich erst mit der letzten Wettfahrt darüber entschieden. Beispielhaft siegte die Berliner Crew um Christian Friedrich (Boot 1400, Segel-Vereinigung Unterhavel) mit sieben Punkten und darunter zwei Siegen nur mit einem Punkt Vorsprung vor der Berliner Crew um Jens Magdanz (Boot 1320, Segel-Club Argo) mit ebenfalls zwei Siegen. Und auch der Dritte im Bunde war ein Berliner: Punktgleich zum Zweiten, aber mit nur einem Sieg kam Jörg Witte auf dem Boot 1441 mit seiner Crew in die Schlusswertung. Bestes Brandenburger Team wurde die Crew um den Vorsitzenden der Klassenvereinigung Andreas Hirsch von Einheit Werder auf Platz 5 (20 Punkte).

Die Gastgeber selbst waren bei den 20er-Jollenkreuzern auch mit fünf eigenen Teams am Start, konnten aber aufgrund ihres Materials mit den Spitzenseglern naturgegeben nicht mithalten. Um dies zumindest zum Teil auszugleichen, wurde zusätzlich der Rennwert des jeweiligen Bootes berücksichtigt. D.h. es wurde für jeden Teilnehmer die gesegelte Zeit individuell gemessen und mit dem so genannten Yardstick-Faktor multipliziert, eine ordentliche Leistung für Zielschiff und Org-Büro (neudeutsch: „Raceoffice“).
Dadurch wurde insbesondere für die langsameren Boote ein Ausgleich für die ersegelten Platzierungen erreicht. Um dies auch zu dokumentieren wurden abschließend die Teams der langsamen Boote noch in einer gesonderten Wertung geehrt, denn beispielsweise erreichten die Stahl Finower um Stefan Lauk (Boot 779) aufgrund des hervorragenden seglerischen Könnens insgesamt damit Platz acht und ließen damit drei deutlich schnellere Boote hinter sich. Und selbst die langsamste Crew um den 84-jährigen (!) erfahrenen Skipper Hansi Gerlach (Holzboot 465, Rennwert 114!) ließ in der Gesamtwertung noch fünf schnellere Boote hinter sich. Darunter im Übrigen auch ein Boot mit sehr geringem Yardstick-Faktor, denn dessen Crew hatte am Sonntag zweimal nacheinander einen Frühstart gemacht und nicht korrigiert. Dies bedeutete die jeweilige Disqualifikation und damit den letzten Platz in der Wettfahrt.

Ältester 20er an der Bojek
Ansonsten hatte die Hauptschiedsrichterin Annegret Denda vom SC Schwielochsee zum Glück wenig zu tun. Es gab keine Proteste und größeren Regelverstöße. Unbestätigten Informationen zufolge sollen zwar einige Regattateilnehmer in der zweiten Wettfahrt einmal die falsche Boje gerundet haben. Aber da sich offenbar niemand Anderes dadurch benachteiligt fühlte, wurde dies nur per se mitgeteilt und nicht ausdrücklich angezeigt…
Wesentlich einheitlicher als bei den großen Booten war das Leistungsniveau bei den Piraten. Trotz Stecken von ebenfalls jeweils guten sechs Kilometern kam bei allen Wettfahrten das gesamte Feld innerhalb von wenigen Minuten in Ziel, in der Wettfahrt zwei z.B. innerhalb von nicht einmal vier Minuten. Dabei gab es dann regelmäßig mehrere „Fotofinishs“ , d.h. das gleichzeitige Passieren der Ziellinie durch mehrere Jollen. Bei einer gedachten Linie zwischen einer sich in Wind und Wellen bewegenden Boje und einem auch nicht ganz fest liegenden Zielschiff bedeutete dies Hochspannung für die Zielcrew um Vereinschef Toralf Reinhardt.
Dennoch wurden alle Platzierungen korrekt bestimmt und der Sieg ging verdient an die aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen gemischte Crew Svenja Thoroe und Karsten Bredt mit sechs Punkten aus zwei ersten und zwei zweiten Plätzen. Auch die im Gedenken an den leider viel zu früh verstorbenen Stahl Finower Ausnahmesegler Horst Bierbrauer (u.a. mehrfacher DDR-Meister) ausgesegelte Sonderwertung der jeweils „Ersten Kreuz“ gewann das Team ungefährdet.
Da bei fünf Wettfahrten das jeweils schlechteste Ergebnis gestrichen wird, brauchten die Beiden zur letzten Wettfahrt schon gar nicht mehr anzutreten, da die Zweitplatzierten Marko und Thomas Andersohn vom SC Schwielochsee bereits rechnerisch keine Chance mehr auf den Sieg hatten (Ergebnis: 10 Punkte). Dritter wurde übrigens die Berlin-Brandenburger Crew Detlef Hegert und Mathias Haase (13 Punkte).
Stahl Finow war in dieser Klasse diesmal nur mit einem Team vertreten: Regattaobmann Christopher Jantz und Jugendwart Christian Eckart zeigten, dass sie das seglerische Einmaleins durchaus beherrschen und kamen in dem starken Feld auf Rang sechs in der Bierbrauer-Wertung und Rang zwölf im Gesamtfeld.
Beim Setzen des Spinnakersk
Nächster Termin wohl nicht nur für diese beiden Piratensegler ist jetzt die Deutsche Meisterschaft in zwölf Tagen auf dem Schwielochsee. Es wurde sich bereits zum Kräftemessen verabredet.

Toralf Reinhardt

Pirat H-B-Pokal

Pirat Gesamt

20erJK gesamt

 

Dreifacher Erfolg beim Athletiktest 2016

12801191
Aufgrund einer außergewöhnlichen Familienleistung konnten die Segler von Stahl Finow beim diesjährigen Athletiktest der Brandenburger Segler auch insgesamt die besten Ergebnisse erzielen. Gleich in drei Kategorien siegten die Kinder des Landesjugend- und Breitensportobmanns Segeln Torsten Schmidt- nämlich Theresa, Jasmin und Alexander aus Britz.
Erstmals seit seiner Einführung von ca. 40 Jahren fand der Athletiktest der Brandenburger Segler in Eberswalde statt, und zwar im Schulgebäude des Humboldt-Gymnasiums der Theorietest und in der nahe gelegenen Turnhalle der anschließende direkte Sporttest. In den vergangenen Jahren war der Test traditionell in Bad Saarow ausgetragen worden, aber der neue Landestrainer Jan Müller setzt jetzt auf wechselnde Orte in allen sechs Leistungsstützpunkten des Landes. Im nächsten Jahr steht deshalb Brandenburg a.d.H. an.
Organisiert wurde er im Auftrag des Verbandes Brandenburgischer Segler (VBS) durch den Sportverein Stahl Finow e.V., Abteilung Segeln.
Der Athletiktest dient zur Überprüfung der athletischen und konditionellen Voraussetzungen der Jugendsegler und –seglerinnen vor Beginn der Wassersaison. Dieser Test dient zudem der Kontrolle und als zusätzliches Motivationsmittel um sicherzustellen, dass in der Winterzeit eine kontinuierliche Vorbereitung auf die folgende Saison durchgeführt wird. Entsprechend besteht der Test aus zwei Teilen, einem Theorieteil, in dem es um Regeln und taktisches Verhalten auf dem Wasser geht, und dem reinen Sportteil. In diesem werden Übungen, die Gewandtheit, Koordination, Kopplungs-, Gleichgewichts- und Orientierungsfähigkeit fordern, einbezogen.
Der Sporttest besteht aus acht Stationen, die nach dem Theorietest nacheinander zu absolvieren sind. Bei Stationen, die auf Wiederholungen ausgelegt sind, wird eine maximale Zahl festgelegt. Andere Stationen werden auf Höchstleistungen hin absolviert.
Der Sieger in der Altersklasse Ü 18 Alexander Schmidt von den Stahl Finower Seglern musste bei den festgelegten Stationen bspw. 80 Aufrichten aus der Rückenlage, 60 Liegestütze und 70 Aufrichten aus der Bauchlage (am Kasten) erbringen. Zudem schaffte er 17 Klimmzüge, sprang 2,39 m aus dem Stand und absolvierte den Wendelauf in 8,85 Sekunden, den Kasten-Bumerang-Test in 26 Sekunden sowie den abschließenden 5000-Meter-Lauf in 19,29 Minuten. Aber auch im Theorietest hatte Alexander in diesem Jahr das beste Ergebnis seiner Altersklasse, im Gesamtranking aller Teilnehmer erreichte er damit Platz 2.
Das beste gewertete Gesamtergebnis insgesamt erreichte jedoch Hannes Braune (U 12m) vom Segelverein Märkischer Adler aus Brandenburg aufgrund einer für sein Alter hervorragenden Theorie- und Sportleistung, vom Sohn des früheren Landestrainers wurde aber auch einiges erwartet…
Insgesamt traten 72 Kinder und Jugendliche aus 18 Vereinen zum Test an, die in zwölf Kategorien gewertet wurden. Jüngste Starterin war Mia Hammer vom SC Schwielochsee mit sieben Jahren, die ältesten Teilnehmer waren wie z.B. Alexander Schmidt bereits 18 Jahre als.
Neben Alexander Schmidt erreicht seine Schwestern Theresa in der Altersklasse U 14w und Jasmin in der Altersklasse U 18 den ersten Platz (weiblich).
Weitere Siege gingen an Wolff Sander (Einheit Werder) in der U 10 m und Esther Schüler (SSV am Werl) in der U 10w, an Charlotte Fenger vom Eisenbahner Segelverein Kirchmöser in der U 12w, Nils Otto (MSV Brandenburg) in der U 14m, Lorenz Schüler vom SSV am Werl in der U 16m und Laura Pukropski vom Fürstenberger Yachtclub in der U 16 w sowie Veith Schneider (Lindow) in der U 18m sowie Christine Walkenbach (Potsdam) in der Ü 18w.
Stahl Finow selbst war mit neun Kindern und Jugendlichen dabei, die sich insgesamt alle achtbar präsentierten: Niklas Schulz erreichte den zweiten Platz in der U 18 m vor seinem Teamkollegen Tom Zwicker und ebenfalls Dritte wurde auch Anna Klara Krömke aus Wandlitz in der U 18w. Edwin Fielitz wurde 7. und Niklas Büttner wurde 8. in der U 12 m, mit 20 Startern der stärksten Altersklasse. Und in der U 16m wurde Ole Kardokus immerhin 10.
Der Landestrainer war aber neben der guten Teilnahme auch mit den erreichten Ergebnisse insgesamt zufrieden, wer mehr dazu wissen will: www.segeln-vbs.de.
Nächstes Saison-Highlight wird jetzt die regelmäßig zu Ostern auf dem Gardasee stattfindende internationale Optimisten-Regatta Vela Riva sein, verbunden mit dem ersten größeren Wassertraining für Optis und Laser.