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Verein

Askaniercup 2019

Der Opti-Sieger kam aus Essen

Spannendes Finale bei den Laser Radial – in der allerletzten Wettfahrt!

Mit dem 4. Askaniercup, d.h. der gemeinsamen Opti-Laser-Ranglistenwettfahrt,  haben die Segler von Stahl Finow am vergangenen Wochenende wieder ein aus seglerischer Sicht anspruchsvolles und anstrengendes Sportereignis erfolgreich organisiert und durchgeführt.

Mutmaßlich aufgrund des ungünstigen frühen Ferienbeginns in Berlin und Brandenburg, aber auch einem bundesweiten Trend folgend, war die Beteiligung in diesem Jahr etwas geringer als in den Vorjahren. Aber es konnten wieder alle fünf traditionellen Klassen gestartet werden, wenn es auch bei den Lasern Radial diesmal nicht für eine Ranglistenwertung reichte. Und als letzte Ranglistenregatta vor der Deutschen Meisterschaft waren auch diesmal wieder einige Gäste aus anderen Bundesländern dabei. Die meisten Segler kamen aber natürlich aus Berlin und Brandenburg. Jugendwart Maik Jäckel vom Gastgeber schickte 10 Seglerinnen und Segler ins Rennen.

Insgesamt gut 60 Boote waren am Start und der Segler mit der weitesten Anreise sollte schlussendlich auch das beste Resultat mit nach Hause nehmen können. Aufgrund der durchaus unterschiedlichen seglerischen Fähigkeiten war es nötig, insgesamt drei verschiedene Kurse auf dem Werbellinsee auszulegen. Und für jeden Kurs war ein entsprechend qualifizierter Wettfahrtleiter mit einer entsprechenden Crew erforderlich. Für die beiden Laser-Klassen konnte als Gast vom Revier Brandenburg der Sportsfreund Knut Hohenstein gewonnen werden, die Opti-Anfänger betreute Lars Schulz vom Gast gebenden Verein und die problematischsten Klassen Opti B und Opti A betreuten Christoph Laska von Stahl Finow und Ron Wiesner vom Yachtclub Schorfheide Joachimsthal gemeinsam. Verteilt über den gesamten See vom „Süßen Winkel“ bis kurz vor Altenhof konnten zahlreiche Schaulustige von Land und See aus spannende Wettkämpfe mit ansehen, insbesondere die vielen Badegäste vom Spring hatte einen hervorragenden Blick auf die einzelnen Wettfahrten und dabei vor allem die schnellen Laser-Boote.

Das Wetter war „in Ordnung“, es regnete nicht, aber der Wind hätte durchaus stärker sein können. Insbesondere am Sonntag musste regelmäßig gemessen werden, ob die Wettfahrtbedingungen noch regelkonform sind, da die östlichen Winde zeitweise bis auf zwei Knoten Geschwindigkeit abflauten und dadurch auch die einzelnen Wettfahrten etwas länger als vom Grunde her zulässig wurden. Zu den Starts waren die nötigen vier Knoten aber immer vorhanden und unter leichtem Drehen kamen nach den Flautephasen immer wieder Zeiten mit mehr Wind. Hier waren namentlich die fortgeschrittenen Optis, die am weitesten in Richtung Altenhof segelten, bevorzugt. Denn durch Breite des Werbellinsees an dieser Stelle konnte sich der wenige Wind richtig aufbauen und dazu kam, dass durch das Segeln mit Inner- und Außer-Loup die beiden Klassen auch genügend Platz auf dem See zur Entfaltung hatten und dem Wind folgend segeln konnten.

Letztlich schafften sowohl die beiden Laserklassen als auch die beiden fortgeschrittenen Opti-Klassen jeweils am Sonnabend 4 und am Sonntag 2, d.h. insgesamt 6 Wettfahrten und auch bei den Anfängern standen zum Schluss 5 auf dem Papier. Dadurch konnte in allen Klassen jeder Segler bzw. jede Seglerin ihr schlechtestes Resultat streichen und einen ausgewogene Gesamtwertung erreicht werden. Dabei wurde insgesamt fair gesegelt, wenn es auch am Samstag mehrere, z.T. unbegründete Proteste z.B. wegen unerlaubten Vortriebes (typisch für Wenig-Wind-Wettfahrten!) gegeben hatte und sowohl am ersten als auch am zweiten Wettfahrttag die ungeduldigen unter den Seglern mehrere Frühstarts zu verantworten hatten. Sachschäden blieben dafür aufgrund der vergleichsweise geringeren Geschwindigkeiten aus.

Im Ergebnis ging der Sieg in der spannendsten Klasse, nämlich den bei besten Opti-Seglern, die demnächst auf den Laser (oder 420er) umsteigen wollen, tatsächlich an den Essener Turn- und Fechtverein! Paul Sigge vom ETFV hatte unmittelbar vor der Deutschen Meisterschaft offenbar noch ein paar Rangliste-Punkte gebraucht, andererseits die Zweit- und Drittplatzierten Berliner Eva Wiese und David Buchler mit drei Siegen, einem 2. Platz, einem 4. Platz und einem –gestrichenen- 5. Platz auch deutlich  in die Schranken verwiesen. Bester Brandenburger wurde hier Hannes Braune vom Segelverein Märkischer Adler auf Platz 5, der beste Segler von Stahl Finow war hier Milo Pachali auf Platz 19 von 25.

Der jüngere Bruder Silas Pachali belegte dafür bei den Optis B den 5. Platz von 23 Seglern, wobei Finn Rustler von der Tegeler Segelgemeinschaft vor Amelie Röpke vom Schwielochsee siegte. Weitere Segler von Stahl Finow waren Edwin Fielitz auf Platz 16, Timon Siedler auf Platz 21 und Meta Siedler auf Platz 23, wobei beide aber erst seit kurzem in der Leistungsklasse B segeln.

Bei den Anfängern gingen im Übrigen der 1. und der 2. Platz an ein Mädchen, womit erneut die relative Gleichwertigkeit der Leistungen aller Geschlechter beim Segeln augenscheinlich ist.  Segeln ist ein Sport für Körper und Geist, der Ausdauer und Kraft zugleich verlangt; aber nicht immer von allem gleich viel! Hinter Karoline Lander vom Müggelsee landete Henrike Ploschenz vom Gast gebenden Stahl Finow und mit Max Willi Fenger vom Eisenbahner Segelverein Kirchmöser erreichte hier der erste Junge den Platz 3.

Und ebenso siegte Sophie Isabel Elbrandt von den Lindower Regatta Seglern in der Jugendklasse Laser 4.7, die mit insgesamt 10 Startern glücklich die Bedingungen für eine Ranglistenwertung erfüllte. Leider war hier kein Starter von Stahl Finow dabei.

Abschließend –und das sei betont- siegte in der bei dieser Regatta größten Bootsklasse Laser Radial jedoch Friedrich Kräft punktgleich vor Tom Zwicker, beide Stahl Finow! Und beide hatten jeweils drei Siege und drei 2. Plätze in ihrer Bootsklasse erreicht, so dass der Sieg an Friedrich Kräft nur deshalb ging, weil er die letzte von allen Wettfahrten auf der letzten Kreuz für sich entscheiden konnte. Spannender geht es nicht und ein toller Saisonabschluss!

Glückwunsch an alle Sieger und Platzierten!

Jetzt folgt für alle ambitionierten Regattasegler die Deutsche Meisterschaft, diesmal in Plau am See in Mecklenburg-Vorpommern  als Saisonabschluss 2018/19 und für Stahl Finow beginnt mit dem traditionellen Trainingslager vom 21.-26.07.19 die neue Regattaserie 2019/20!

Toralf Reinhardt

Bilder zum Askaniercup 2019

Bilder zur Seekreuzerregatta

Sportlicher Kielkreuzerauftakt 2019

Jasmin Schmidt siegt auch in der Kreuzerklasse

Eine hervorragende Teilnahme und sehr gute bis anspruchsvolle Segelbedingungen machten die erste Wettfahrt der diesjährigen Kielkreuzerregatta der Segler zu einem vollen Erfolg für die Gastgeber vom Sportverein Stahl Finow e.V.

20 Boote, d.h. aber auch gut 50 Seglerinnen und Segler aus vier Vereinen kämpften am 01.  Juni in zwei Klassen fair und sportlich um die Plätze. Neben den Gastgebern von Stahl Finow waren das natürlich unsere Segelfreunde vom Yachtclub  Schorfheide Joachimsthal und vom SWVW Altenhof, aber auch ein Team vom Parsteinsee.

Nachdem an der Frühjahrsregatta vor zwei Wochen bereits 19 Kielkreuzer teilgenommen hatten, war diesmal noch ein Boot mehr am Start. Wettfahrleiter Martin Sieker hatte das Gesamtfeld entsprechend der Ausschreibung in zwei Klassen von neun bzw. elf Booten eingeteilt, einmal die schnelleren Boote mit einem Yardstick-Faktor bis zu 113 und dann die langsameren mit einem höheren Faktor von bis zu 128, den Wert hat der „Milan“ von Familie Ebert.

Traditionell wird die Gesamtregatta für die größten Boote  vom Werbellinsee in zwei Wettfahrten gesegelt, einmal im Mai/Juni und einmal im September. Wobei bereits die Wettfahrt am 01.06.19 ungefähr die doppelte Länge gegenüber der zwei Wochen vorher stattfindenden offenen Frühjahrsregatta für alle Bootsklassen hatte.

Martin Sieker hatte diesmal drei Tonnen legen lassen; die Boje 1 vor dem Spring, die Boje 2 vor Altenhof und die Wendeboje 3 vor der Wasserskistrecke. Im Regelfall wurde Backbord gerundet, nur die Boje 2 musste naturbedingt auf der Kreuz im Gegensatz zum Raumschoot- bzw. Vorwindkurs an Steuerbord bleiben. Der Gesamtkurs musste zweimal nacheinander absolviert werden, wobei auf der letzten Kreuz dann die Start- auch wieder zur Ziellinie wurde.

Die Startlinie lag vor dem Campinplatz Spring, so dass zahlreiche Zuschauer vom Ufer aus den Start beobachten konnten und vor allem, um regelkonform gegen den Wind zur Boje 1 starten zu können. Pünktlich um 11.00 Uhr erfolgte das Startsignal und viele Jachten waren unmittelbar an der Linie. Fast alle starteten mit Backbordbug und viele nahe vom Startschiff, um möglichst auf kurzem Wege zur Boje 1 zu kreuzen.  Außerdem war bei leicht drehendem Wind die Starttonne nicht so weit bevorteilt, dass sich ein Start auf Steuerbord empfohlen hätte.

Trotz des relativ großen Feldes segelten sich auf der kurzen Kreuz bereits zu diesem Zeitpunkt die „Sephia“, das H-Boot von Stefan Lauk, und die „Charon“, der Soling von Willi Mews (beide Stahl Finow), frei und gingen als erste um die Wendemarke auf die Vorwindstrecke und waren von da an für alle anderen Boote auch nicht mehr einzuholen. Stefan Lauk hatte als Crew diesmal nicht nur seinen Neffen Paul Pinkau dabei, sondern als Steuerfrau Jasmin Schmidt angeheuert, die vor zwei Wochen bereits die Frühjahrsregatta auf dem „Feuervogel“ von Maik Jäckel gewonnen hatte. Und trotz permanentem Kampf von Willi Mews und seiner Crew Carl Duhn und Luisa Kolenda, beherrschte Jasmin offenkundig auch den Kielkreuzer und gewann letztlich nach ca. gut 30 Kilometern und über zwei Stunden und zehn Minuten Wettfahrt verdient mit 50 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten, wobei in der Regattawertung aufgrund ihres schlechten Yardstickfaktors sich dann sogar noch die „Nessie“ von Olaf Winkelmann mit Crew Robert und Dirk Wilke zwischen die beiden anderen Boote schob und rechnerisch Zweiter wurde.

Einen guten Start hatten aber auch die „Reara“ von Werner und Petra Kroll mit Crew Toralf Reinhardt und Margit Kerkow, die letztlich Vierte hinter den drei deutlich kleineren o.g. Booten wurden, sowie die „Selekta“ von Hans-Joachim Gerlach mit Crew Stefan Knoll und Maik Schade. Skipper Gerlach war an der Boje 1 noch deutlich hinter der „Reara“  auf den Vorwindkurs gegangen, hatte aber den Abstand permanent verringert und die „Reara“ dann auf dem ersten Schenkel von der 2 zur 3 mit einer tollen seglerischen Leistung in Lee unterlaufen. Obwohl er in der Folge ca. zweieinhalb Minuten Vorsprung heraussegelte (Zielzeit 2:21 Stunden), wurde er aufgrund seines guten Rennwertes letztlich aber nur als 7. gewertet. Nur 40 Sekunden nach ihm kam dann mit der „Aphrodite“ von Gerd Ritter und Crew Florian Lamprecht sowie Volker Keuchel dann bereits das erste Boote der langsameren Klasse ins Ziel; auch dies eine tolle seglerische Leistung, denn die gewertete Zeit war nur 4 Sekunden langsamer als die von Gesamtsiegerin Jasmin Schmidt.

Aber auch auf den hinteren Plätzen wurde sich nichts geschenkt. Es wurde hart am Wind gesegelt. Trotz böigen und leicht drehenden Windes aus Süd bis West mit Stärken bis zu 5 Beaufort und einzelnen Böjen in 6, wurden keine Reffs geschlagen. Die großen Boote fuhren mit Genua statt Fock und die kleineren führten sogar die Spinacker, trotzdem brauchte die langsamste Jacht mehr als drei Stunden für den Gesamtkurs. Größere Schäden blieben zum Glück aus, ein Zusammenstoß der Masten von „Reara“ und „Venti Amica“ nach einer plötzliche Böe im Begegnungskurs zwischen den Bojen 2 und 3, führte zwar zur Beschädigung von Windmesser und Verklicker, hätte aber wesentlich schlimmer ausgehen können.

Entsprechend gespannt sind die Kreuzer-Seglerinnen und Segler jetzt bereits auf die Herbstwettfahrt am 21.09.; nächster Höhepunkt bei Stahl Finow ist jetzt aber der Askaniercup am ersten Ferienwochenende (22./23.06.).

Toralf Reinhardt

Bilder zur Frühjahrsregatta 2019

Frühjahrsregatta 2019

Zu ihrer diesjährigen Frühjahrsregatta, der 67. seit Gründung der Abteilung bzw. Sektion Segeln von Stahl Finow, trafen sich am vergangenen Sonnabend nicht nur die Kanuten, sondern auch die Seglerinnen und Segler vom Werbellinsee. Neben den Gastgebern von Stahl Finow waren natürlich auch die anderen Vereine vom See, namentlich Altenhof und Schorfheide Joachimsthal, aber auch einige andere Segler z.B. vom Parsteinsee vertreten.

Das besondere der Frühjahrsregatta ist seit der Abkopplung von den früheren Kreismeisterschaften, dass im Prinzip jeder gegen jeden segelt, auch wenn im Nachgang in drei verschiedenen Klassen gewertet wird. Dadurch wird das Seglerfeld größer, aber auch der Spaß und Spannungsfaktor steigt. In diesem Jahr hat Wettfahrtleiter Martin Sieker zudem auf den Start in einem Zeitfenster verzichtet und das traditionelle Verfahren -alle starten zur gleichen Zeit und erst beim Zieldurchgang wird die Zeit gemessen- gewählt. Das erhöhte die Anforderungen, denn natürlich ist ein guter Start Voraussetzung für eine gute Wettfahrt.
Mit insgesamt 34 teilnehmenden Booten, also etwas mehr als 80 Seglern und Seglerinnen insgesamt, war auch die Beteiligung für eine Frühjahrsregatta außerordentlich gut. Als letzte Jacht meldeten sich sogar mit der Jacht Euros die Segler Thomas und Sabine Weidner erst unmittelbar vor dem Start auf dem Wasser an.

Die Startlinie in Höhe Barschberg war entsprechend breit gelegt, so dass es zwar sportlich anspruchsvoll aber seglerisch machbar war. Drei Jachten insgesamt schafften dabei sogar einen Null-Start, d.h. sie waren beim Startsignal unmittelbar an der Linie, aber noch nicht darüber hinaus. Bei den hervorragenden Bedingungen mit einem Ost- bis Südostwind zwischen 2 und 4 Windstärken, in Böen auch 5 und einzeln 6 Beaufort, Sonnenschein und wenigen anderen Booten auf dem See, entbrannte nach dem pünktlichen Start um 13.00 Uhr auf der Kreuz in Richtung Altenhof schnell der seglerische Wettstreit zwischen den großen Jachten und Kielkreuzern aber auch den kleinen Jollen.
Gesegelt wurden insgesamt knapp 20 Kilometer, d.h. vom Start ging es kreuzend bis vor Altenhof. dort war eine Boje gelegt, die es an Backbord zu runden galt, und dann ging es kreuzend bis ungefähr zur Wasserskistrecke, wo die Wendemarke erneut Backbord zu runden war. Den Abschluss der Wettfahrt bildete eine Raumschoot- bis Vorwindstrecke zurück zur Startlinie, die zugleich als Zieleinlauf fingiert.
Trotz dieser langen Strecke kam es dennoch zu einem für Seglerverhältnisse fast Fotofinisch: d.h. die beiden ersten Boote, die 20er-Jollenkreuzer Feuervogel und My Grant kamen mit einem Abstand von 6 Sekunden nach 1:10 Stunden ins Ziel. Den Sieg und damit das „Blaue Band“ vom Werbellinsee holte sich Steuerfrau Yasmin Schmidt mit Crew Maik Jäckel und Peter Kierstein vor Steuermann Willi Mews mit Crew Luisa Kolenda und Carl Duhn. Als erstes Kielboot kam weitere 11 Sekunden später die Atalanta mit Steuermann Rene Kardokus und Crew Annett Kardokus sowie Arne Siedler ins Ziel. Und auch in dieser Bootsklasse gab es zwischen den darauf folgenden Jachten Reara (Werner und Petra Kroll sowie Toralf Reinhardt) sowie Selekta (Hans-Joachim Gerlach und Maik Schade) ein spannendes Match- bei geschätzten 40 cm Unterschied wurde ein Zeitabstand von einer Sekunde gewertet! Und nur weitere 3 Sekunden später kam dann noch Stefan Lauk mit Eva und Regina Lindt auf der Sepia ins Ziel.
Beste Jolle wurde die Jugendbesatzung Tom-Luca Voigt und Nils Grosse auf dem 420er Nr.54023 vor dem einzigen Einhandsegler Dr. Thomas Pötsch auf der Seggerling (Zeitunterschied auch nur 8 Sekunden). Gewertet wurden hier 8 Boote, bei den Jollenkreuzern 7 Boote und sogar 19 bei den Jollenkreuzern, wobei durch das Yardsticksystem, dass die unterschiedlichen Segeleigenschaften der Boote mit einem Rechenfaktor auszugleichen sucht, die gesegelte Zeit nicht immer der gewerteten entsprach, so war z.B. Dr. Pötsch eigentlich 8 Sekunden vor den Jungs durchs Ziel gegangen.

Der Gesamtsieg bleib dennoch bei Yasmin Schmidt und ihrer Crew, bei den Kielkreuzern aber ging er auch nicht an Rene Kardokus, sondern an Olaf Winkelmann mit Crew Birgit Lauk-Pinkau und Stefan Greininger, die zwar knapp 3 Minuten langsamer waren, aber mit der Yacht Nessie einen wesentlich schlechtern Yardstickfaktor haben.
Zufrieden waren letztlich alle Teilnehmer! Es gab weder Personen- noch Materialschäden, es wurde fair gesegelt, war anspruchsvoll, ein tolles Gemeinschaftserlebnis und mit der Neuerung des gemeinsamen Starts aller Boote auf einmal auch äußerst spannend! Jetzt folgt in zwei Wochen der erste Lauf der Kielkreuzerregatta und dann am ersten Ferienwochenende der diesjährige Askaniercup.

Ergebnisse bei der Frühjahrsregatta:

Toralf Reinhardt

Theorie- und Athletik-Test 2019


Am 23.02.2019 machten sich sechs Jugendliche von Stahl Finow auf den Weg zum Theorie- und Leichtathletiktest nach Storkow. Diese traditionelle Saisonauftakt der Segler in Brandenburg zieht jährlich die besten jungen Seglerinnen und Segler aus den sechs Revieren zum Leistungsvergleich der sportlichen Fähigkeiten und der theoretischen Kenntnisse zusammen.
So kann jeder Verein sehen, wo er steht, an welchen Stellen er noch arbeiten muss oder wo er vielleicht besser ist als Andere. Stahl Finow war mit folgenden Kindern unterwegs, und diese haben folgende -ausbaufähige- Platzierungen erreicht.
Platz Teilnehmer
30 Erik Schwarte
36 Milo Pachali
55 Niklas Büttner
73 Silas Pachali
80 Timon Siedler
85 Ben Lehmann
Dabei waren die Ergebnisse im Einzelnen durchaus zufriedenstellend, aber entwicklungsfähig. Fünf der Stahl Finower traten in der Altersklasse U 14 an und namentlich Erik Schwarte kam in der U-14-Gesamt-Wertung auf einen hervorragenden Platz 2. Neben guten 115 Punkten im Theorietest, brachte er dabei folgende Einzel-Leistungen: Kastenbumerang in 27,7 Sekunden, Wendelauf in 9,67 Sekunden, 32 Klimmzüge im Schrägliegehang, 35 Liegestütze, 60 x Aufrichten aus der Rückenlage (Maximalwert in der U 14), 1,87 Meter in Schlussweitsprung und 10:50 Minuten im 3000-m-Lauf.
Die anderen Teilnehmer erreichten hier folgende Platzierungen: Niklas Büttner den 4. in der Jungen – und den 6. in der Gesamtwertung, Silas Pachali den 11. (19.), Timon Siedler den 16. (26.) und Ben Lehmann kam auf Platz 18 (31) auch noch erfolgreich ins Ziel. Der ältere Bruder von Silo, Milas Pachali, kam als einziger Segler vom Werbellinsee in der Kategorie U 16 hier auf den 6. Platz. Alle Stahl Finower haben somit gezeigt, dass sie den Anforderungen der Segelsaison wohl gewachsen sein werden und freuen sich auf die kommende Sommerzeit, die auf dem Wasser mit den ersten Regatten gerade beginnt und ihre ersten Höhepunkte zum traditionellen Oster-Trainingslager sowie dem folgenden Intensiv-Wochenende haben wird.

Der Stahl-Finower-Trainer Paul Pinkau und Jugendwart Maik Jäckel haben dabei nicht nur die Kinder vor Ort, sondern auch den Verband Brandenburger Segler bei der Auswertung des Theorietests unterstützt. Und unterstützt wurde auch die Anfahrt nach Storkow – nämlich durch die Väter Andreas Pachali, Dirk Büttner und Martin Lehmann.

letzter Arbeitseinsatz in 2018

Vor knapp einem Monat gab es schon einen Arbeitseinsatz, um das Vereinsgelände für den Winter vorbereiten: Laub harken, kleine Reparaturen, Bänke & Tische unter Dächer stellen, Badeleitern demontieren, Wasser abstellen, Vereinsboote einlagern etc.

Gestern fand noch ein weiterer kleiner Arbeitseinsatz statt, vornehmlich um das viele Laub vom Gelände zu bekommen. Aber es wurden noch ein paar andere Dinge zu erledigt:

 

Der Flaggenmast wird für neue Farbe vorbereitet.

 

Manche nehmen sich Winterprojekte mit nach Hause.

 

Nochmal Laub harken.

 

Bleibt dann für heute nur der Verweis auf die kommenden Termine in 2018:

07.12.2018 – gemütlicher Abend für die Regattacrew zur Vorbereitung der Regatten 2019 (ab 19:00 Uhr) in Wildau

08.12.2018 – Weihnachtsfeier mit Kuchen und Glühwein ab 13:00 Uhr

66. Werbellinseeregatta


Tino Baldewein von Stahl Finow 2. bei der Landesmeisterschaft und 3. der Deutschen

Eine hervorragende Teilnahme und sehr gute bis anspruchsvolle Segelbedingungen machten die 66 . Auflage der traditionsreichen Werbellinsee-Regatta der Segler zu einem vollen Erfolg für die Gastgeber vom Sportverein Stahl Finow e.V.

79 Boote, d.h. aber auch 176 Seglerinnen und Segler aus fünf Bundesländern, hatten sich angemeldet, und waren nicht nur mit Boot und Trailer, sondern ggf. auch mit Ehefrau (bzw. -mann oder Partner/in), Wohnwagen und Zelt angereist, so dass das Gelände der Segler gar nicht genug Platz für alle hatte und auch auf das unweit gelegene Kanu-Gelände von Stahl Finow ausgewichen werden musste. Die meisten Teilnehmer waren natürlich aus Brandenburg und Berlin gekommen, denn die Werbllinseeregatta 2018 war in den beiden stärksten Klassen 20er Jollenkreuzer und Pirat zugleich als Brandenburger Landesmeisterschaft ausgeschrieben. Aber auch aus Mecklenburg-Vorpommern waren viele Sportsfreunde dabei, dazu einige aus Sachsen-Anhalt und Sportsfreund Jörn Otromke sogar aus Hamburg.

Die zahlenmäßig meisten Boote starteten in der Klasse Pirat mit 27 Teilnehmern, danach kam die „Königsklasse“ der 20er Jollenkreuzer mit 20 Meldungen vor den 17 Teilnehmern in der Jugendklasse 420er. Hier wirkte offenbar das kurz zuvor bei Stahl Finow durchgeführte Trainingslager positiv nach, denn sogar der Landestrainer war zur Betreuung seiner Schützlinge vor Ort. Besonders erfreut war der Abteilungsleiter Toralf Reinhardt aber auch über die Meldung von elf XY-lon, denn dadurch konnten in allen genannten vier Klassen Ranglistenwertungen erfolgen. Nach den Problemen im Vorjahr hatte der Verein seine Aufmerksamkeit insbesondere auf diese Klasse gelegt und organisiert, dass alle fünf eigenen Boote an den Start gingen, wenn auch z.T. mit „geborgten“ Besatzungen; die im Übrigen mit den drei gemeldeten 15er-Jollenkreuzer zusammen über den Kurs gingen.

Geplant waren fünf Wettfahrten, um so einen Streicher (der schlechtesten Platzierung) zu erreichen, entsprechend ging es nach der Eröffnung durch den Veranstaltungsleiter Mario Drechsler am Samstagvormittag auch zeitnah auf den See und der Tag hatte es seglerisch „in sich“. Stetig auffrischende, dazu drehende Winde aus westlichen Richtungen bis zur Stärke 6 (und Böen darüber) verlangten den Sportlern einiges ab. Immerhin regnete es nur ein bisschen und zeitweise schien auch die Sonne.

Gesegelt wurde am Sonnabend im Up-and-Down-Modus, d.h. vom ersten Start (pünktlich um 11.00 Uhr) ging es auf eine lange Kreuz zur Boje 1 , dann nach Backbord-Rundung zur Ablauftonne 2 und dann Vorwind zum Gate (Tor) aus den Bojen 3 un 4, d.h. hier konnten die Segler selbst entscheiden, ob sie mit Backbord die linke oder mit Steuerbord die rechte Tonne runden, und dann noch eine Runde mit 1-2-Gate und auf einer kurzen Kreuz ins Ziel. Für die schnellen 20er gab es dann sogar noch eine dritte Runde. Und hier zeigte sich das unterschiedliche seglerische Können auch deutlich. In vier von fünf Klassen waren die Sieger der ersten Wettfahrt letztlich auch die Sieger in der Gesamtwertung. Lediglich in der Jugendklasse war das Bild anders. Bei den stärkeren Winden am Samstag siegte dreimal das Team Maxime Brevart und Titus Schildhauer von den Potsdamer Adlern, musste den Gesamtsieg aber bei den leichteren Winden am Sonntag noch an die Berliner Paco Melzer und Elias Falke weiter reichen, die vom Gewicht hier dann offenbar bevorteilt waren.

Zu den mäßigen bis frischen Winden kamen Wellen bis zu 50 Zentimetern und vor allem aufgrund von Drehern und plötzlichen Windlöchern, aber natürlich auch Manöver-Fehlern etc. gingen doch einige Sportsfreunde unfreiwillig mit ihren Booten baden. Zum Glück wurde aber niemand ernstlich verletzt, auch wenn in diesem Jahr erstmalig eine Crew von zwei Krankenschwestern mit auf einem Betreuungsboot eingesetzt war. Während vor allem die Jugendboote aber z.B. auch Toralf Reinhardt mit der von ihm genutzte Ixylon nach der Kenterung ihre Boote schnell wieder aufrichteten und weiter segeln konnten, mussten zwei Boote auch mit Motorboothilfe wieder nach oben gedreht werden, da es die Sportsfreunde nicht mehr allein schafften. Aber Sicherheit war nach den Erfahrungen vom Vorjahr groß geschrieben und so waren genügend Sicherungsboote vor Ort.

Im Übrigen wurde auch sehr fair gesegelt, so dass die Schiedsrichter-Crew um Anne-Gritt Denda kaum einzugreifen brauchte. Es war auch offensichtlich genügend Wind für alle da, so dass niemand auf die Idee „unerlaubten Vortriebs“ kam.

Letztlich schaffte Wettfahrtleiter Olaf Winkelmann drei Wettfahrten am Sonnabend unter regulären Bedingungen, wobei jeweils kurz nach dem Ende der Wettfahrt bereits der Start zur nächsten folgte, kaum dass eine Pause dazwischen lag. Das hieß von ca. 10.00 – 16.30 Uhr durchgehende körperliche Belastung für die Seglerinnen und Segler und soll bei einigen Teilnehmern zu einer deutlich verkürzten Teilnahme an der abendlichen Disko geführt haben…

Am Sonntag war dann bereits um 10.00 Uhr der nächste (=vierte) Start und entweder, weil sie zu spät aufgestanden oder losgefahren waren oder zu lange an der „viel zu kleinen“ Slipp-Anlage gewartet hatte oder jetzt der Wind zu schwach war; jedenfalls schafften es nicht alle Segler pünktlich zum Start, der gegenüber der Polizeibucht erfolgte. Diese Segler wurden entsprechend für die Wettfahrt DNS (=Did not start) gewertet und konnten segeln oder Pause machen, bis die fünfte Wettfahrt begann. Aufgrund der etwas schwächeren Winde von nur noch bis zu drei Windstärken mit einigen wenigen Böen –auch aus westlichen Richtungen, hatte der Wettfahrtleiter jetzt statt Up-and-Down wieder klassische Dreieckskurse mit „verkürztem Lineal“ auslegen lassen, d.h. gesegelt wurde jetzt Startkreuz zur Boje 1, dann Raumschoot zur 2, Raumschoot anderer Bug zur 3, wieder Kreuz zur 1 , Down zur 4 und Kreuz ins Ziel. Dieser Kurs bevorzugte die gleitschnelleren Boote und sollte neben der taktisch anspruchsvollen Kreuz insbesondere die Bootsbeherrschung mit dem Spinnaker als Zusatzsegel belohnen. Deutlich wurde dieser Unterschied vor allem im Jugendbereich (siehe oben), bei den anderen Klassen setzten sich auch am Sonntag mehr oder weniger die „erfahrenen Regatta-Hasen“ durch.

Letztendlich siegte bei den 20-Jollenkreuzern die aus mehreren Vereinen gemischte Mannschaft von Armin Eismann, Michael Rehberg und Bernd Muschke. Besonders stolz aber ist der Verein Stahl Finow naturgemäß auf sein Mitglied ,den Skipper Tino Baldewein (Boot 1165) , der mit der Crew aus Matthias Markowski und Rene Vollmering, den zweiten Platz in der Gesamtwertung und bei der Brandenburger Landesmeisterschaft erreichte – mit einem 1., einem 2., einem 3 und zwei 4. Plätzen. Nach dem 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften vor wenigen Wochen hat Tino Baldewein seine Extraklasse damit wieder eindeutig unter Beweis gestellt. Platz 3 ging an Jörg Witte, Karsten Schulz und Carsten Sumpf auf Boot 1449. Bei den langsameren 20er Jollenkreuzern in der Kategorie C siegte zudem mit Jasmin Schmidt als Steuerfrau ebenfalls ein Boot (1409) vom Gast gebenden Verein, wobei die junge Powerfrau mit Maik (dem Jugendwart) und Stephan Jäckel zwei gute Crew-Mitglieder hatte. Dabei hatte sie letztlich den zweiten Stahl Finower Hendrik Reinhardt mit Crew Sybille Bach und Jörn Otromke (Boot 1256) aber letztlich nur aufgrund des Streichers düpiert.

Landesmeister bei den Piraten wurden Marko und Thomas Anderssohn (Beil 4317) vom Schwielochsee, die allerdings in der Gesamtwertung nur Dritte hinter den Mecklenburgern Bernd Höft und Burkhard Rieck (Beil 4433) sowie den Berlinern Donald und Phyllis Lippert (Beil 4263) wurden, die sich wiederum zusätzlich den Horst-Bierbrauer-Gedenkpokal um die schnellste erste Kreuz sichern konnten. Stahl Finow- vertreten durch Petra Ploschenz und Aileen Laska- verzeichnete hier leider einen 25. Platz als bestes Gesamtergebnis in dieser Traditionsklasse.

Der Sieg von Patrick Langer und Tim Kletting (beide Brandenburg) bei den 15er-Jollenkreuzern war mit fünf Siegen in fünf Wettfahrten ungefährdet, allerdings waren sie im Feld mit dem XY-lon durchaus nicht immer die schnellsten. Hier siegten die Lindower Thomas Heide und Mike Bartel mit drei Siegen und einem Zweiten (sowie einem Dritten als Streicher) allerdings ebenso ungefährdet vor zwei Booten vom Potsdamer Segelverein. Bestes Boot von Stahl Finow wurde hier Toralf Reinhardt mit Thomas Berner (SVEW) auf Platz 6, wobei der Verein aber immerhin fünf eigene Boote ins Rennen geschickt hatte. Zur Jugendbootklasse 420er seien hier noch die Platzierungen der Gastgeber ergänzt: Bestes Boot von Stahl Finow wurde Julie Bailleu gemeinsam mit Clara Rietz vom PSV auf Platz 8, dahinter kamen Hans Reinhardt und Florian Berner (SVEW) auf Platz 11, Tom-Luca Voigt und Nils Grosse auf Platz 12 sowie Joelle Bailleu und Helene Ploschenz auf Platz 14; angesichts der Konkurrenz durchaus achtbar!

In seinen Schlussworten dankte der Abteilungsleiter Segeln deshalb vor allem noch einmal den zahlreichen Mitgliedern der Unterstützungs-Crew, ohne deren Engagement das Segel-Event wörtlich „ins Wasser gefallen“ wäre, sowie dem neuen Caterer Marian Hanke vom 1. FV Stahl Finow bzw. Restaurant am Wasserturm, und lud die Sieger und Platzierten zur 67. Werbellinseeregatta 2019 ein. Fünf Wanderpokale sind schließlich zu verteidigen oder weiter zu geben.

(alle Ergebnisse unter www-stahl-finow-segeln.de)

Toralf Reinhardt

Frühjahrsregatta 2018

Unter durchaus komplizierten Bedingungen fand am vergangenen Sonnabend die diesjährige Frühjahrsregatta der Segler des SV Stahl Finow e.V. statt.
Ziel ist hier nicht nur die sportliche Höchstleistung, sondern immer durch das gemeinschaftliche Sporterlebnis.

Gemeldet hatten schließlich 23 Boote in drei offenen Klassen, also insgesamt ca. 60 Segler und Seglerinnen des Gast gebenden Vereins sowie der anderen Vereine vom Werbellinsee. Aber auch Gäste von weiter her nahmen teil: an Bord der „Dochnoch“, dem 20er Jollenkreuzer von Skipper Hendrik Reinhardt z.B. ein Sportsfreund aus einem Hamburger Segelclub.

Offene Klassen bedeutet, dass Boote aller Art gegeneinander antreten konnten und entsprechende Nach- bzw. Vorteile über den so genannten Yadrstick-Faktor ausgeglichen wurden. Gestartet wurde diesmal unweit des Barschberges, also in relativ flachem Wasser. Zum Start gegen 13.00 Uhr waren die Bedingungen i.O.: leichter Ostwind und Sonnenschein. Kurze Zeit später aber flaute der Wind stark ab auf kaum noch eine Windstärke. Zum Glück für die Segler wurde mit einem Zeitfenster von 30 Minuten gestartet, so dass es auch die langsameren Starter noch rechtzeitig über die Linie schafften. Aufgrund des abflauenden Windes entschied Wettfahrtleiter Mario Drechsler dann auf Bahnverkürzung und verlegte die Ziellinie auf die Höhe der Wendemarke unweit der Europäischen Jugend- und Begegnungsstätte Altenhof.

Dies geschah gerade noch rechtzeitig, um den Zieldurchgang der ersten Jacht aus der Gruppe der Jollenkreuzer, der o.g. „Dochnoch“, ordnungsgemäß protokollieren zu können; Zielzeit: 51:03 Minuten. Platz 2 bei den sieben Jollenkreuzern ging an die Crew um Ulf Ploschenz aus Altenhof und Platz 3 an den Jugendwart von Stahl Finow; Maik Jäckel, der mit Jasmin Schmidt gesegelt war.
Während der Verlegung der Ziellinie hatten aufkommende Wolken und einige erste Tröpfchen schon einen Wetterumschwung angekündigt und kurz nach dem ersten Zieldurchgang kam dieser dann auch mit vollen Zügen: der Wind frischte deutlich auf (positiv für die Segler), aber zugleich begann es zunehmend stärker zu regnen; ergänzt sogar um etwas Donner und einige Blitze über Joachimsthal (eher unangenehm). Dennoch wurde die Wettfahrt nicht abgebrochen und alle Segler wurden zwar nass bis auf die Haus, kamen aber regulär ins Ziel und hinterher auch noch sicher in den Hafen in Wildau.

Unmittelbar nach der „Dochnoch“ hatte Skipper Rene Kardokus aus der Klasse der Kielboote das Ziel erreicht und da er etwas später als die „Dochnoch“ gestartet war, damit nicht nur den Sieg in seiner Klasse, sondern auch den Gesamtsieg, die so genannten „schnellste Runde“ mit einer Zeit von 49:50 Minuten ersegelt und damit das „Blaue Band“ des Werbellinsees für 2018 geholt. In der „großen“ Klasse ging Platz 2 an die Crew um Achim Röller auf der Nessie und Platz 3 Gerd Ritter auf der Shark. Angetreten waren hier neun Boote.

In der dritten Gruppe, den sieben Jollen, ging der Sieg verdient an Bernd und Ruth Müller, die mit ihrem Piraten die Distanz in 58:35 Minuten zurückgelegt hatten und damit ca. vier Minuten schneller waren als der Zweitplatzierte und erste Einhandsegler Dr. Thomas Pötsch auf einer Seggerling.

Lobend erwähnte der Wettfahrleiter aber insbesondere auch den hervorragenden dritten Platz der besten Jugendbesatzung, nämlich Nils Grosse und Jano Grimm, die auf dem 420er Nr. 54023 in 1:04:55 ins Ziel gekommen waren.

Jeder Klassensieger durfte den begehrten Wanderpokal mit nach Hause nehmen, alle Teilnehmer erhielten ein Urkunde und die besten drei in jeder Klasse ein Erinnerungsglas an 2018.