SV Stahl Finow Abteilung Segeln Rotating Header Image

Jugend

Stimmt mit ab: Barnimer Sportlerwahl 2016

Achtung: hier ist der Link zur Barnimer Sportlerwahl 2016.

https://www.umfrageonline.com/s/Sportlerwahl2016

Bis zum 17.11. kann jeder voten, aber maximal einmal pro Tag.

Unterstützt Christopher und Christian bei den Männern Ü 18, aber auch die jugendlichen Kanuten bei den Sportlern U 18.

Toralf Reinhardt

Spandauer Eiscup 2016

Krönender Abschluss der Regattasaison
Brandenburgische Segler überzeugen in Berlin

Auf der letzten Ranglistenregatta des Brandenburger 420er Perspektivkaders lieferten die Segler der Leistungsgruppe von Jan Sternberg zum Saisonabschluss 2016 eine hervorragende Leistung ab. Die Dominanz der Brandenburger Segler mit 9 Teams, war nicht nur quantitativ hoch, sondern auch in der Qualität der Leistung konnte man den hohen Stand der 420er Leistungsgruppe sehen.
Der Spandauer Eis Cup ist der Jahresabschluss der Berliner Segler und zeigt den Sportlern vor der Winterpause, wo sie im Moment leistungsmäßig stehen. Natürlich werden auch im Winter Regatten gesegelt. Zum Beispiel steht bei den Brandenburger Teams in diesem Jahr noch die Imperia Regatta in Italien auf dem Programm. Der Spandauer Yacht Club richtet seine 420er Abschlussregatta schon seit Jahren auf dem Wannsee an der Großen Breite aus. Diese Regatta wird über 2 Tage mit 5 Wettfahrten durchgeführt und verlangt von den Seglern einiges an Können ab.

Besonders Jasmin Schmidt (SVSF) und Nele Marie Willms (SVPA) zeigten als neues Damenteam neben einer hervorragenden seglerischen Leistung auch starke Nerven auf der Zielkreuz. In ihrer zweiten gemeinsamen Regatta ersegelten sie sich einen hervorragenden 2. Platz und es zeigte sich, dass die gemeinsame Trainingswoche in Warnemünde Früchte getragen hat. Nach dem unglücklichen 4. Platz beim Saubuchtrennen in Potsdam konnten die beiden Talente hier ihre ganze Stärke zum Tragen bringen.

Besonders am Samstag war mit dem böigen Wind auch Bootsgefühl gefragt, da unerwartete Böen bis 5 Bft so manches Boot unter Spinnaker zum Kentern brachten. Zwei Mannschaften mussten vorzeitig aufgeben, da nach der dritten Durchkenterung die Kraft fehlte die Wettfahrten fortzusetzen. Auch waren diese Teams glücklich über die warmen Decken der DLRG.

Das gesamte Spitzenfeld lag zum Schluss punktemäßig sehr dicht beisammen und zeigte, wie hoch das Niveau der ersten 10 Boote war. Am Sonntag gelang es Jasmin und Nele das Favoriten-Team des VSaW in der letzten Wettfahrt um Haaresbreite zu schlagen. Von Anfang an setzten sich drei Boote vom Gesamtfeld ab und lieferten sich während der 5. Wettfahrt spannende Zweikämpfe, sowohl auf der Kreuz, als auch auf den Spikursen.

Mit einem 6. Platz haben auch Melissa Kleiß und Katharina Tharra vom PSV gezeigt, dass sie zur Führungsspitze zählen. Aber auch das Team Maximilian Kramer und Florian Berner vom SVEW konnten besonders am Samstag ihre Stärke bei Starkwind zum Tragen bringen und lagen am Samstagabend auf Platz 4. Mit einer Gesamtplatzierung auf Platz 7 haben auch sie, auf dieser Regatta eine hervorragende Leistung abgeliefert und gezeigt, dass sie zur Spitze gehören. Ein weiteres Damen-Team des PSV ersegelte sich mit dem 12. Platz ein sehr gutes Ergebnis. Weitere Ergebnisse waren Platz 14 Jacob Eggert und Jacob Emmer vom SVEW, Platz 15 Nicolas Pohl und Karen Fischer vom SgSP, Platz 16 Antonia Voigt und Hannah Sophia Weggässer SVEW und Platz 20 Jenny Wöling (SgSP) mit Lena Schenke (PSV) .

Neben den Trainingslagern an der Cote d’Azur steht diesen Winter sehr viel Sport auf dem Programm der jungen Sportler als Vorbereitung für das kommende Jahr.

brandenburgsegler

Vier Tage in Tallin – Ein Bericht

07. August
Heute war Vermessung angesagt. Eigentlich eine ganz entspannte Angelegenheit, wenn sich nicht grade alle vordrängeln und sich nur wenige an ihre Zeiten halten. Wir waren um halbelf dran. Es ist nichts Besonderes, es wird das Mastunterteil montiert und der Baum befestigt. Der Rest wird entfernt und auf das Boot gelegt. Es gab jedoch eine Sache die ich vorher noch nie gehabt habe – Bugnummern, Wir mussten sie vorne direkt hinter das Laserzeichen aufkleben. Nach einer halben Stunde war ich dran, eigentlich sollte alles reibungslos durchgehen da auch in Travemünde alles abgenommen wurde. Doch dann gab es ein Problem mit meinem Mastoberteil, die unterste Manschette war nicht vermessungskonform und so mussten wir ein Neues holen, welches dann durchging. Wir waren dann alle gegen 12 Uhr fertig, der nächste Programmpunkt war Training am Nachmittag, allerdings ließ uns der Wind im Stich und so machten wir alle zusammen einen Ausflug zum Wasserfall Jägala, er ist 50 Meter breit und 8 Meter hoch. Danach ging es weiter zum Teletorn (Estnisch für Fernsehturm), die Aussicht war wirklich großartig, da in dem Raum Fenster auf Sichthöhe waren und man so 360 Grad um sich gucken konnte.

08. August
Es ist der letzte vor den ersten Wettfahrten. Es war schönstes Segelwetter mit guten 4-5 Bft. Wir nutzten noch einmal das gute Wetter und machten eine lange Trainingseinheit, welche aus langen Kreuzen und Vorwinden bestand. Am Ende des Trainings nahmen wir noch am Practice Race teil. Es war relativ diszipliniert und wurde erst 30 Sekunden vor Start angezogen. Es stellte sich raus, dass die erste Kreuz sehr lang war. Sie war 1 nm lang und ging ca. 17 min. Wir waren gegen 15 Uhr an Land und um halb 6 sollte die Eröffnungszeremonie beginnen. Wir trafen uns alle am Flaggenmast, es waren alle Segler da und am Flaggenmast hingen schon die Flaggen der teilnehmenden Nationen. Nach einer langen Rede des Vereinsvorsitzenden, welcher mit 70 Jahren ORC-Europameister ist, sprachen nun noch der EurILCA Vorsitzende und der Wettfahrtleiter, er sah sehr jung aus und schien sehr freundlich und locker zu sein. Nach den Reden und Anekdoten an die Olympischen Spielen von 1980, (der Ausrichter war eigentlich Russland jedoch wurden die Segelwettbewerbe nach Tallinn gelegt, da Estland damals zur UdSSR gehörte) wurde die EurILCA Flagge und die Flagge des Events gehisst zu dem Song „Sail“ von Awlonation. Wir blieben noch ein wenig und haben Eis und Snacks gegessen. Dann ging es ins Kloster, da wir fit sein wollten für den ersten bevorstehenden Wettkampftag.

09.August
Für heute waren die ersten beiden Rennen der Qualifikationsserie geplant. Es war sehr vorhersehbar, dass es sehr viel Wind geben wird, jedoch wussten wir nicht wie viel genau, da die Wetterprognosen sehr ungenau waren. So kamen wir alle pünktlich an, zogen uns um und bauten die Boote auf. Im Hafen sah der Wind noch händelbar aus und so wurde zu unserer Verwunderung AP hochgezogen. Nachdem wir erfuhren, dass es draußen Böen gab welche über die 30 Knoten gingen, verstanden wir die Entscheidung der Wettfahrtleitung. So begann das lange Warten, es war eigentlich recht unspektakulär wobei der Wind zunahm. So wurde nach 2 Stunden auf einmal AP runtergenommen, wir beeilten uns und dachten wir fahren raus, jedoch stellte sich nach 10 Minuten raus, dass das nur ein Kommunikationsproblem war. Das Warten ging weiter, nach 5 ½ Studen Startverschiebung wurden die Rennen auf den nächsten Tag verschoben.

10. August
Heute war der 2. Tag. Der Wind hat über Nacht nachgelassen und war nun sehr gut händelbar. Ich war dem Silberfleet zugeordnet was bedeutet, dass ich den 2. Start hatte. Die Startreihenfolge blieb immer gleich. Erst die gelben Jungen dann die blauen Jungen, zum Schluss kamen die Mädchen. Wir segelten einen Trapezkurs, bei welchem unsere zweite Kreuz auf der Außenseite lag. Die 2 Rennen wurden schnell durchgezogen, so dass wir gegen 16 Uhr wieder an Land waren. Es lief bei mir nicht ganz so gut, im ersten Rennen sah es sehr lange gut aus jedoch bin ich auf der Kreuz etwas zu weit links rausgefahren, so dass ich bei der Annäherung an die 1 gegen den Dreher fahren musste und dadurch viele Boote verloren habe. Im zweiten Rennen lief es taktisch gesehen besser nur war mein Start wieder einmal mein großes Problem und so fuhr ich grade mal ins dritte Viertel. Zurück an Land trafen wir uns zur Besprechung und Auswertung, anschließend gingen wir nachhause.

Niklas Schulz

Stahl Finow bei der Jugend-Europameisterschaft Laser Radial 2016

Bild TallinDie Sommerferien begannen, und der erste Saisonhöhepunkt war gerade absolviert. Nach der erfolgreichen Teilnahme an der Travemünder Woche stand der eigentliche Höhepunkt vor der Tür. Die Jugendeuropameisterschaft im Laser Radial in Tallinn (Estland). Zur Teilnahme hatten sich von unseren Seglern Anselm Klein aus Potsdam, Carolin Müller aus Fürstenberg sowie vom SV Stahl Finow Niklas Schulz, Anna-Klara Krömke und ich, Jasmin Schmidt. Betreut wurden wir vom amtierenden Deutschen Meister im Laser Standard und Trainer Lukas Feuerherdt aus Brandenburg a. d. Havel
Die Reise begann am 02.08. Der Großteil der Segler flog mit Familie, wobei Familie Krömke den gesamten Weg von Bernau nach Tallinn mit 2 Bussen und 4 Booten beschreiten durfte (ca.1500 km).

Dazu der Bericht von Anna:

Unsere Reise nach Tallinn startete für uns am Montag, den 1. August 2016 um 4 Uhr morgens. Es ist noch dunkel, doch die Krömkes stehen vorbereitet, in Thrombosestrümpfen vor dem Transportgespann, bestehend aus 2 Transportern, einem Motorboothänger, 5 Booten
und 4 Fahrern.
Das erste Etappenziel: Warschau. In Warschau dann eine erste Pause, schneller Fahrerwechsel und weiter ging es. Als Tagesziel wollten wir es noch hinter die litauische Grenze schaffen. Bis Warschau konnten wir auf einer gut ausgebauten Autobahn fahren und kamen zügig voran. Leider verliessen uns nach Warschau die guten Strassen und es folgte eine einspurige Schnellstraße, welche viele Überholmanöver zur Folge hatte. Um
Mitternacht hielten wir dann in Bauska (Lettland) und gönnten uns unseren wohl verdienten Schlaf. Am Morgen ging es dann auch schon weiter nach Riga, wo dann eine lustige Stadtrundfahrt mit unserem Gespann folgte. Schließlich kamen wir am Dienstag, den 2. August um 18 Uhr in Tallinn an. Das 2001 erbaute, großzügige und moderne Kloster mit seinem überaus einladendem Gästehaus und den herzlichen Nonnen des Birgittenordens ließen sofort alle Strapazen der Anreise vergessen. Der Sporthafen war nur 500 Meter entfernt. Das restliche Team kam fast zur selben Zeit in Tallinn mit dem Flugzeug an.

Anna Klara Krömke

Anna Klara Krömke

Tallinn und Training
Den ersten Tag verbrachten wir damit, das Hafengelände zu erkunden, die Boote abzuladen, das Material zu checken und die Altstadt zu besichtigen. Bei herrlichem Wetter entdeckten wir die Sehenswürdigkeiten Tallinns. Am nächsten Tag sollte es bereits aufs Wasser gehen,
um das Revier kennen zulernen. Bei stürmischen Windbedingungen erkundeten wir Landformationen, das Wellenmuster, Strömungen und Windsysteme. Unser Trainer Lukas Feuerherd, ein ehemaliger Laser Leistungssportler, konnte uns wertvolle Tipps vermitteln und hat die Trainingseinheit aufgrund der kraftzehrenden Wetterlage verhältnismäßig früh beendet. Kraft und Motivation sollen nicht bereits am ersten Tag aufgebraucht sein.
Neuer Tag und neue Bedingungen. Weniger Wind und kleinere Wellen ermöglichten uns einen vorteilhaften Einstieg in die Technikvorbereitung. Es folgte eine lange intensive Trainingseinheit, in der alle Segler ihre Segeltechnik an Wind und Welle anpassen konnten. Auch nach aktiver Segelzeit prägte der Sport, in Form von Auslaufen und Lockerungan Land, unsere Wettkampfvorbereitung. Ein dritter Segeltag wurde uns, aufgrund von zu wenig Wind, verwehrt. Stattdessen trieben wir Sport und besichtigten einen, in der Nähe liegenden, Wasserfall und genossen den Ausblick vom Fernsehturm Tallinns.

Bericht Tallinn – Anna

Jetzt wieder Jasmin:

Am Ziel angekommen, wurden wir alle bereits im Gästehaus erwartet. Wegen der super Lage und der spirituellen Ruhe haben unsere Eltern eine Unterkunft im Gästehaus des Pirita Klosters gebucht. Dieses Kloster wird heute von Nonnen des Ordens der Birgittiner Schwestern bewirtschaftet. Entgegen unserer Befürchtungen stellten sich die Schwestern als total cool heraus und wir hatten überall WLAN im Convent.
Austragungsort war der Hafen, an dem die Olympischen Spiele von Moskau 1980 ausgetragen wurden. Damals war Estland von der Sowjetunion okkupiert. Was sich bis heute in Architektur und Sprachbild des Landes zeigt.
Bevor die Meisterschaft starten konnte, musste das Revier erkundet werden, dazu dienten 4 Trainingstage.
Damit wirklich alle die gleichen technischen Voraussetzungen im Kampf haben, wurde eine Vermessung aller Boote und Bootsteile durchgeführt. Anschließend fand eine feierliche Eröffnung mit den 140 teilnehmenden Seglern Europas aus 26 Staaten und ihrer Begleitungen statt.
Während der Trainingstage hatten wir eher wenig Wind, was sich am ersten Tag mächtig änderte. Da fielen die Wettfahrten wegen zu starken Windes aus.
Die darauffolgenden Wettfahrttage verliefen wie geplant, jedoch trieben die Windbedingungen die Segler an ihre körperlichen Grenzen. Niklas kämpfte verbissen mit der Fairness seiner Gegner. Anna-Klara segelte um Platz 26. Meine Erfolgschancen waren wegen des starken Windes eher bescheiden und ich musste mich mit Platz 15 in der Wertung der unter 17 jährigen zufrieden geben.
Jasmin Schmidt
Schließlich konnten auch am letzten Tag keine Rennen mehr stattfinden wegen unbeständiger Winde.
Jugendeuropameisterin wurde Hanna Anderssohn aus Rostock, welche ihre seglerischen Anfänge am Schwielochsee hatte.
Abgesehen von der JEM war Tallinn ein Highlight für sich. Wir fanden immer etwas Zeit, um in den Abendstunden die Altstadt zu erkunden.
Nachdem sich die 14 Tage dem Ende neigten, hieß es Abschied nehmen. Der Abflug für die Segler um 5:30 Uhr morgens, ließen auch Thomas und Torsten aufbrechen um den ganzen Transport zurück zu bringen.
Während wir gegen 9:00 wieder in Berlin landeten, kamen die beiden Väter unbeschadet 3 Tage später in unserem Heimatverein Stahl Finow in Wildau an. Nun war erstmal Urlaub angesagt, um abzuschalten und neue Kraft zu sammeln.
Ich freue mich schon auf den nächsten Höhepunkt zur Deutschen Meisterschaft in Wismar.

SONY DSC

SONY DSC

Stahl Finow auf dem Schwielochsee 2016

Flaute auf dem Schwielochsee
Am vergangenen Wochenende waren die Segler von Stahl Finow erneut mit einem starken Team zu Gast bei Brandenburgs größter Segelregatta auf dem Schwielochsee und zwei Wochen nach der Internationalen Deutschen Meisterschaft war erneut der (zeitweise) fehlende Wind das Hauptproblem.

Trotz Anreise am Freitagabend, konnte am gesamten Sonnabend nicht gesegelt werden. Gegen 09.30 Uhr wurde zunächst Startverschiebung gesetzt und die Masse der über 200 Segler in den sieben Bootsklassen blieb an Land. Einige versuchten nach dem Mittag das Wetter zu bezwingen, aber bei einer leichten Windstärke eins, die auch nur zeitweise wehte, kam außer Baden nichts zustande. Gegen 16.00 Uhr wurde dann der allgemeine Abbruch signalisiert und die SeglerInnen konzentrierten sich auf das Bei-Programm an Land, mit Disco und Grillen.
Nach einer deshalb kurzen Nacht ging es dann am Sonntag erneut aufs Wasser und bei jetzt zwei bis drei lauen Windstärken und dauerhaftem Sonnenschein konnten auch in allen Klassen drei Wettfahrten gesegelt werden. Während die Opti-Einhand und die Cadet-Zweihandsegler dabei auf einen kleinen Kurs unmittelbar am Vereinsstandort des Gast gebenden SC Schwielochsee starteten, mussten die größeren Segler der verschiedenen Laser-Klassen, Europe, OK, 420er und Piraten weiter raus auf den nördlichen Teil des Sees.

Mit großer Konsequenz und relativ kurzen Kursen gelang es der Wettfahrtleitung tatsächlich in allen Klassen drei Wertung relevante Wettfahrten zu segeln und damit die Anforderungen einer Ranglistenregatta wie auch der Wertung als Landesmeisterschaft gerecht zu werden. Die meisten Bootsklassen starteten auch relativ diszipliniert, lediglich die Laser mussten mehrfach mit der Black-Flagg-Regelung zur Ordnung gebracht werden (d.h. wer zu früh über die Linie fährt, wird sofort für die Wettfahrt komplett gesperrt).

Im Ergebnis wurde zwar im Gegensatz zum Vorjahr kein Sieg, dennoch aber durchaus achtbare Platzierungen erreicht. Insbesondere Lucas Wiese und Hans Reinhardt wurden als zweibeste Brandenburger insgesamt 5. in der Klasse der 420er (von 21) und kamen trotz des wenigen Windes und ihres für die Bootsklasse relativ hohen Eigengewichtes deutlich besser klar, als selbst erwartet. Damit hatte Hans als Trainer aus dem Trainingslager vom Werbellinsee allen seinen Schützlingen der Vorwoche, die hier mit am Start waren, erneut gezeigt, dass er (noch) der bessere Segler ist. Der Sieg ging in dieser Klasse wie so oft an Paula und Richard Struthoff aus Sachsen. Bei den 26 Lasern Radial wurden die vier Stahl Finower Jasmin Schmidt in der Landeswertung 5., Anna Klara Krömke 6., und Niklas Schulz 8. von 26 Teilnehmern. Aufgrund des zu hohen Alters wurde Alexander Schmidt zwar vor Niklas Schulz platziert, aber bei der Landesjugendmeisterschaft nicht mit gewertet. Der Sieg ging an Philipp Walkenbach vom den Potsdamer Adlern, ebenso wie die Plätze 2 und 3.
Bei den kleineren Lasern 4.7 wurden Ole Kardokus und Theresa Schmidt 14. bzw. 15. von 20, der Sieg ging an Urs Millert von den Potsdamer Adlern. Und bei den Piraten erreichte Steuermann Christopher Jantz nch dem dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft diesmal mit Vorschoter Willi Mews Rang 6 von 17 Booten. Der Sieg ging nach Berlin.

Alle Ergebnisse unter www.sc-schwielochsee.de .

Trainingslager 2016

Bojenrundung

Mit 76 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen zeichnete sich das traditionelle Trainingslager der Segler von Stahl Finow in diesem Jahr vom 21.-26.08. erneut durch eine Rekordbeteiligung aus.

Neben einer starken Gruppe einheimischer Segler und Seglerinnen kamen die Teilnehmer von den Partnervereinen des Eberswalder Reviers, aber auch anderen Brandenburger und Berliner Segelvereinen.
Elf Anfänger waren in der Opti-Gruppe zu betreuen, von denen der Jüngste erst fünf Jahre alt war. Dazu kamen 28 weitere Optimisten in den Klassen A und B. In den größeren Ein-Hand-Klassen traten 15 Laser 4.7 und Radial sowie ein Laser Standard zu Training an und in der Zwei-Hand-Bootsklasse 420er trainierten 21 Jugendliche auf zehn Booten. Betreut wurden sie von zwölf ehrenamtlichen Trainern und umsorgt von einer Küchencrew von weiteren sechs ehrenamtlichen Sportlern.

Eröffnet wurde das Trainingslager in diesem Jahr bereits am Sonntagmittag durch den seinen Leiter Maik Jäckel, den stellvertretenden Jugendwart von Stahl Finow. Nach dem Mittag sollte dann nach der Vorstellung der Trainer und der Begrüßung ihrer Gruppen eigentlich die erste Trainingseinheit starten. Aufgrund einer Unwetterwarnung wurde aber lieber erst abgewartet und tatsächlich folgte einem Wolkenbruch artigen Regenfall eine Flaute, die jedes Segeln unmöglich machte. Am Montagvormittag war das Wetter besser und bei zwei Windstärken wurde am Vormittag in den einzelnen Gruppen zunächst mit einer Kennenlern-Wettfahrt begonnen, um die Stärken und Schwächen der einzelnen Kinder und Jugendlichen herauszuarbeiten.

Ole und Theresa Jolie und Noel
Am Nachmittag folgte dann ein Manövertraining, d.h. Wenden und Halsen unter Kamera-Begleitung, wobei die Video-Sequenzen nach dem Abendbrot ausgewertet wurden.

Der Regeltag für die Sportler begann dabei um 07.15 Uhr mit Frühsport (am Montag z.B. Laufen und am Dienstag Schwimmen), es folgten das Frühstück um 08.00 Uhr und der Trainingsbeginn um 09.00 Uhr. Nach dem Mittag gegen 13.00 Uhr begann i.d.R. gegen 14.00 Uhr das Nachmittagstraining und nach dem Abendbrot 18.30 Uhr meist noch die Auswertung der Tagesleistungen. Nachtruhe für die kleinen Anfänger war um 21.00 Uhr, für die übrigen Optis um 21.30 Uhr und für die „großen“ Laser- und 420er-Segler um 22.00 Uhr.

Diesem Muster folgend wurde am Dienstagvormittag bei 2 -3 Windstärken weiter an den Manövern wie Wenden und Halsen gearbeitet. Am Nachmittag bei abnehmendem Wind und zunehmender Sonne wurden dann Dreiecke und schließlich rückwärts gesegelt, um die Bootsbeherrschung zu trainieren. Bis schließlich die Boote aufgrund völliger Flaute in den Hafen von Wildau zurück geschleppt werden mussten. Genutzt wurde die Flaute aber auch zur theoretischen Schulung: der erfahrene Wettfahrtleiter Christoph Laska erklärte so z.B. den Regattaseglern die neuesten Änderungen der Wettfahrtregeln, die entsprechend turnusmäßig zur Olympiade in Rio erfolgten.

Am Mittwoch setzte sich die Flaute fort, so dass das Training mit allgemeiner Konditionierung fortgesetzt wurde. Beispielhaft wurde vormittags ein Volleyball-Match zwischen Gruppen Laser und 420er durchgeführt, während die Optis das Kentern und Wieder-Aufrichten der Boote sowie das Schleppen im Verband übten. Am Nachmittag wurde die Wasserbeherrschung wie die Kondition der Größeren getestet und diese mussten ca. 70 Minuten parallel zum Ufer über den Werbellinsee bis hinter den Süßen Winkel schwimmen und dann zurück joggen, wofür sie nur 15 Minuten brauchten. Trotzdem besiegten sie am Abend noch in einem denkwürdigen Volleyball-Match ihre Trainer.

Am Donnerstag war der Wind zurück und am Vormittag konnte in allen Gruppen wieder gesegelt werden. Besonderen Spaß hatten die Kinder und Jugendlichen dann am Nachmittag. Im „Free Sailing“ (d.h. jeder wie er will und so schnell er kann) ging es für alle quer über den See bis zum EJB. Dann wurden dort alle Boote zusammen gebunden und es ging gemeinsam zum Eisessen nach Altenhof. Abends folgte dann der traditionelle Elternabend mit einer Fotoschau der vergangenen Tage und am Freitagvormittag noch die Abschlussregatta mit jeweils zwei Wettfahrten in allen Gruppen bei gerade noch segelbaren wieder knappen zwei Windstärken.

Deutlich wurden hier die erreichten Erfolge und auch die noch erforderlichen weiteren Verbesserungen. Und fast alle Teilnehmerinnen gingen erschöpft, aber zufrieden und mit zahlreichen neuen Erfahrungen und Erlebnissen in die letzte Ferienwoche.

Als der Leiter Maik Jäckel die Teilnehmer nach einem Dank an die Betreuer am Freitag nach dem Mittag dann mit dem üblichen „Goode Wind – Ahoi“ verabschiedete, nutzten einige Teilnehmer so gleich die Chance, sich vor Ort schon für das nächste Trainingslager 2017 anzumelden.
Die nächste Regatta folgte aber bereits unmittelbar am Sonnabend.

Toralf Reinhardt

Teilnehmerrekord beim 2. Askaniercup

Jasmin Schmidt bei der Wende
Jasmin Schmidt bei der Wende

Doppelter Erfolg für Stahl Finow: Mit 156 Meldungen in den fünf Bootsklassen Laser Radial und Laser 4.7 sowie Opti A, B und C wurde beim 2. Askaniercup auf dem Werbellinsee am 25.+26.06.16 ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt und mit dem Bernauer Niklas Schulz konnten die Gastgeber in der größten Klasse auch den Sieg einfahren.

(Und mit Platz 2 für Jasmin Schmidt aus Britz, zeigte sich hier eine deutliche Dominanz der einheimischen Segler.)

Angeregt durch den Brandenburger Landestrainer Jan Müller, hatte sich der Verein entschieden, erstmals den Askaniercup der Laser-Segler gemeinsam mit der großen Opti—Ranglisten-Regatta auszutragen. Dadurch wurde zwar der organisatorische Aufwand wesentlich erhöht, aber insgesamt wird es damit in diesem Jahr bei Stahl Finow eine Veranstaltung weniger geben. Und vor allem wurde der Termin damit für Eltern bzw. Vereine, deren Kinder in verschiedenen Altersklassen starten, attraktiv.

Beispielsweise reisten kurzfristig am Sonnabendvormittag noch fünf hervorragende polnische Segler aus Stettin an, darunter die vier Geschwister Cymerman. Und während der älteste Bruder Jakub mit zwei Siegen in vier Wettfahrten Platz 2 bei den Laser 4.7 holte, erreichten seine jüngeren Geschwister Maks und Asia Platz 4 und 10 (von 46) bei den Optis A sowie Maciek den Platz 35 (von 65) bei den Optis B. Und auch der fünfte polnische Teilnehmer Filip Miloszewski wurde letztlich nach zwei Siegen in vier Rennen in der Klasse Opti A nur knapp von Cosima Schlüter aus Berlin geschlagen, die die beiden anderen Wettfahrten gewann und die besseren weiteren Platzierungen hatte. Bester Brandenburger wurde hier Marino Rychlitzki von Einheit Werder auf Platz 3.

Veranstaltungsleiter Toralf Reinhardt hatte diesmal gleich drei Wettfahrtleiter mit im Boot, Christoph Laska für die Opti A und B, Frank Simonis für die Opti C sowie als Gast vom SSVaW Knut Hohenstein für die Laser-Klassen. Und um alle Sportler mit ihren Booten und Zelten unterzubringen, unterstützten die Kanuten von Stahl Finow die Segler durch die Bereitstellung ihres nahe gelegenen Geländes. Und auch die Gemeinde unterstützte den Event, indem erneut die Boots-Trailer auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Eichhorst abgestellt werden konnten.

Schwierigkeiten bereite den Seglern naturgemäß vor allem das Wetter: Umlaufende bzw. drehende schwache Winde aus Ost bis Südost führten am 25.06. neben der seglerischen Ungeduld bei den größeren Bootsklassen zu mehreren Startabbrüchen. Im Angesicht der heraufziehenden Gewitterfront musste dann am frühen Sonnabend Nachmittag zudem der See geräumt werden, so dass bei den Laser-Klassen sowie den Opti A und B lediglich eine komplette Wettfahrt durchgefahren und gewertet werden konnte. Nur die zwölf Optis C schafften am Sonnabend drei Wettfahrten. So allerdings erwischte der Starkregen die Segler erst an Land und mit Ausnahme mehrerer undichter Zelte und einiger weg geflogener Segel blieben größere Schäden aus.

Am Sonntag mussten deshalb jeweils mindestens zwei Wettfahrten geschafft werden, um als Regatta auch Ranglisten relevante Ergebnisse zu generieren. Bei stabilen zwei bis vier Windstärken (10 – 11 Knoten) aus West konnten aber sowohl Knut Hohenstein als auch Christoph Laska mit jeweils beiden Bootsklassen drei Wettfahrten „durchziehen“, so dass sogar noch ein „Streicher“ für das jeweils schlechteste Einzelergebnis möglich wurde. Gesegelt wurde im Übrigen meist fair und sportlich, was aber auch an den fünf eingesetzten Wasser-Schiedsrichtern liegen kann. Jedenfalls wurde im Ergebnis kein einziger Protest eingereicht, wenn auch einige zu schnelle Starter auf dem Wasser mit der Black-Flagg-Regel disqualifiziert und andere Segler wegen „unerlaubten Vortriebs“ gemahnt werden mussten. Wegen unerlaubten „Schleppens in der Vorbereitungszeit“ führte Wettfahrtleiter Laska zudem zwei persönliche Gespräche mit den betroffenen Seglern, Eltern und Trainern.

Neben Sieg und Platz 2 bei den Lasern Radial, erreichten die Stahl Finower Tom Zwicker Platz 6, Julie Bailleu Platz 10, Ole Kardokus Platz 16 und Friedrich Kräft Platz 17 bei den Lasern 4.7. Sieger wurde hier Lorenz Schüler aus Bad Saarow. Bei den Optis A wurde Theresa Schmidt 38., bei den Optis B gingen die Plätze 22 an Nils Grosse und 32 an Joelle Bailleu. Ähnlich wie bei den Optis A holte den Gesamtsieg hier eine Berliner, nämlich Charlotte Royeck mit 13 Punkten. Die Plätze 2 und 3 gingen an Friedrich Klose aus Kirchmöser und Jacob Schäcke vom Potsdamer Seglerverein.

Besonders freute sich auch Edwin Fielitz vom Gast gebenden Verein, der bei seiner allerersten Regatta in der Klasse Opti C insgesamt zwar „nur“ den vierten Platz holte, aber immerhin zwei der fünf Wettfahrten gewonnen hatte! Die Plätze 1, 2, 3 und 5 gingen hier zum Yachtclub Berlin-Grünau. Glückwunsch!

Nächster Höhepunkt im Verein wird jetzt die traditionelle Werbellinseeregatta sein, aufgrund der danach auf dem Schwielochsee folgenden Deutschen Meisterschaft in den Klassen Pirat und XY-lon erstmals bereits am ersten Wochenende im August.

Alle Ergebnisse unter www-stahl-finow-segeln.de .

Toralf Reinhardt

Edwin Fielitz bei Tonne 1
Edwin Fielitz bei Tonne 1

Bilder von den Opti A und B beim Askaniercup 2016

DSC07452

DSC07443

DSC07439

DSC07438

DSC07435

DSC07423

DSC07422

DSC07421

DSC07407

DSC07404

DSC07403

DSC07396

DSC07392

DSC07390

DSC07389

DSC07372

DSC07363

DSC07359

DSC07352

DSC07350

DSC07348

DSC07345

DSC07340

DSC07330

DSC07494

DSC07486

DSC07483

DSC07481

DSC07478

DSC07476

DSC07475

DSC07473

DSC07470

DSC07466

DSC07460

DSC07454

Edwin Fielitz bei Tonne 1

Wende bei den Lasern

Stahl Finow erfolgreich beim 2. Werlcup

image

(Auf dem Bild: die drei besten Stahl Finower Segler und Schiedsrichter Christoph Laska)

Die zweite Ranglistenregatta des Saarower Segler Vereins am Werl e.V. (früher Pneumant Fürstenwalde) fand am vergangenen Wochenende unter sehr schweren Bedingungen für Wettfahrtleitung und für die Segler auf dem Scharmützelsee statt und  Stahl Finow war mit fünf Startern dabei.

Ranglistenregatten sind für die Segler notwendig, um Punkte für die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft, die Europameisterschaft oder sogar für die Weltmeisterschaft zu sammeln. Voraussetzung für eine Einstufung als Ranglistenregatta ist, das mindestens drei Wettfahrten gesegelt werden, wobei zumindest bei einer Wettfahrt 10 Boote pro Klasse starten müssen.

Bei strahlendem Sonnenschein und in Spitzen immerhin 14 Knoten Wind konnte der Wettfahrtleiter Knut Hohenstein am 28.5.2016 pünktlich um 11.00 Uhr die erste Wettfahrt starten. Es starteten zunächst 13 Laser Radial und dann fünf Minuten später 18 Laser 4.7.

Leider schlief der Wind zunehmend ein. Da die Wetterprognose jedoch sehr unsicher war und sich auch fast stündlich die Berichte änderten, entschied die Wettfahrtleitung die Wettfahrt durchzuziehen, auch wenn die Segler sich von Windböe zu Windböe ins Ziel hangeln mussten. Danach ging aber leider gar nichts mehr. Der Wind war weg.

Am Sonntag wurde der Start um eine Stunde vorverlegt. Um 10.00 Uhr der erste Start. Wind aus Ost mit drei Windstärken. Plötzliche Winddreher mal in Richtung Nord und mal in Richtung Süd machten aus einem Kreuzkurs einen Anliegerkurs und ein Halbwindkurs wurde zum Vorwindkurs. Ziel für die Wettfahrtleitung war es, im Interesse der Segler zumindest drei Wettfahrten für die Wertung als Ranglistenregatta zu bekommen. Der Wind war gnädig und drehte auch immer wieder in die Ausgangslage Ost zurück. So konnten nach kleinen Korrekturen am Kurs an diesem Tag insgesamt drei Wettfahrten gesegelt werden. Mit der Wettfahrt aus dem Vortag war also mehr als das Notwendige erreicht und die Segler hatten die Möglichkeit, die schlechteste Wettfahrt aus der Wertung zu streichen.

In der Gesamtwertung gewann die Wettfahrten bei den Lasern Radial Alexander Schmidt von dem Sportverein Stahl Finow e.V. ,Abteilung Segeln, punktgleich vor seinem Vereinskameraden Niklas Leo Schulz. Nach verpatztem Start am Sonnabend hatte Schmidt am Sonntag mit einem fünften begonnen und dann die letzten beiden Wettfahrten gewonnen. Am Samstag hatte dagegen Niklas Schulz gewonnen und am Sonntag einen 10., einen 4. und einen 2. Platz erreicht. Dazu kam –knapp hinter Anselm Klein von den Potsdamer Adlern- ein hervorragender vierter Platz für Jasmin Schmidt, ebenfalls Stahl Finow e.V.  Vom heimischen Scharmützelsee konnten sich von der Seglergemeinschaft Scharmützelsee (SGS) Aline Lenke erst auf dem sechsten und Alexander Ranft auf dem elften Platz wiederfinden.

Bei den Laser 4.7 gewann Philip Walkenbach vom Segelverein Potsdamer Adler e.V. vor Lorenz Schüler vom ausrichtenden Saarower Seglerverein am Werl. Friedrich Kräft mit Platz 12 und Ole Kardokus mit Platz 16 zeigten hier noch Entwicklungsmöglichkeiten. (-alle Ergebnisse unter SSVaW-)

Nächster großer Termin für alle Stahl Finower Segler wird wohl der Askaniercup am 25.-26.06.  auf dem heimischen Werbellinsee sein.

Toralf Reinhardt (mit SSVaW)

Dreifacher Erfolg beim Athletiktest 2016

12801191
Aufgrund einer außergewöhnlichen Familienleistung konnten die Segler von Stahl Finow beim diesjährigen Athletiktest der Brandenburger Segler auch insgesamt die besten Ergebnisse erzielen. Gleich in drei Kategorien siegten die Kinder des Landesjugend- und Breitensportobmanns Segeln Torsten Schmidt- nämlich Theresa, Jasmin und Alexander aus Britz.
Erstmals seit seiner Einführung von ca. 40 Jahren fand der Athletiktest der Brandenburger Segler in Eberswalde statt, und zwar im Schulgebäude des Humboldt-Gymnasiums der Theorietest und in der nahe gelegenen Turnhalle der anschließende direkte Sporttest. In den vergangenen Jahren war der Test traditionell in Bad Saarow ausgetragen worden, aber der neue Landestrainer Jan Müller setzt jetzt auf wechselnde Orte in allen sechs Leistungsstützpunkten des Landes. Im nächsten Jahr steht deshalb Brandenburg a.d.H. an.
Organisiert wurde er im Auftrag des Verbandes Brandenburgischer Segler (VBS) durch den Sportverein Stahl Finow e.V., Abteilung Segeln.
Der Athletiktest dient zur Überprüfung der athletischen und konditionellen Voraussetzungen der Jugendsegler und –seglerinnen vor Beginn der Wassersaison. Dieser Test dient zudem der Kontrolle und als zusätzliches Motivationsmittel um sicherzustellen, dass in der Winterzeit eine kontinuierliche Vorbereitung auf die folgende Saison durchgeführt wird. Entsprechend besteht der Test aus zwei Teilen, einem Theorieteil, in dem es um Regeln und taktisches Verhalten auf dem Wasser geht, und dem reinen Sportteil. In diesem werden Übungen, die Gewandtheit, Koordination, Kopplungs-, Gleichgewichts- und Orientierungsfähigkeit fordern, einbezogen.
Der Sporttest besteht aus acht Stationen, die nach dem Theorietest nacheinander zu absolvieren sind. Bei Stationen, die auf Wiederholungen ausgelegt sind, wird eine maximale Zahl festgelegt. Andere Stationen werden auf Höchstleistungen hin absolviert.
Der Sieger in der Altersklasse Ü 18 Alexander Schmidt von den Stahl Finower Seglern musste bei den festgelegten Stationen bspw. 80 Aufrichten aus der Rückenlage, 60 Liegestütze und 70 Aufrichten aus der Bauchlage (am Kasten) erbringen. Zudem schaffte er 17 Klimmzüge, sprang 2,39 m aus dem Stand und absolvierte den Wendelauf in 8,85 Sekunden, den Kasten-Bumerang-Test in 26 Sekunden sowie den abschließenden 5000-Meter-Lauf in 19,29 Minuten. Aber auch im Theorietest hatte Alexander in diesem Jahr das beste Ergebnis seiner Altersklasse, im Gesamtranking aller Teilnehmer erreichte er damit Platz 2.
Das beste gewertete Gesamtergebnis insgesamt erreichte jedoch Hannes Braune (U 12m) vom Segelverein Märkischer Adler aus Brandenburg aufgrund einer für sein Alter hervorragenden Theorie- und Sportleistung, vom Sohn des früheren Landestrainers wurde aber auch einiges erwartet…
Insgesamt traten 72 Kinder und Jugendliche aus 18 Vereinen zum Test an, die in zwölf Kategorien gewertet wurden. Jüngste Starterin war Mia Hammer vom SC Schwielochsee mit sieben Jahren, die ältesten Teilnehmer waren wie z.B. Alexander Schmidt bereits 18 Jahre als.
Neben Alexander Schmidt erreicht seine Schwestern Theresa in der Altersklasse U 14w und Jasmin in der Altersklasse U 18 den ersten Platz (weiblich).
Weitere Siege gingen an Wolff Sander (Einheit Werder) in der U 10 m und Esther Schüler (SSV am Werl) in der U 10w, an Charlotte Fenger vom Eisenbahner Segelverein Kirchmöser in der U 12w, Nils Otto (MSV Brandenburg) in der U 14m, Lorenz Schüler vom SSV am Werl in der U 16m und Laura Pukropski vom Fürstenberger Yachtclub in der U 16 w sowie Veith Schneider (Lindow) in der U 18m sowie Christine Walkenbach (Potsdam) in der Ü 18w.
Stahl Finow selbst war mit neun Kindern und Jugendlichen dabei, die sich insgesamt alle achtbar präsentierten: Niklas Schulz erreichte den zweiten Platz in der U 18 m vor seinem Teamkollegen Tom Zwicker und ebenfalls Dritte wurde auch Anna Klara Krömke aus Wandlitz in der U 18w. Edwin Fielitz wurde 7. und Niklas Büttner wurde 8. in der U 12 m, mit 20 Startern der stärksten Altersklasse. Und in der U 16m wurde Ole Kardokus immerhin 10.
Der Landestrainer war aber neben der guten Teilnahme auch mit den erreichten Ergebnisse insgesamt zufrieden, wer mehr dazu wissen will: www.segeln-vbs.de.
Nächstes Saison-Highlight wird jetzt die regelmäßig zu Ostern auf dem Gardasee stattfindende internationale Optimisten-Regatta Vela Riva sein, verbunden mit dem ersten größeren Wassertraining für Optis und Laser.