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Jugend

Ergebnisse 65. Werbellinseeregatta

Liebe Segler,

aus technischen Gründen konnten die Ergebnisse der 65. Werbellinseeregatta erst heute auf unserer Homepage veröffentlicht werden. Ich bitte vielmals um Entschuldigung für die Verspätung.

Der Regattaobmann

Christian Eckart

3. Askaniercup 2017


Am vergangenen Wochenende trafen sich mehr als 100 junge Seglerinnen und Segler auf dem Werbelinsee zum nunmehr dritten Askaniercup.

Nachdem im Vorfeld der Regatta aufgrund zu geringer Meldezahlen die Durchführung für die Laser-Klassen abgesagt worden war, freute sich der Segel-Abteilungsleiter Toralf Reinhardt des Gast geben Sportvereins Stahl Finow bereits in seiner Eröffnungsrede über die starken Teilnehmerzahlen in den drei Opti-Klassen. Gemeldet hatten insgesamt 102 Mädchen und Jungen aus Berlin und Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen, wobei mit Alessandro Tongiorgi für den Berliner Yachtclub sogar ein Italiener startete (und insgesamt Vierter in der Leistungsklasse A wurde).

Insgesamt gingen in der höchsten Leistungsklasse 35 Boote an den Start, bei den leistungsstarken Nachwuchsseglern der Klasse B waren es 51 Boote und bei den Anfängern der Kategorie C immerhin auch 16 Sportlerinnen und Sportler. Stahl Finow selbst war mit sieben Seglern dabei, vor allem in der Anfängergruppe.

Diese größte Kinder-und Jugendregatta des Vereins nutzte der Segler-Chef zugleich auch zur offiziellen Einweihung der neuen Steganlage , die die Sportler mit erheblichen Eigenmitteln, aber auch mit großzügiger Förderung durch das LEADER-Programm der Europäischen Union zur Stärkung des ländlichen Raumes sowie den Landkreis Barnim errichtet hatten. Dann übergab er das Wort an die beiden Wettfahrtleiter Christoph Laska für die Opti A und B sowie Christian Eckart für die Opti C, die in ihren Ansprachen noch einmal auf die Besonderheiten des Werbellinsees und insbesondere die erwarteten Wind- und Wetterverhältnisse eingingen.

Und den Aktiven aber auch den Betreuern, Trainern, Übungsleitern bzw. den beiden Crews wurde es nicht leicht gemacht: Pünktlich zur Eröffnung hatte ein unangenehmer Sprühregen eingesetzt, der mal stärker und mal leichter den ganzen Samstag über und dann auch noch einmal während der ersten Sonntagswettfahrt nicht wirklich störte, aber die sportliche Betätigung auf dem Wasser auch nicht gerade zum Genuss machte.
Der Wind wehte dafür an beiden Tagen relativ stabil aus West, am Samstag zunächst mit durchschnittlich 19 Knoten und dann am Sonntag von 10 über 14 auf 20 Knoten wieder steigend. Wettfahrtleiter Christoph Laska schaffte mit den beiden großen Feldern der Klassen A und B so am Sonnabend jeweils drei Durchgänge, wobei die einzelnen Wettfahrten jeweils eine gute Stunde lang waren. Während es die schnellsten Segler meist schafften, unter 60 Minuten Durchgangszeit zu bleiben, brauchten die „langsamsten“ bis zu zwölf Minuten länger von Start bis Ziel. Erster Start war gegen 11.00 Uhr und letzter Zieldurchgang gegen 15.00 Uhr, womit die Kids inklusive Vor- und Nachbereitungszeiten gute sechs Stunden auf dem Wasser waren. Gesegelt wurde Inner- und Outer-Loup, d.h. im Wesentlichen gekreuzt und Vorwind gefahren.
Am Sonntag war der erste Start kurz nach 10.00 Uhr und bei dem auffrischenden Wind gelangen zumindest den Fortgeschrittenen erneut drei Wettfahrten. Für die Nachwuchssegler beließ es der Wettfahrtleiter am Sonntag bei zwei Wettfahrten, so dass sie früher in den Hafen in der Wildauer Bucht zurück segeln konnten, wodurch sich zugleich die Anlande-Situation entspannte. Das waren aber auch so genügend Wettfahrten, um einerseits eine Ranglistenwertung zu generieren und andererseits die schlechteste Einzelplatzierung streichen zu können.
Die Anfänger unter Leitung von Christian Eckart segelten an beiden Tagen zusammen auf einem separaten Kurs insgesamt drei Wettfahrten. Aber auch nach nur drei Wettfahrten und ohne Streicher stand der Sieger mit Finn Rustler (Treptower Segelgemeinschaft) mit nur 5 Punkten eindeutig fest, gefolgt vom Vereinskameraden Victor Hensel mit 6 Punkten. Jugendwart Maik Jäckel von Stahl Finow aber freute sich besonders, dass die Plätze 3 und 4 an die Brüder Silas und Milo Pachali sowie Platz 6 an Tobias Dressler vom Gastgeber gingen.
In der Klasse B siegte Jakob Schubach vom Segelclub Lindow vor Victoria Royeck und Max Jasper Jahn aus Berlin. Zweitbeste Brandenburgerin war hier Angelina Pukropski aus Fürstenberg auf Platz 6 und Edwin Fielitz von Stahl Finow wurde leider nur 48.
Bei den Fortgeschrittenen gingen Platz 1 und 2 mit Jakob Gauger und Lennard Wendler an Berlin und dem Brandenburger Nils Ruben Otto blieb mit 16 Punkten nur Platz 3 vor dem o.g. Alessandro Tongiorgi (alle Ergebnisse unter www-stahl-finow-segeln.de). Jakob Gauger hatte mit insgesamt vier Siegen und einem Zweiten die Regatta dabei eindeutig dominiert, musste aber auch einen 7. Platz streichen.
Gesegelt wurde im Übrigen meist fair. Es gab keine Sachschäden und nur wenige Proteste zu vermelden, so dass die Schiedsrichter um Hendrik Reinhardt durchaus zufrieden waren. Die meisten Segler waren zudem sehr diszipliniert, so dass es weder Probleme mit dem gleichzeitigen Safadi-Triathlon noch mit Black-Flagg-Starts gab. Allerding waren mehrere Einzelrückrufe besonders voreiliger Starter erforderlich. Und insofern äußerten die meisten zufriedenen Segler und Seglerinnen anlässlich der Siegerehrung am Sonntagnachmittag, dass sie zur Neuauflage des Askaniercups 2018 gerne wieder kommen werden.


Askaniercup2017_OptimistB

Askaniercup2017_OptimistC

Askaniercup2017_OptimistA

Absage Laserklasse beim Askaniercup

Liebe Segler,

leider müssen wir aufgrund der bisher mangelnden Meldezahlen in der Laserklasse beim Askaniercup am 24./25.06.2017 die Bootsklasse Laser absagen. Als Verein und Veranstalter möchten wir uns bei denjenigen Seglern bedanken, die im Voraus gemeldet haben. Dennoch war bis zum gestrigen Tag kein positiver Trend zu erkennen, sodass wir die die negative Entscheidung treffen mussten.

Der SV Stahl Finow e.V. Abteilung Segeln bedauert, dass die Absage für die Laserklasse vor dem Meldeschluss erfolgte. Dabei möchte möchten wir auch darauf hinweisen, dass Meldungen „auf den letzten Drücker“ den Veranstaltern die Regattaorganisation nicht gerade erleichtern.

In jedem Fall möchten wir beim nächsten Askaniercup die Laser unbedingt wieder mit am Start haben!

 

Die Regattaleitung

Athletiktest 2017

Athletiktest 2017

Am 11. März 2017 trafen sich alle eifrigen Segler zum Athletik- und Theorietest des Landes Brandenburg. Freundlicherweise hat uns das Johanna Just OSZ in Potsdam seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Nachdem sich alle Sportler und Helfer in der großen Aula eingefunden hatten, eröffnete der Landestrainer (Jan Müller) die Veranstaltung. Im Anschluss an den 90 min Theorietest fanden sich alle Beteiligten in der Turnhalle des OSZ ein. Beidem zu absolvierenden Stationen konnten die Sportler ihr Können unter Beweis stellen und feststellen, ob sich ihre Leistungen im Vergleich zum Vorjahr verbessert hatten. Darauf folgend fand ein nach Altersklassen gestaffelter Ausdauerlauf statt. Nachdem die Ergebnisse ausgewertet wurden, versammelten sich alle Teilnehmer und Helfer zur folgenden Siegerehrung.

Jasmin Schmidt

Trainingslager 2017

In 2017 sind kleinere und größere Trainingslager in Vorbereitung, für das große Trainingslager in den Sommerferien werden schon die Plätze vergeben. Das gilt für aktive Segler und für die Helfer, Details gibt es auf der eigenen Seite dafür. Dort sind auch die Meldeunterlagen zu finden. Wie immer gilt: rechtzeitiges Melden sichert die Plätze….

Jasmin Schmidt erfolgreich in Italien

imperia7Am Mittwoch (07.12.) begab sich Jasmin Schmidt aus Britz auf den Weg zu einer Regatta. Aber diesmal war es ganz anders als sonst.
Traditionell wird der Europacup der 420er Bootsklasse im Winter vor der ligurischen Küste in Italien beim Yachtclub von Imperia ausgetragen. In diesem Jahr war diese Regatta mit über 180 Booten aus 16 europäischen Ländern sehr stark besetzt,davon alleine 49 Damenteams.

Eine Regatta segeln am 3. Advent, bedeutete für Jasmin und ihre Betreuer, mit den Booten auf dem Anhänger hinter dem Auto über die Alpen zu fahren. Ihre Vorschoterin Nele Willms dagegen steuerte einen Hafen an, der nicht am Wasser lag. Sie kam mit dem Flieger über Nizza zur Regatta.

Nach der Ankunft am Donnerstagmorgen wurden die Boote abgeladen und aufgebaut. Unter Leitung des Landesverbandstrainers der 420er, Jan Sternberg, ging es dann noch am Donnerstagnachmittag bei herrlichem Wetter zu einer Trainingseinheit raus. Für Jasmin und Nele war es erst die dritte Regatta, die sie gemeinsam segeln. Bei beiden Regatten hatten sie aber schon gezeigt, dass sie leistungsmäßig schon sehr weit oben stehen.
Am Freitagmorgen segelten sie dann bei strahlendem Sonnenschein und wenig Wind raus auf das Mittelmeer zum Start der ersten Wettfahrt. Leider hieß es draußen zunächst warten und es gab Startverschiebung auf dem Wasser. Dieses Warten zehrte sehr an den Nerven der Segler, denn man ist mental auf den Wettkampf und nicht auf das „Rumdümpeln“ bei Flaute eingestellt.

Als sich dann endlich mit der Thermik der Wind einstellte, ging es los mit der ersten Wettfahrt in dem stark besetzten internationalen Feld. Jasmin Schmidt und Nele Willms (Boot 53920) gelang ein hervorragender Start und sie erreichten mit der Führungsspitze die Luvbahnmarke. Von da an bauten sie kontinuierlich mit dem Spitzenfeld den Vorsprung zum Mittelfeld aus. Als zweites Deutsches Damenteam ging es auf der Outerloop-Bahn auf die zweite Kreuz, wo dann leider die Wettfahrt abgebrochen wurde, da der Wind nachließ.
Ärgerlich für die Beiden, aber sie zogen für sich das Fazit, dass sie, obwohl sie erst so kurz zusammen segeln und das auch noch mit einem fremden Boot, sie doch schon zur Spitze zählten.
Am Samstag ließ der fehlende Wind leider keine Wettfahrt zu und so nutzten die Teams die Zeit auf dem Wasser für Trainingseinheiten wie z.B. Rollwenden.
Am Sonntag ließen die Windverhältnisse nur eine Wettfahrt zu und statt wie geplant um 9:30 Uhr wurde diese erst um 11 Uhr gestartet. Bei wenig und wechselnden Winden ging es auf die Bahn und als fünftbeste deutsche Damenmannschaft überquerten sie die Ziellinie. In der Gesamtwertung war das dann Platz 27. Obwohl nur eine von acht Wettfahrten gefahren wurde, waren beide Seglerinnen hoch zufrieden mit der Leistung, die sie in Imperia abgeliefert haben. Ihr Resümee war, dass sie zu den Top Ten der Deutschen Damenmannschaften zählen und die nächste Saison sehr spannend wird, da sich das junge Team viel vorgenommen hat. Nele Willms und Jasmin Schmidt haben für sich erkannt, dass sie auch auf der internationalen Bühne des Segelsports angekommen sind und auch dort in der Zukunft ein Wort mitreden können.

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Stimmt mit ab: Barnimer Sportlerwahl 2016

Achtung: hier ist der Link zur Barnimer Sportlerwahl 2016.

https://www.umfrageonline.com/s/Sportlerwahl2016

Bis zum 17.11. kann jeder voten, aber maximal einmal pro Tag.

Unterstützt Christopher und Christian bei den Männern Ü 18, aber auch die jugendlichen Kanuten bei den Sportlern U 18.

Toralf Reinhardt

Spandauer Eiscup 2016

Krönender Abschluss der Regattasaison
Brandenburgische Segler überzeugen in Berlin

Auf der letzten Ranglistenregatta des Brandenburger 420er Perspektivkaders lieferten die Segler der Leistungsgruppe von Jan Sternberg zum Saisonabschluss 2016 eine hervorragende Leistung ab. Die Dominanz der Brandenburger Segler mit 9 Teams, war nicht nur quantitativ hoch, sondern auch in der Qualität der Leistung konnte man den hohen Stand der 420er Leistungsgruppe sehen.
Der Spandauer Eis Cup ist der Jahresabschluss der Berliner Segler und zeigt den Sportlern vor der Winterpause, wo sie im Moment leistungsmäßig stehen. Natürlich werden auch im Winter Regatten gesegelt. Zum Beispiel steht bei den Brandenburger Teams in diesem Jahr noch die Imperia Regatta in Italien auf dem Programm. Der Spandauer Yacht Club richtet seine 420er Abschlussregatta schon seit Jahren auf dem Wannsee an der Großen Breite aus. Diese Regatta wird über 2 Tage mit 5 Wettfahrten durchgeführt und verlangt von den Seglern einiges an Können ab.

Besonders Jasmin Schmidt (SVSF) und Nele Marie Willms (SVPA) zeigten als neues Damenteam neben einer hervorragenden seglerischen Leistung auch starke Nerven auf der Zielkreuz. In ihrer zweiten gemeinsamen Regatta ersegelten sie sich einen hervorragenden 2. Platz und es zeigte sich, dass die gemeinsame Trainingswoche in Warnemünde Früchte getragen hat. Nach dem unglücklichen 4. Platz beim Saubuchtrennen in Potsdam konnten die beiden Talente hier ihre ganze Stärke zum Tragen bringen.

Besonders am Samstag war mit dem böigen Wind auch Bootsgefühl gefragt, da unerwartete Böen bis 5 Bft so manches Boot unter Spinnaker zum Kentern brachten. Zwei Mannschaften mussten vorzeitig aufgeben, da nach der dritten Durchkenterung die Kraft fehlte die Wettfahrten fortzusetzen. Auch waren diese Teams glücklich über die warmen Decken der DLRG.

Das gesamte Spitzenfeld lag zum Schluss punktemäßig sehr dicht beisammen und zeigte, wie hoch das Niveau der ersten 10 Boote war. Am Sonntag gelang es Jasmin und Nele das Favoriten-Team des VSaW in der letzten Wettfahrt um Haaresbreite zu schlagen. Von Anfang an setzten sich drei Boote vom Gesamtfeld ab und lieferten sich während der 5. Wettfahrt spannende Zweikämpfe, sowohl auf der Kreuz, als auch auf den Spikursen.

Mit einem 6. Platz haben auch Melissa Kleiß und Katharina Tharra vom PSV gezeigt, dass sie zur Führungsspitze zählen. Aber auch das Team Maximilian Kramer und Florian Berner vom SVEW konnten besonders am Samstag ihre Stärke bei Starkwind zum Tragen bringen und lagen am Samstagabend auf Platz 4. Mit einer Gesamtplatzierung auf Platz 7 haben auch sie, auf dieser Regatta eine hervorragende Leistung abgeliefert und gezeigt, dass sie zur Spitze gehören. Ein weiteres Damen-Team des PSV ersegelte sich mit dem 12. Platz ein sehr gutes Ergebnis. Weitere Ergebnisse waren Platz 14 Jacob Eggert und Jacob Emmer vom SVEW, Platz 15 Nicolas Pohl und Karen Fischer vom SgSP, Platz 16 Antonia Voigt und Hannah Sophia Weggässer SVEW und Platz 20 Jenny Wöling (SgSP) mit Lena Schenke (PSV) .

Neben den Trainingslagern an der Cote d’Azur steht diesen Winter sehr viel Sport auf dem Programm der jungen Sportler als Vorbereitung für das kommende Jahr.

brandenburgsegler

Vier Tage in Tallin – Ein Bericht

07. August
Heute war Vermessung angesagt. Eigentlich eine ganz entspannte Angelegenheit, wenn sich nicht grade alle vordrängeln und sich nur wenige an ihre Zeiten halten. Wir waren um halbelf dran. Es ist nichts Besonderes, es wird das Mastunterteil montiert und der Baum befestigt. Der Rest wird entfernt und auf das Boot gelegt. Es gab jedoch eine Sache die ich vorher noch nie gehabt habe – Bugnummern, Wir mussten sie vorne direkt hinter das Laserzeichen aufkleben. Nach einer halben Stunde war ich dran, eigentlich sollte alles reibungslos durchgehen da auch in Travemünde alles abgenommen wurde. Doch dann gab es ein Problem mit meinem Mastoberteil, die unterste Manschette war nicht vermessungskonform und so mussten wir ein Neues holen, welches dann durchging. Wir waren dann alle gegen 12 Uhr fertig, der nächste Programmpunkt war Training am Nachmittag, allerdings ließ uns der Wind im Stich und so machten wir alle zusammen einen Ausflug zum Wasserfall Jägala, er ist 50 Meter breit und 8 Meter hoch. Danach ging es weiter zum Teletorn (Estnisch für Fernsehturm), die Aussicht war wirklich großartig, da in dem Raum Fenster auf Sichthöhe waren und man so 360 Grad um sich gucken konnte.

08. August
Es ist der letzte vor den ersten Wettfahrten. Es war schönstes Segelwetter mit guten 4-5 Bft. Wir nutzten noch einmal das gute Wetter und machten eine lange Trainingseinheit, welche aus langen Kreuzen und Vorwinden bestand. Am Ende des Trainings nahmen wir noch am Practice Race teil. Es war relativ diszipliniert und wurde erst 30 Sekunden vor Start angezogen. Es stellte sich raus, dass die erste Kreuz sehr lang war. Sie war 1 nm lang und ging ca. 17 min. Wir waren gegen 15 Uhr an Land und um halb 6 sollte die Eröffnungszeremonie beginnen. Wir trafen uns alle am Flaggenmast, es waren alle Segler da und am Flaggenmast hingen schon die Flaggen der teilnehmenden Nationen. Nach einer langen Rede des Vereinsvorsitzenden, welcher mit 70 Jahren ORC-Europameister ist, sprachen nun noch der EurILCA Vorsitzende und der Wettfahrtleiter, er sah sehr jung aus und schien sehr freundlich und locker zu sein. Nach den Reden und Anekdoten an die Olympischen Spielen von 1980, (der Ausrichter war eigentlich Russland jedoch wurden die Segelwettbewerbe nach Tallinn gelegt, da Estland damals zur UdSSR gehörte) wurde die EurILCA Flagge und die Flagge des Events gehisst zu dem Song „Sail“ von Awlonation. Wir blieben noch ein wenig und haben Eis und Snacks gegessen. Dann ging es ins Kloster, da wir fit sein wollten für den ersten bevorstehenden Wettkampftag.

09.August
Für heute waren die ersten beiden Rennen der Qualifikationsserie geplant. Es war sehr vorhersehbar, dass es sehr viel Wind geben wird, jedoch wussten wir nicht wie viel genau, da die Wetterprognosen sehr ungenau waren. So kamen wir alle pünktlich an, zogen uns um und bauten die Boote auf. Im Hafen sah der Wind noch händelbar aus und so wurde zu unserer Verwunderung AP hochgezogen. Nachdem wir erfuhren, dass es draußen Böen gab welche über die 30 Knoten gingen, verstanden wir die Entscheidung der Wettfahrtleitung. So begann das lange Warten, es war eigentlich recht unspektakulär wobei der Wind zunahm. So wurde nach 2 Stunden auf einmal AP runtergenommen, wir beeilten uns und dachten wir fahren raus, jedoch stellte sich nach 10 Minuten raus, dass das nur ein Kommunikationsproblem war. Das Warten ging weiter, nach 5 ½ Studen Startverschiebung wurden die Rennen auf den nächsten Tag verschoben.

10. August
Heute war der 2. Tag. Der Wind hat über Nacht nachgelassen und war nun sehr gut händelbar. Ich war dem Silberfleet zugeordnet was bedeutet, dass ich den 2. Start hatte. Die Startreihenfolge blieb immer gleich. Erst die gelben Jungen dann die blauen Jungen, zum Schluss kamen die Mädchen. Wir segelten einen Trapezkurs, bei welchem unsere zweite Kreuz auf der Außenseite lag. Die 2 Rennen wurden schnell durchgezogen, so dass wir gegen 16 Uhr wieder an Land waren. Es lief bei mir nicht ganz so gut, im ersten Rennen sah es sehr lange gut aus jedoch bin ich auf der Kreuz etwas zu weit links rausgefahren, so dass ich bei der Annäherung an die 1 gegen den Dreher fahren musste und dadurch viele Boote verloren habe. Im zweiten Rennen lief es taktisch gesehen besser nur war mein Start wieder einmal mein großes Problem und so fuhr ich grade mal ins dritte Viertel. Zurück an Land trafen wir uns zur Besprechung und Auswertung, anschließend gingen wir nachhause.

Niklas Schulz

Stahl Finow bei der Jugend-Europameisterschaft Laser Radial 2016

Bild TallinDie Sommerferien begannen, und der erste Saisonhöhepunkt war gerade absolviert. Nach der erfolgreichen Teilnahme an der Travemünder Woche stand der eigentliche Höhepunkt vor der Tür. Die Jugendeuropameisterschaft im Laser Radial in Tallinn (Estland). Zur Teilnahme hatten sich von unseren Seglern Anselm Klein aus Potsdam, Carolin Müller aus Fürstenberg sowie vom SV Stahl Finow Niklas Schulz, Anna-Klara Krömke und ich, Jasmin Schmidt. Betreut wurden wir vom amtierenden Deutschen Meister im Laser Standard und Trainer Lukas Feuerherdt aus Brandenburg a. d. Havel
Die Reise begann am 02.08. Der Großteil der Segler flog mit Familie, wobei Familie Krömke den gesamten Weg von Bernau nach Tallinn mit 2 Bussen und 4 Booten beschreiten durfte (ca.1500 km).

Dazu der Bericht von Anna:

Unsere Reise nach Tallinn startete für uns am Montag, den 1. August 2016 um 4 Uhr morgens. Es ist noch dunkel, doch die Krömkes stehen vorbereitet, in Thrombosestrümpfen vor dem Transportgespann, bestehend aus 2 Transportern, einem Motorboothänger, 5 Booten
und 4 Fahrern.
Das erste Etappenziel: Warschau. In Warschau dann eine erste Pause, schneller Fahrerwechsel und weiter ging es. Als Tagesziel wollten wir es noch hinter die litauische Grenze schaffen. Bis Warschau konnten wir auf einer gut ausgebauten Autobahn fahren und kamen zügig voran. Leider verliessen uns nach Warschau die guten Strassen und es folgte eine einspurige Schnellstraße, welche viele Überholmanöver zur Folge hatte. Um
Mitternacht hielten wir dann in Bauska (Lettland) und gönnten uns unseren wohl verdienten Schlaf. Am Morgen ging es dann auch schon weiter nach Riga, wo dann eine lustige Stadtrundfahrt mit unserem Gespann folgte. Schließlich kamen wir am Dienstag, den 2. August um 18 Uhr in Tallinn an. Das 2001 erbaute, großzügige und moderne Kloster mit seinem überaus einladendem Gästehaus und den herzlichen Nonnen des Birgittenordens ließen sofort alle Strapazen der Anreise vergessen. Der Sporthafen war nur 500 Meter entfernt. Das restliche Team kam fast zur selben Zeit in Tallinn mit dem Flugzeug an.

Anna Klara Krömke

Anna Klara Krömke

Tallinn und Training
Den ersten Tag verbrachten wir damit, das Hafengelände zu erkunden, die Boote abzuladen, das Material zu checken und die Altstadt zu besichtigen. Bei herrlichem Wetter entdeckten wir die Sehenswürdigkeiten Tallinns. Am nächsten Tag sollte es bereits aufs Wasser gehen,
um das Revier kennen zulernen. Bei stürmischen Windbedingungen erkundeten wir Landformationen, das Wellenmuster, Strömungen und Windsysteme. Unser Trainer Lukas Feuerherd, ein ehemaliger Laser Leistungssportler, konnte uns wertvolle Tipps vermitteln und hat die Trainingseinheit aufgrund der kraftzehrenden Wetterlage verhältnismäßig früh beendet. Kraft und Motivation sollen nicht bereits am ersten Tag aufgebraucht sein.
Neuer Tag und neue Bedingungen. Weniger Wind und kleinere Wellen ermöglichten uns einen vorteilhaften Einstieg in die Technikvorbereitung. Es folgte eine lange intensive Trainingseinheit, in der alle Segler ihre Segeltechnik an Wind und Welle anpassen konnten. Auch nach aktiver Segelzeit prägte der Sport, in Form von Auslaufen und Lockerungan Land, unsere Wettkampfvorbereitung. Ein dritter Segeltag wurde uns, aufgrund von zu wenig Wind, verwehrt. Stattdessen trieben wir Sport und besichtigten einen, in der Nähe liegenden, Wasserfall und genossen den Ausblick vom Fernsehturm Tallinns.

Bericht Tallinn – Anna

Jetzt wieder Jasmin:

Am Ziel angekommen, wurden wir alle bereits im Gästehaus erwartet. Wegen der super Lage und der spirituellen Ruhe haben unsere Eltern eine Unterkunft im Gästehaus des Pirita Klosters gebucht. Dieses Kloster wird heute von Nonnen des Ordens der Birgittiner Schwestern bewirtschaftet. Entgegen unserer Befürchtungen stellten sich die Schwestern als total cool heraus und wir hatten überall WLAN im Convent.
Austragungsort war der Hafen, an dem die Olympischen Spiele von Moskau 1980 ausgetragen wurden. Damals war Estland von der Sowjetunion okkupiert. Was sich bis heute in Architektur und Sprachbild des Landes zeigt.
Bevor die Meisterschaft starten konnte, musste das Revier erkundet werden, dazu dienten 4 Trainingstage.
Damit wirklich alle die gleichen technischen Voraussetzungen im Kampf haben, wurde eine Vermessung aller Boote und Bootsteile durchgeführt. Anschließend fand eine feierliche Eröffnung mit den 140 teilnehmenden Seglern Europas aus 26 Staaten und ihrer Begleitungen statt.
Während der Trainingstage hatten wir eher wenig Wind, was sich am ersten Tag mächtig änderte. Da fielen die Wettfahrten wegen zu starken Windes aus.
Die darauffolgenden Wettfahrttage verliefen wie geplant, jedoch trieben die Windbedingungen die Segler an ihre körperlichen Grenzen. Niklas kämpfte verbissen mit der Fairness seiner Gegner. Anna-Klara segelte um Platz 26. Meine Erfolgschancen waren wegen des starken Windes eher bescheiden und ich musste mich mit Platz 15 in der Wertung der unter 17 jährigen zufrieden geben.
Jasmin Schmidt
Schließlich konnten auch am letzten Tag keine Rennen mehr stattfinden wegen unbeständiger Winde.
Jugendeuropameisterin wurde Hanna Anderssohn aus Rostock, welche ihre seglerischen Anfänge am Schwielochsee hatte.
Abgesehen von der JEM war Tallinn ein Highlight für sich. Wir fanden immer etwas Zeit, um in den Abendstunden die Altstadt zu erkunden.
Nachdem sich die 14 Tage dem Ende neigten, hieß es Abschied nehmen. Der Abflug für die Segler um 5:30 Uhr morgens, ließen auch Thomas und Torsten aufbrechen um den ganzen Transport zurück zu bringen.
Während wir gegen 9:00 wieder in Berlin landeten, kamen die beiden Väter unbeschadet 3 Tage später in unserem Heimatverein Stahl Finow in Wildau an. Nun war erstmal Urlaub angesagt, um abzuschalten und neue Kraft zu sammeln.
Ich freue mich schon auf den nächsten Höhepunkt zur Deutschen Meisterschaft in Wismar.

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