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Jugend

Athletik und Theorie Wochenende Lindow 2023

Am Wochenende fand in Lindow das traditionelle Athletik und Theorie Wochenende des VBS statt. Eingeladen waren alle am leistungsorientierten Segeln interessierten Kinder und Jugendliche des Landes Brandenburg. Unter den 80 Teilnehmern waren auch 6 Sportler des SV Stahl Finow Abteilung Segeln.

Für das Wochenende gab es ein volles Programm. Es ging schon am Freitag Abend mit einer Einheit in der Halle los. Am Sonnabend folgte eine Mischung aus viel Hallensport, etwas Theorie und einer Einheit in der Schwimmhalle. Der Sonntagslauf um den Wutzsee entfiel leider. Über Nacht war nasser Schnee gefallen und so wäre es ein rutschige Schlammschlacht geworden, was keinen Sinn machte.

Am Sonntag Nachmittag wurden noch die neuen Landeskader und Mitglieder der Trainingsgruppe berufen. Von Stahl Finow wurde Milo Pachali in den Landeskader ILCA 7, Niklas Büttner in die Trainingsgruppe ILCA 6 und Timon Siedler in die Trainingsgruppe ILCA 4 berufen. Herzlichen Glückwunsch!

Ahorn-Cup 2022 Sonntag

Der Sonntag beginnt nicht viel anders, als der Sonnabend geendet hat. Der Wind hat etwas nachts gedreht, weht aber auch am Morgen schon mit mehr als 3 Bft. Die Sonne zeigt sich, immer wieder ziehen aber dunkle Wolken heran und einen heftigen Schauer gibt es auch. In Summe ist es aber etwas angenehmer und nicht so kalt.

Der Kurs ist wieder sehr klein. Die Kreuz hat nur ca. 500 Meter Länge und obwohl immer 3 Runden gesegelt werden, dauern die Wettfahrten nur ca. 40 Minuten. Demzufolge ist es mit den insgesamt 110 Optis sehr eng auf dem Kurs. Freies Segeln kaum möglich. Ständig ist man in irgendeinem Abwind.

Von unseren Jungs kommt Matti am besten damit zu recht. Bei der 2. Tageswettfahrt führt er sogar eine zeitlang. Die anderen fahren teilweise im ersten Drittel mit, kommen im Ziel aber meist ungefähr im Mittelfeld an.

Bei dieser Regatta ist die Dominanz der Berliner Segler mehr als deutlich. Von den 60 B-Optis sind nur 7 aus Brandenburg und jeweils einer aus Sachsen und Hamburg. Der Rest kommt aus Berlin.

Beendet wurden die Wettfahrten mit etwas eigentümlicher Signalisierung. AP hat da eigentlich nix zu suchen.

An Land gab es dann noch einige Schauer. Und auf die Siegerehrung mußte über 1 Stunde gewartet werden. Die Protestverhandlungen zogen sich, obwohl es nur zwei waren.

Bei der Siegerehrung wurden A und B immer abwechselnd aufgerufen. Die Plätze 1 bis 10 wurden dabei von Berliner Optis belegt. Matti wurde als 11. bester Brandenburger, Ole wurde 31., Morris 32. und Fritz 36. von insgesamt 60 Startern.

Die Gesamtergebnisse sind auf der Veranstalterseite bei Raceoffice zu finden: Ahorn-Cup 2022.

Ahorn-Cup 2022

Als letzte Regatta für 2022 hat sich unsere Optigruppe den Ahorn-Cup in Kirchmöser ausgesucht. Die Bedingungen waren herausfordernd heute. Wind 4-5 manche Böen deutlich darüber. Es regnete immer wieder und es war kalt. Sehr kalt. Die beiden Schlammoptis waren zum Glück nicht von uns. Warum nach 2 Läufen für die Opti B beendet wurde und die A noch weiter fahten konnten, habe ich nur halb verstanden. Der Wind war weniger gewofden und der Regen wsr auch durch. Aber egal.

Nach Ausschreibung können morgen 3 Wettfahrten durchführt werden. Allerdings sind in Summe nur 5 geplant. Ich spekuliere daher, dass es nur noch 2 Läufe geben wird. Da sicher die A nach 2 und in Summe dann 5 Wettfahrten nach Hause fahren und sie nicht die B alleine starten lassen. Aber mal sehen, lassen wir uns überraschen.

Von den B haben viele im Verlauf der 1. und 2. Wettfahrt aufgegeben, so dass es immer leerer wurde, gerade im hinteren Bereich. Unsere Jungs haben durchgehalten und wären auch noch eine dritte Wettfahrt gefahren.

Uckermark Open 2022 Sonntag

Am Sonntag geht es vor 10.00 Uhr aufs Wasser. Die Bedingungen sind noch etwas herausfordernder als am Sonnabend. Der Wind weht etwas kräftiger, dafür ist die Sonne aber auch häufiger zu sehen.

Matti hatte am Vortag mit einem 4. und zwei 1. Plätzen gut vorgelegt, stand aber natürlich auch etwas unter Druck. Nach der ersten Tageswettfahrt konnte er sich etwas entspannen, da er dort erneut als erster ins Ziel kam.

Für Ole ging es darum, seine Leistung zu stabilisieren und sich am besten noch zu verbessern. Mit einem 5. In der ersten Wettfahrt hatte er sich schon verbessert, aber auch da wäre noch mehr möglich.

Für Morris und Fritz ging es darum, sich den Bedingungen zustellen und durchzuhalten. Beide kämpften gestern mehr mit den Elementen als mit den anderen Optis.

Unsere beiden Kleinen hatten wir vorsorglich an Land gelassen. Das wäre heute doch etwas viel für sie geworden.

Besonders schön in Prenzlau ist das Segeln vor der beeindruckenden Kulisse. Und auch der Unteruckersee überzeugt als Revier. Nur die An- und Ablegemöglichkeiten könnten noch verbessert werden.

Eine Kenterung gab es zum Ende der 2. Tageswettfahrt bei unseren Seglern. Spaß hatten heute aber trotzdem alle.

Matti segelte in der letzten Wettfahrt noch einen dritten Platz, der Gesamtsieg war ihm dadurch nicht mehr zu nehmen. Ole zeigte mit einem zweiten Platz, was möglich sein kann und auch Morris zeigte mit seinem Sechsten in der letzten Wettfahrt eine gute Leistung. Fritz kenterte leider auf dem letzten Raumschotskurs und verlor dabei so viel, dass wir ihn aus dem Rennen nahmen.

Die Gesamtergebnisse für die Uckermark Open sind auf Raceoffice zu finden: Uckermark Open 2022

Uckermark Open mit der Opti-Gruppe / Tag 1

Start zur 1. Wettfahrt, leicht verzögert

Stahl Finow rückte zur Uckermark Open auf dem Unteruckersee mit 6 Optis und 2 Ixylon an. Ein Paar Eindrücke von den Optis vom ersten Tag.

Start zur 2. Wettfahrt
Abbruch 3. Wettfahrt mit AP, der Wind hat gedreht
Zwischen zwei Wettfahrten bei dramatischem Himmel
Vorstartphase 3. Wettfahrt
Start zur 3. Wettfahrt
Eine 4. Wettfahrt gab es nicht mehr, gegen 15.00 meinte die Wettfahrtleitung, es reicht für heute. Die Bedingungen hatten sich nicht geändert und die auf dem Kurs auch fahrenden Cadets fuhren weiter.
Zwischenergebnis

Fritze Bollmann 2022 / Tag 1

Fritze Bollmann Regatta auf dem Beetzsee in Brandenburg war für unsere Gruppe Neuland. Wir sind mit 5 Opti B angereist, viel gesegelt wurde am ersten Tag aber nicht. Nach gut 5 Stunden Warterei wurde abgebrochen….

Start Trainingslager 2022

Am Sonntag begann das alljährliche Trainingslager vom SV Stahl Finow Abteilung Segeln. In Wildau trafen sich ca. 40 Kinder sowie 16 Betreuer. Die Teilnehmer kamen zum größten Teil vom veranstaltenden Verein, es wurden aber auch Gäste aus Brandenburger und Berliner Vereinen begrüßt.

Die Bedingungen waren schwierig. Der Wind drehte um 360° und war mal weg und wieder da. Die Stimmung auf dem Wasser war trotzdem super.

Letztes Optitraining vor den Sommerferien

Die erste Hälfte der Saison ist gelaufen. Die Optigruppe nutzte das Wetter für ein Abschlusstraining.

5. Askaniercup: Corona konform

Laser am Start

Am vergangenen Wochenende veranstalteten die Segler von Stahl Finow erfolgreich ihren 5. Askaniercup. Nach der Corona bedingten Absage vom Vorjahr, war der Wille, wieder einen hochkarätigen sportlichen Wettkampf auf dem Werbellinsee vorrangig für die jungen und jüngsten Segler/innen des Vereins und des Verbandes Brandenburgischer Segler zu organisieren, im Verein stark ausgeprägt.

Laser am Start


Bereits Ende des Vorjahres, als aufgrund der sich entwickelnden 3. Welle der Pandemie noch niemand an die derzeitig „guten“ Zahlen glauben konnte, wurden umfangreiche Vorbereitungen getroffen, zu denen neben der Anmeldung des Wettkampfes, der Organisation von Helfern, Verpflegung, Schiedsrichtern, Wettfahrtleitern u.v.m. vor allem die Erstellung eines umfangreichen Hygienekonzeptes z.B. zur Durchsetzung der A-H-A-Regeln gehörte. Deren einschneidendste Festlegung war sicherlich das Verbot der Übernachtung auf dem Vereinsgelände, denn dadurch wurde für externe Segler die Teilnahme an der zweitägigen Veranstaltung wesentlich erschwert. Und trotz der gegenwärtigen gesetzlichen Lockerungen wurde das Konzept zum Schutze aller auch umgesetzt.
Umso mehr freute sich die 30-köpfige Crew um Regattaobmann Carl Duhn, das dann doch nahezu ingesamt 80 Meldungen in den fünf ausgeschriebenen Bootsklassen zusammen kamen. Und trotz des Übernachtungsverbotes kamen die Teilnehmer/innen dann doch aus insgesamt sechs Bundesländern. Neben den Berliner und Brandenburger Junioren-Seglern waren hier Sportsfreude aus Sachsen, Hamburg, Niedersachsen und Bremen am Start. Und in der vom Alter her größten Bootsklasse, Laser Radial, ging mit Dora Gomercic von den Gifthorner Seglern sogar eine Seglerin für die Niederlande an den Start (Boot NED 006). Grund für die gute Beteiligung war sicherlich auch das Wegfallen zahlreicher Konkurrenzveranstaltungen. Besonders weit angereist waren z.B. auch die Sportsfreunde aus Lübeck, aus Schaumburg-Lippe oder Wolfsburg.
Lediglich in der Klasse der Jüngsten (Opti C) sah es aufgrund der Anfahrtsprobleme mit der Beteiligung nicht so gut aus, hier ist der Wille zum sportlichen Wettkampf außerhalb des Vereins dann offenbar doch noch nicht so ausgeprägt.
So entschied sich die Wettfahrtleitung nach intensiver Prüfung und Ablauf der Anmeldefrist, diese Klasse wegfallen zu lassen und den jüngsten Seglern, die bereits gemeldet hatten, die Teilnahme in der höheren Klasse B zu ermöglichen oder das Startgeld zurück zu zahlen. Für eine Ranglisten-Wertung hätten es wenigsten zehn Teilnehmer in der Klasse C sein müssen, und diese Zahl wurde nicht erreicht. Da aber doch mehrere sehr junge Segler sich dann für die Teilnahme bei den Fortgeschrittenen entschieden, wurde letztlich anhand der dort erreichten Ergebnisse zumindest auch eine eigene C-Wertung bei der Siegerehrung prämiert, wenn auch keine Ranglistenwertung.
Aufgrund der insgesamt fast 80 Boote (übrigens sämtlich Ein-Hand-Boote und mithin Corona-unproblematisch), wurde das Gesamtfeld in zwei Teile geteilt. Die Optis der Klassen B und A segelten unter Wettfahrtleiter Christoph Laska ihre Kurse vor allem zwischen Süßem Winkel, Spring und Polizeibucht, während die Klassen Laser 4.7 und Laser Radial weiter östlich bis kurz vor Altenhof auf dem See unterwegs waren.
In allen vier Klassen wurden jeweils fünf Wettfahrten von jeweils einer knappen Stunde gesegelt. Erster Start war Sonnabend kurz nach 11 Uhr und es folgten noch zwei weitere Wettfahrten jeweils im Anschluss an die vorangegangene und am Sonntag wurden dann noch einmal zwei Wettfahrten ab 10 Uhr gesegelt, so dass im Ergebnis in jeder Klasse jede/r einzelne Segler/in das schlechteste seiner/ihrer fünf Ergebnisse streichen konnte.
Die Bedingungen auf dem See verlangten dabei den jungen Seglerinnen und Seglern einiges ab: Mehrere, z.T. intensive, aber zum Glück kurze Regenschauer am Samstag beeinträchtigten nicht nur das Wohlempfinden auf dem Wasser, sondern führten im Zusammenhang auch zu zahlreichen Drehern des grundsätzlich aus Nordwest kommenden Windes, zum Abflauen und wieder Zunehmen, so dass die wechselnden Windstärken zwischen einer und drei mit Böen von vier Windstärken den Sportlern einiges an Bootsbeherrschung abverlangten. Am Sonntag regnete es zwar nicht mehr, dafür aber frischte der Wind weiter auf. Einzelne Böen gingen jetzt bis zur Sechs. Im Ergebnis kenterten mindestens ein Opti und zwei Laser, aber da die Segler/innen gut trainiert waren, richteten sie ihre Boote wieder auf, schöpften das hinein geströmte Wasser heraus und setzten die Wettfahrt fort, natürlich um ein paar Plätze zurück gefallen.
Insgesamt war es eine sehr faire und regelkonforme Regatta, Sach- und Materialschäden wurden nicht gemeldet und die vier Schiedsrichter hatten kaum Anlass einzugreifen. Selbst die Anzahl der Frühstarts hielt sich in Grenzen, am Sonntag schafften es die Laser völlig ohne Frühstart über die Linie. Vielleicht lag es an Corona. Jedenfalls waren die jungen Sportsfreunde gefühlt viel entspannter als bei früheren Ranglistenregatten kurz vor dem Saisonende, wo oftmals schon sehr verbissen um jeden Platz und Punkt gekämpft wurde. In diesem Jahr überwog deutlich der Spaß am Segeln.
Dennoch wurde hochklassig gesegelt und die Ergebnisse, die Zieleinläufe und Platzierungen waren hart umkämpft. Aber mit hoher Fairness!
Entsprechend lagen die Gesamtergebnisse oftmals nach den fünf Wettläufen dennoch sehr dicht beieinander.
In der größten Klasse, Laser Radial, siegte z.B. Konstantin Kloß vom Müggelsee punktgleich vor Hannes Braune vom Segelklub Märkischer Adler. Beide erreichten acht Punkte und letztlich entschied erst die letzte Wettfahrt und da hieß es eben Kloß vor Braune. Dritter mit 13 Punkten wurde Malte Leinert von Ciconia Storkow, vierte Dora Gomercic, wie oben erwähnt, auf dem holländischen Boot. Milo Pachali von den Gastgebern Stahl Finow kam mit 29 Punkten und damit punktgleich zum Platz 8 leider nur auf den 9. Platz. Gemeldet war 17 Segler/innen.
In der zweitgrößten Klasse, den Laser 4.7, siegte Line-Anneliek Pähler (7 Punkte) vom Norddeutschen Regatta Verein mit einem Punkt Vorsprung vor Henrik Köhler vom Eisenbahner Segel Verein Kirchmöser und Martin Erdmann vom Sail-Lollipop Regatta Verein (13 Punkte), und auch hier hatten erst die Ergebnisse der letzten Wettfahrt diesen Punktunterschied erzeugt. Die Segler von Stahl Finow, die allesamt erst in dieser Corona-Saisson vom Opti in die niedrigste Laser-Klasse gewechselt waren, erreichten die Plätze 7 (Niklas Büttner, 26 Punkte), 9 (Silas Pachali, 31 Punkte), 11 (Edwin Fielitz, 34 Punkte) und 17 (Timon Siedler, 57 Punkte). Niklas Büttner hätte ggf. sogar noch ein besseres Endergebnis erreichen können, wäre er nicht in der letzten Wettfahrt wegen einer nicht korrigierten Tonnenberührung disqualifiziert worden. Mit einem sehr guten 3. Platz in der 4. Wettfahrt erreichte übrigens Silas Pachali das beste einzelne Wettfahrtergebnis eines SVSF-Sportlers. Nach einer sehr guten ersten Kreuz war zeitweise sogar in Führung gewesen. Auch hier waren 17 Boote gemeldet.
Bei den Opti-Regatta-Seglern (Klasse A) dominierte dagegen ein Segler das Feld. Carl Wolf von Segelclub Fraternitas gewann mit 6 Punkten Vorsprung (gewertet wurden beim ihm nur jeweils zwei 1. und zwei 2. Plätze) vor Amelie Röpke vom Schwielochsee und Franz Lasch, ebenfalls Fraternitas. Gemeldet waren hier 22 Seglerinnen, von denen dann aber noch einige kurzfristig auf andere Regatten an Nord- und Ostsee umschwenkten, so dass letztlich nur 15 Teilnehmer für die Rangliste gewertet werden konnten.
Besonders spannend war das Ergebnis bei den jüngsten Seglern, dem gemeinsamen Feld von B und C. Hier dominierten die Mädchen unter den 29 gemeldeten Starterinnen und zeigten den Jungs ihre deutliche taktische Überlegenheit, die diese auch nicht körperlich ausgeglichen konnten. Platz 1, 2, 3 und 5 gingen an die Mädchen! Johanna Kugel siegte souverän mit ebenfalls zweimal Platz 1 und zweimal Platz 2 (= 6 Punkte) vor Luisa Helene Kloß (beide vom Müggelsee), gefolgt von Lenja Melchert und Magnus Herbach, beide Freie Vereinigung der Tourensegler Berlin. Im Gesamtfeld zwar nur auf den Plätzen 13 (Matti Zerson), 20 (Ole Reinhardt) und 23 (Fritz Sievers), aber als C-Segler extra gewertet kamen die jüngsten Segler von Stahl Finow (alle bei ihrer jeweils ersten Regatta) in der C-Wertung auf die Plätze 1 -3! Wobei aus Trainer-Sicht ihre größte Leistung sicher darin bestand, alle fünf Wettfahrten unter den beschriebenen Witterungsverhältnissen und in einem höher klassigen Feld durchgehalten zu haben!
Vor diesem Hintergrund dankte der Abteilungsleiter Segeln als Gastgeber zum Abschluss der Regatta allen Teilnehmern noch einmal für ihre Anreise und ihren fairen, sportlichen Umgang miteinander und lud sie bereits zur Folgeveranstaltung in 2022 ein. Namentlich die Gewinner der Wanderpokale in den Opti-Klasse müssen diese ja verteidigen oder im nächsten Jahr an die neuen Sieger weiter geben.

Frühjahrsregatta 2021 trotz Corona

Streamline

Trotz der andauernden Corona-Pandemie, konnten die Segler des SV Stahl Finow e.V. am vergangenen Samstag ihre geplante Frühjahrsregatta in diesem Jahr erfolgreich durchführen, wenn auch natürlich mit Einschränkungen.

Streamline
Streamline mit Hendrik Reinhardt, Paul und Tobias Dressler

Dass die Segler damit gegenüber anderen Sportarten, auch und gerade den Indoorsportarten im eigenen Verein, privilegiert sind, ist ihnen durchaus bewusst und natürlich auch im Gesamtverein diskutiert worden.

Aber die Besonderheit des Segelsports ist eben neben der relativ geringeren Bedeutung von Alters- oder Geschlechtsspezifik der Abstand, der grundsätzlich zwischen den einzelnen Booten und zum Teil auch an Bord herrschen sollte. Zudem ist die Mannschaftsstärke selbst bei den größten Booten auf dem Werbellinsee mit maximal drei Seglern vorgegeben und wird höchstens durch Mitnahme des Familiennachwuchses überschritten.

Bei den stabilen Inzidenzwerten im Landkreis Barnim, traute sich mithin die Abteilungsleitung Segeln eine Corona-konforme Durchführung eines sportlich fairen Wettbewerbes zu und konnte dies im Gegensatz zum Vorjahr auch kurzfristig stemmen, inklusive Hygienekonzept an Land.

Gemeldet hatten 2021 insgesamt 29 Boote mit über 50 Seglern vom gesamten Werbellinsee und natürlich vor allem vom ausrichtenden Seglerverein. Die Boote wurden von Wettfahrtleiter Lars Schulz zur weiteren Entzerrung in zwei Gruppen geteilt und starteten ab 13.00 Uhr zeitversetzt; einmal die 15 Kielkreuzer und einmal die elf Jollen und drei Jollenkreuzer.

Auf ein vorbereitendes Treffen zuvor an Land wurde verzichtet. Die Vorbesprechungen mussten komplett online durchgeführt werden.

Bei sonnigem Wetter und zwei bis drei Windstärken vorrangig aus Süd-West, aber zum Teil stark drehend, begannen die Wettfahrten unweit des Barschberges mit einer kurzen Kreuz zur Luv-Tonne als Ablauftonne. Dann folgte der lange Vorwind-Kurs bis zur Lee-Tonne unweit der Wasserskistrecke bei Joachimsthal und abschließend die noch längere Kreuz über den gesamten See zurück zum Ausgangspunkt, denn die Start- markierte auch die Ziellinie.

Der härteste Kampf entbrannte von Anfang zwischen den Kielkreuzern „SMY“ (einer Soling unter Regattaobmann Carl Duhn) und „Streamline“ (einem offenen Kielkreuzer unter Schatzmeister Hendrik Reinhardt). Die Streamline startete mit „Frühstart“ und musste korrigieren, also wenden, hinter die Startlinie zurückkehren und ein zweites Mal starten. Die SMY dagegen startete mit „Nullstart“ perfekt und war mithin an der Luv-Tonne das erste passierende Boot. Auf dem langen Vorwind-Kurs gelang es jedoch der Crew der Steamline (außer Reinhardt noch Paul und Tobias Dressler), die SMY abzufangen und auf der Kreuz dann sogar deutlich hinter sich zu lassen. Mit einer gesegelten Zeit von einer Stunde und 31 Minuten (1:31) wurde eine außerordentlich schnelle und rekordverdächtige Runde gesegelt. Der Abstand auf die SMY als 2. Boot betrug im Ziel 13 Minuten, der Abstand zu den langsamsten Booten sogar mehr als eine Stunde!

Das „Blaue Band“ vom Werbellinsee ging damit 2021 eindeutig an die „Steamline“. Glückwunsch!

Der Sieg der Wettfahrt aber ging an die SMY, da die gewertete Wettfahrzeit letztlich nach dem rechnerischen „Rennwert“ der einzelnen Boote berechnet wurde (so genannte „Yardstick-Wertung“). Mithin schrumpfte der Zeitvorsprung von 13 Minuten auf einen Rückstand von 57 Sekunden und schob die „Streamline“ auf Platz 2. (Vielleicht hätte es ohne den Frühstart gereicht?)

Platz 3 bei den Kielkreuzern ging verdient an die Crew von Thomas Weidner mit weiteren zwei Minuten berechnetem Rückstand.

Aber auch bei den Jollen und Jollenkreuzern wurden intensiv gekämpft, wobei auch hier aufgrund der Rennwerte die gesegelten nicht vollständig mit den gewerteten Platzierungen übereinstimmten.

Bei den Jollen wurden sieben der elf Boote von Jugendlichen aus dem Landesstützpunkt Segeln geführt und diese zeigten den erwachsenen Seglern deutlich, wie gut sie ihre Boote bereits beherrschen. Nur mit Mühe und einem gewerteten Vorsprung von ca. zwei Minuten konnten Christopher Jantz und Christian Eckart, u.a. Brandenburger Meister in der Klasse Pirat, den Sieg bei den Jollen holen und die Jugend auf Distanz halten; Platz 2 – 6 aber gingen an Nachwuchssegler vom Verein auf verschiedenen Einhandbooten der Laser-Klassen (in der Reihenfolge: Silas Pachali, Milo Pachali, Edwin Fielitz, Timon Siedler und Tom-Luca Voigt).

Bei den 20er-Jollenkreuzern als abschließender Wertungsgruppe siegte mit letztlich acht Minuten gewertetem Vorsprung verdient ebenfalls ein ehemaliges Mitglied der Stahl Finower Jugendgruppe, nämlich Jasmin Schmidt mit Crew Maik Jäkel vor Nils Hempel mit Crew Henry Hempel und Ulf Ploschenz sowie Martin Sieker mit Crew.

Im Ergebnis war es ein anspruchsvolles Rennen und ein guter Saisonauftakt für den Verein wie auch den diesjährigen Segelsport auf dem Werbellinsee, wenn auch wegen der Corona-Pandemie die Siegerehrung in diesem Jahr nur online stattfinden konnte und auch das übliche gemütliche Zusammensein im Nachgang des Wettkampfes diesmal ausfallen musste.

(Alle Ergebnisse unter www.stahl-finow-segeln.de.)

Toralf Reinhardt