SV Stahl Finow Abteilung Segeln Rotating Header Image

Allgemein

Termine in der Nachsaison 2019

Die Boote sind fast alle ins Winterlager gezogen, es bleiben aber noch einige Termine in diesem Jahr:

Morgen ist der große Arbeitseinsatz, um das Vereinsgelände winterfest zu machen und einige Umbauten zu erledigen.

Am 15.11.2019 (abweichend vom ursprünglichen Terminplan) findet das Herbsttreffen der Fahrtensegler statt.

Am 07.12.2019 treffen wir uns in Wildau zur Weihnachtsfeier.

2. Lauf der Seekreuzer-Regatta 2019

Am vergangenen Wochenende gaben sich Wind und Sonne nochmal alle Mühe, die Starter des 2. Laufes der Seekreuzer-Regatta hatten perfekte Segelbedingungen. Die Ergebnisse sind auf der Ergebnisse-Seite zu finden.

67. Werbellinseeregatta 2019

  • Hochklassiger Segelsport bei anspruchsvollen Bedingungen
  • Eckart/Jantz von Stahl Finow werden Landesmeister bei den Piraten

Unter durchaus anspruchsvollen Bedingungen fand am vergangenen Wochenende die 67.Werbellinseeregatta der Segler von Stahl Finow statt, diesmal nahezu unter Rekordbeteiligung.

20er Jollenkreuzer auf Backbordbug

Nach dem zahlenmäßigen Einbruch der Teilnehmerzahlen vor drei Jahren, war dem Verein bereits im Vorjahr die Stabilisierung gelungen und in diesem Jahr wurden die Vorjahresteilnehmerzahlen noch einmal deutlich getoppt. Zudem wurde die Werbellinseeregatta erneut in zwei Bootsklassen auch Landesmeisterschaft gewertet.

Mit fast 100 Booten in fünf Bootsklassen und mehr als 220 Teilnehmern auf dem Wasser, war die Regatta schon eine eindrucksvolle Kulisse sowohl für das Seglerherz als solches als auch die zahlreichen Schaulustigen, die bei gutem Sommer-Sonnen-Wetter vom Spring und vom Süßen Winkel oder der vorbeifahrenden „Altwarp“ aus spannende Wettkämpfe sehen konnten.

Neben den traditionellen Bootsklassen 20er-Jollenkreuzer, XY-lon und Pirat, waren diesmal sogar zwei Jugendklassen am Start, zusätzlich zu 420er-Jollen erstmals die neue Eventklasse 29er mit neun Booten. In allen anderen Klassen waren jeweils zwischen 18 und 25 Boote am Start, so dass immer auch eine Wertung als Ranglistenregatta möglich wurde.

Um den Jugendklassen und vor allem den 29ern optimale Wettkampfbedingungen zu bieten, hatte sich der Verein wie sonst bisher nur zum Askaniercup zur Teilung in zwei Startfelder entschieden. Unter Wettfahrtleiter Olaf Winkelmann starteten die drei traditionellen Erwachsenenklassen, während die Jugendboote unter Wettfahrtleitung von Christoph Laska separiert segelten. Dies forderte den Verein insbesondere im Hinblick auf die personellen und technischen Ressourcen, denn zwei Felder bedeutete jeweils zweimal Start- und Zielschiff, Schiedsrichter, Absicherungs- und Begleitboote. Und zusätzlich war nach den guten Erfahrungen des Vorjahres auch wieder ein Rot-Kreuz-Boot mit einer ausgebildeten Krankenschwester unterwegs; ein Arzt nahm als Segler teil, hätte aber jederzeit herausgelöst werden können. Um all dies organisatorisch abzusichern, mussten fast 30 Sportsfreunde auf die eigene Wettkampfteilnahme verzichten. Vor dem Hintergrund der gleichzeitig stattfindenden 140-Jahr-Feier zur Errichtung des Askanierturmes durch die Gemeinde Schorfheide und der starken Teilnehmerzahl war zudem die technische und logistische Unterstützung durch die Kanuten als Nachbarabteilung wieder unverzichtbar.

Gesegelt wurde auf dem westlichen Werbellinsee zwischen der Barschberg-Absperrung und Altenhof, wobei aufgrund der vorherrschenden südwestlichen Winde aus Richtung Altenhof in Richtung Eichhorst gestartet wurde, mit den Luv-Tonnen jeweils als westliche Begrenzung. Die Erwachsenen segelten vorrangig sogenannte „Olympische Kurse“, für die schnellsten Boote, die 20er-Jollenkreuzer, mit Zusatzdreieck, die Jugendlichen dagegen vorwiegend „Up-and-Down“-Kurse mit Luv-Tor. Der Wind war durchgängig ausreichend und frischte zeitweise auf mehr als 20 Knoten Windgeschwindigkeit bzw. fünf Windstärken bei leichten Drehungen auf, sodass insgesamt über beide Tage mehr als 10 Boote mindestens einmal unfreiwillig kenterten. In einem Fall erwischte es sogar einen der erfahrensten Wettfahrtsegler mit einem 20er Jollenkreuzer. Und während es die sportlichen Jollensegler im Regelfall schafften, ihre Boote innerhalb der Wettfahrt selbst wieder auf zu richten, war dies hier nicht mehr ohne technische Hilfe von den Sicherungsbooten möglich, was zugleich den Abbruch dieser Wettfahrt für die betroffenen Segler bedeutete. Aber natürlich nicht den Abbruch der Regatta. Auch leichtere Materialschäden waren zu verzeichnen, z.B. eine ausgerissene Fock (Vorsegel), sowie einige leichtere Verletzungen. Im Ergebnis war auch der Einsatz des Rot-Kreuz-Bootes wieder zielführend, allerdings gab es hier auch den einzigen wirklich negativen Zwischenfall, und zwar mit Surfern, die gar nicht zum Regattafeld gehörten, aber mehrfach durch den (Schifffahrtspolizeilich genehmigten) Absperrbereich unweit der Luv-Tonnen fuhren und dabei insbesondere die Jugendboote behinderten. Und auf diesen Verstoß gegen die Binnenschifffahrtsstraßenordnung angesprochen, beleidigten sie dann sogar noch den Bootsführer des Rot-Kreuz-Bootes. Ein Wort gab das andere und zum Schluss wurde sogar noch die Wasserschutzpolizei informiert, die allerdings gerade einen anderen Einsatz hatte…

Im Ergebnis schafften beide Wettfahrtleiter nach dem ersten Start am Sonnabend um 11 Uhr mit allen Klassen jeweils drei regelkonforme Wettfahrten und am Sonntag nach 10 Uhr noch einmal jeweils zwei, so dass letztlich in allen Klassen wie ausgeschrieben jeweils fünf Wertungsläufe erreicht worden waren, was für jede Crew die Streichung der jeweils schlechtesten Wertung ermöglichte. Dabei waren die Wertungen jeweils hart umkämpft und der Punktabstand zwischen Siegern und Platzierten im Endergebnis in keiner Klasse wirklich gravierend. Und wenn am Samstag aufgrund des relativ starken Windes sehr regelgetreu gesegelt wurde, so dass keine Frühstarts zu verzeichnen waren, so änderte sich dies am Sonntag mit den leicht schwächeren Winden sofort. In einer Klasse waren hier drei Frühstarts nacheinander zu bewältigen, sodass hier durchaus ein zeitlicher Verzug spürbar wurde, aufgrund der vorgegebenen Streckenlänge vor allem auf der Rückfahrt in den Hafen.

Im Ergebnis kann Stahl Finow sehr zufrieden sein:

Mit den Sportsfreunden Christian Eckart und Christopher Jantz in der Bootsklasse Pirat ging der Landesmeistertitel an die Gastgeber mit 12 Punkten nach fünf Wettfahrten, auch wenn in der offenen Wertung der Regatta selbst noch Phyllis und Donald Lippert vom Yachtclub Berlin Grünau vor ihnen gewertet wurden (9 Punkte), die auch die jeweils schnellste erste Kreuz, den sogenannten Horst-Bierbrauer-Pokal gewannen. Dritte von insgesamt 24 Booten wurden hier Andreas Magnus Ebel und Martin Ebel aus Güstrow. Die anderen Stahl Finower Segler belegten die Plätze 22 und 23, wurden also zumindest nicht letzte.

Auch in der Königsklasse, den 20er Jollenkreuzern, wurde der Stahl-Finower-Segler Tino Baldewein mit Crew Rene Vomering und Matthias Huhn insgesamt Zweiter (!) vor Jörg Witte mit Crew Karsten Schultz und Florian Weichert vom Tegeler SC. Der Sieg und die (hier offene) „Krone“ des Landesmeisters ging an aber Armin Eismann mit Crew Stefan Henkel und Bernd Muschke vom Berliner Segel-Club Argo mit zwei Punkten Vorsprung vor Baldewein. Aufgrund des unterschiedlichen Rennwertes der einzelnen 20er, waren hier aber noch zwei weitere „Erste“ in den langsameren Klassen B (Christian Höfer mit Crew aus Kirchmöser) und Klasse C (Stefan Lauk mit Crew von Stahl Finow) zu ehren. Auf den Plätzen folgen dann noch sieben weitere Boote vom Gastgeber; ein gutes Zeichen der Sportlichkeit!

XY-lon-Klasse

Ebenfalls neun eigene Sportboote von Stahl Finow starteten auch in der XY-lon-Klasse und sicherten damit den dortigen Siegern Bärbel und Stefan Klaus vom Schweriner Yachtclub sowie den Platzierten Thomas Heide/ Frank Steinmeyer sowie Mike Bartel/ Claudia Müller von den Lindower Regattaseglern zumindest ein wertiges Ergebnis, wenn sie sich auch keinen Platz im Spitzenfeld ersegeln konnten. Bei den Jugendklassen war dies ähnlich, wobei der 29er bisher bei Stahl Finow im Verein noch gar nicht gesegelt wird. Entsprechend gingen hier Sieg und zweiter Platz nach Potsdam an Marc Handschug/ Bastian Herrmann sowie Maxime Brevart/ Titus Schildhauer sowie Platz 3 nach Berlin (Amal Zschech/ Hakon Hertwig). Und bei den 420ern gingen sogar alle drei ersten Plätze nach Berlin, allerdings immerhin Platz 1 an Lisa-Marie Kühn/ Leon Forche vom PSB Dahme, die seit vielen Jahren immer wieder gerne Gast bei Stahl Finow und auch regelmäßige Teilnehmerin an dessen Trainingslager ist. Platz 2 ging an Frederik van Lawik/ Darian Wöhlert und Platz 3 an Clara Rietz/ Hannah-Sophie Weggässer. Die drei teilnehmenden Boote von Stahl Finow belegten hier Platz 12, 15 und 16.

29er

Toralf Reinhardt

Werbellinseeregatta 2019, Bilder v. 11.08.19

Werbellinseeregatta 2019, Bilder v. 10.08.19

Hinweis zur Werbellinseeregatta

Am Sonnabend findet in der Nachbarschaft unseres Geländes eine Feier am Askanierturm statt, dazu wird am Sonnabend ab 10:00 Uhr die Straße nach Wildau (direkte Zufahrt) gesperrt und quasi zur Fußgängerzone umgewandelt.

Falls jemand doch später kommen sollte: dann bitte vom anderen Ende die Einbahnstraße in der falschen Richtung befahren, das ist an dem Tag ausdrücklich genehmigt worden. 

Im folgenden Bild ist die Zufahrt von Norden ab Eichhorst grob skizziert:

Askaniercup 2019

Der Opti-Sieger kam aus Essen

Spannendes Finale bei den Laser Radial – in der allerletzten Wettfahrt!

Mit dem 4. Askaniercup, d.h. der gemeinsamen Opti-Laser-Ranglistenwettfahrt,  haben die Segler von Stahl Finow am vergangenen Wochenende wieder ein aus seglerischer Sicht anspruchsvolles und anstrengendes Sportereignis erfolgreich organisiert und durchgeführt.

Mutmaßlich aufgrund des ungünstigen frühen Ferienbeginns in Berlin und Brandenburg, aber auch einem bundesweiten Trend folgend, war die Beteiligung in diesem Jahr etwas geringer als in den Vorjahren. Aber es konnten wieder alle fünf traditionellen Klassen gestartet werden, wenn es auch bei den Lasern Radial diesmal nicht für eine Ranglistenwertung reichte. Und als letzte Ranglistenregatta vor der Deutschen Meisterschaft waren auch diesmal wieder einige Gäste aus anderen Bundesländern dabei. Die meisten Segler kamen aber natürlich aus Berlin und Brandenburg. Jugendwart Maik Jäckel vom Gastgeber schickte 10 Seglerinnen und Segler ins Rennen.

Insgesamt gut 60 Boote waren am Start und der Segler mit der weitesten Anreise sollte schlussendlich auch das beste Resultat mit nach Hause nehmen können. Aufgrund der durchaus unterschiedlichen seglerischen Fähigkeiten war es nötig, insgesamt drei verschiedene Kurse auf dem Werbellinsee auszulegen. Und für jeden Kurs war ein entsprechend qualifizierter Wettfahrtleiter mit einer entsprechenden Crew erforderlich. Für die beiden Laser-Klassen konnte als Gast vom Revier Brandenburg der Sportsfreund Knut Hohenstein gewonnen werden, die Opti-Anfänger betreute Lars Schulz vom Gast gebenden Verein und die problematischsten Klassen Opti B und Opti A betreuten Christoph Laska von Stahl Finow und Ron Wiesner vom Yachtclub Schorfheide Joachimsthal gemeinsam. Verteilt über den gesamten See vom „Süßen Winkel“ bis kurz vor Altenhof konnten zahlreiche Schaulustige von Land und See aus spannende Wettkämpfe mit ansehen, insbesondere die vielen Badegäste vom Spring hatte einen hervorragenden Blick auf die einzelnen Wettfahrten und dabei vor allem die schnellen Laser-Boote.

Das Wetter war „in Ordnung“, es regnete nicht, aber der Wind hätte durchaus stärker sein können. Insbesondere am Sonntag musste regelmäßig gemessen werden, ob die Wettfahrtbedingungen noch regelkonform sind, da die östlichen Winde zeitweise bis auf zwei Knoten Geschwindigkeit abflauten und dadurch auch die einzelnen Wettfahrten etwas länger als vom Grunde her zulässig wurden. Zu den Starts waren die nötigen vier Knoten aber immer vorhanden und unter leichtem Drehen kamen nach den Flautephasen immer wieder Zeiten mit mehr Wind. Hier waren namentlich die fortgeschrittenen Optis, die am weitesten in Richtung Altenhof segelten, bevorzugt. Denn durch Breite des Werbellinsees an dieser Stelle konnte sich der wenige Wind richtig aufbauen und dazu kam, dass durch das Segeln mit Inner- und Außer-Loup die beiden Klassen auch genügend Platz auf dem See zur Entfaltung hatten und dem Wind folgend segeln konnten.

Letztlich schafften sowohl die beiden Laserklassen als auch die beiden fortgeschrittenen Opti-Klassen jeweils am Sonnabend 4 und am Sonntag 2, d.h. insgesamt 6 Wettfahrten und auch bei den Anfängern standen zum Schluss 5 auf dem Papier. Dadurch konnte in allen Klassen jeder Segler bzw. jede Seglerin ihr schlechtestes Resultat streichen und einen ausgewogene Gesamtwertung erreicht werden. Dabei wurde insgesamt fair gesegelt, wenn es auch am Samstag mehrere, z.T. unbegründete Proteste z.B. wegen unerlaubten Vortriebes (typisch für Wenig-Wind-Wettfahrten!) gegeben hatte und sowohl am ersten als auch am zweiten Wettfahrttag die ungeduldigen unter den Seglern mehrere Frühstarts zu verantworten hatten. Sachschäden blieben dafür aufgrund der vergleichsweise geringeren Geschwindigkeiten aus.

Im Ergebnis ging der Sieg in der spannendsten Klasse, nämlich den bei besten Opti-Seglern, die demnächst auf den Laser (oder 420er) umsteigen wollen, tatsächlich an den Essener Turn- und Fechtverein! Paul Sigge vom ETFV hatte unmittelbar vor der Deutschen Meisterschaft offenbar noch ein paar Rangliste-Punkte gebraucht, andererseits die Zweit- und Drittplatzierten Berliner Eva Wiese und David Buchler mit drei Siegen, einem 2. Platz, einem 4. Platz und einem –gestrichenen- 5. Platz auch deutlich  in die Schranken verwiesen. Bester Brandenburger wurde hier Hannes Braune vom Segelverein Märkischer Adler auf Platz 5, der beste Segler von Stahl Finow war hier Milo Pachali auf Platz 19 von 25.

Der jüngere Bruder Silas Pachali belegte dafür bei den Optis B den 5. Platz von 23 Seglern, wobei Finn Rustler von der Tegeler Segelgemeinschaft vor Amelie Röpke vom Schwielochsee siegte. Weitere Segler von Stahl Finow waren Edwin Fielitz auf Platz 16, Timon Siedler auf Platz 21 und Meta Siedler auf Platz 23, wobei beide aber erst seit kurzem in der Leistungsklasse B segeln.

Bei den Anfängern gingen im Übrigen der 1. und der 2. Platz an ein Mädchen, womit erneut die relative Gleichwertigkeit der Leistungen aller Geschlechter beim Segeln augenscheinlich ist.  Segeln ist ein Sport für Körper und Geist, der Ausdauer und Kraft zugleich verlangt; aber nicht immer von allem gleich viel! Hinter Karoline Lander vom Müggelsee landete Henrike Ploschenz vom Gast gebenden Stahl Finow und mit Max Willi Fenger vom Eisenbahner Segelverein Kirchmöser erreichte hier der erste Junge den Platz 3.

Und ebenso siegte Sophie Isabel Elbrandt von den Lindower Regatta Seglern in der Jugendklasse Laser 4.7, die mit insgesamt 10 Startern glücklich die Bedingungen für eine Ranglistenwertung erfüllte. Leider war hier kein Starter von Stahl Finow dabei.

Abschließend –und das sei betont- siegte in der bei dieser Regatta größten Bootsklasse Laser Radial jedoch Friedrich Kräft punktgleich vor Tom Zwicker, beide Stahl Finow! Und beide hatten jeweils drei Siege und drei 2. Plätze in ihrer Bootsklasse erreicht, so dass der Sieg an Friedrich Kräft nur deshalb ging, weil er die letzte von allen Wettfahrten auf der letzten Kreuz für sich entscheiden konnte. Spannender geht es nicht und ein toller Saisonabschluss!

Glückwunsch an alle Sieger und Platzierten!

Jetzt folgt für alle ambitionierten Regattasegler die Deutsche Meisterschaft, diesmal in Plau am See in Mecklenburg-Vorpommern  als Saisonabschluss 2018/19 und für Stahl Finow beginnt mit dem traditionellen Trainingslager vom 21.-26.07.19 die neue Regattaserie 2019/20!

Toralf Reinhardt

Bilder zum Askaniercup 2019

Bilder zur Seekreuzerregatta

Sportlicher Kielkreuzerauftakt 2019

Jasmin Schmidt siegt auch in der Kreuzerklasse

Eine hervorragende Teilnahme und sehr gute bis anspruchsvolle Segelbedingungen machten die erste Wettfahrt der diesjährigen Kielkreuzerregatta der Segler zu einem vollen Erfolg für die Gastgeber vom Sportverein Stahl Finow e.V.

20 Boote, d.h. aber auch gut 50 Seglerinnen und Segler aus vier Vereinen kämpften am 01.  Juni in zwei Klassen fair und sportlich um die Plätze. Neben den Gastgebern von Stahl Finow waren das natürlich unsere Segelfreunde vom Yachtclub  Schorfheide Joachimsthal und vom SWVW Altenhof, aber auch ein Team vom Parsteinsee.

Nachdem an der Frühjahrsregatta vor zwei Wochen bereits 19 Kielkreuzer teilgenommen hatten, war diesmal noch ein Boot mehr am Start. Wettfahrleiter Martin Sieker hatte das Gesamtfeld entsprechend der Ausschreibung in zwei Klassen von neun bzw. elf Booten eingeteilt, einmal die schnelleren Boote mit einem Yardstick-Faktor bis zu 113 und dann die langsameren mit einem höheren Faktor von bis zu 128, den Wert hat der „Milan“ von Familie Ebert.

Traditionell wird die Gesamtregatta für die größten Boote  vom Werbellinsee in zwei Wettfahrten gesegelt, einmal im Mai/Juni und einmal im September. Wobei bereits die Wettfahrt am 01.06.19 ungefähr die doppelte Länge gegenüber der zwei Wochen vorher stattfindenden offenen Frühjahrsregatta für alle Bootsklassen hatte.

Martin Sieker hatte diesmal drei Tonnen legen lassen; die Boje 1 vor dem Spring, die Boje 2 vor Altenhof und die Wendeboje 3 vor der Wasserskistrecke. Im Regelfall wurde Backbord gerundet, nur die Boje 2 musste naturbedingt auf der Kreuz im Gegensatz zum Raumschoot- bzw. Vorwindkurs an Steuerbord bleiben. Der Gesamtkurs musste zweimal nacheinander absolviert werden, wobei auf der letzten Kreuz dann die Start- auch wieder zur Ziellinie wurde.

Die Startlinie lag vor dem Campinplatz Spring, so dass zahlreiche Zuschauer vom Ufer aus den Start beobachten konnten und vor allem, um regelkonform gegen den Wind zur Boje 1 starten zu können. Pünktlich um 11.00 Uhr erfolgte das Startsignal und viele Jachten waren unmittelbar an der Linie. Fast alle starteten mit Backbordbug und viele nahe vom Startschiff, um möglichst auf kurzem Wege zur Boje 1 zu kreuzen.  Außerdem war bei leicht drehendem Wind die Starttonne nicht so weit bevorteilt, dass sich ein Start auf Steuerbord empfohlen hätte.

Trotz des relativ großen Feldes segelten sich auf der kurzen Kreuz bereits zu diesem Zeitpunkt die „Sephia“, das H-Boot von Stefan Lauk, und die „Charon“, der Soling von Willi Mews (beide Stahl Finow), frei und gingen als erste um die Wendemarke auf die Vorwindstrecke und waren von da an für alle anderen Boote auch nicht mehr einzuholen. Stefan Lauk hatte als Crew diesmal nicht nur seinen Neffen Paul Pinkau dabei, sondern als Steuerfrau Jasmin Schmidt angeheuert, die vor zwei Wochen bereits die Frühjahrsregatta auf dem „Feuervogel“ von Maik Jäckel gewonnen hatte. Und trotz permanentem Kampf von Willi Mews und seiner Crew Carl Duhn und Luisa Kolenda, beherrschte Jasmin offenkundig auch den Kielkreuzer und gewann letztlich nach ca. gut 30 Kilometern und über zwei Stunden und zehn Minuten Wettfahrt verdient mit 50 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten, wobei in der Regattawertung aufgrund ihres schlechten Yardstickfaktors sich dann sogar noch die „Nessie“ von Olaf Winkelmann mit Crew Robert und Dirk Wilke zwischen die beiden anderen Boote schob und rechnerisch Zweiter wurde.

Einen guten Start hatten aber auch die „Reara“ von Werner und Petra Kroll mit Crew Toralf Reinhardt und Margit Kerkow, die letztlich Vierte hinter den drei deutlich kleineren o.g. Booten wurden, sowie die „Selekta“ von Hans-Joachim Gerlach mit Crew Stefan Knoll und Maik Schade. Skipper Gerlach war an der Boje 1 noch deutlich hinter der „Reara“  auf den Vorwindkurs gegangen, hatte aber den Abstand permanent verringert und die „Reara“ dann auf dem ersten Schenkel von der 2 zur 3 mit einer tollen seglerischen Leistung in Lee unterlaufen. Obwohl er in der Folge ca. zweieinhalb Minuten Vorsprung heraussegelte (Zielzeit 2:21 Stunden), wurde er aufgrund seines guten Rennwertes letztlich aber nur als 7. gewertet. Nur 40 Sekunden nach ihm kam dann mit der „Aphrodite“ von Gerd Ritter und Crew Florian Lamprecht sowie Volker Keuchel dann bereits das erste Boote der langsameren Klasse ins Ziel; auch dies eine tolle seglerische Leistung, denn die gewertete Zeit war nur 4 Sekunden langsamer als die von Gesamtsiegerin Jasmin Schmidt.

Aber auch auf den hinteren Plätzen wurde sich nichts geschenkt. Es wurde hart am Wind gesegelt. Trotz böigen und leicht drehenden Windes aus Süd bis West mit Stärken bis zu 5 Beaufort und einzelnen Böjen in 6, wurden keine Reffs geschlagen. Die großen Boote fuhren mit Genua statt Fock und die kleineren führten sogar die Spinacker, trotzdem brauchte die langsamste Jacht mehr als drei Stunden für den Gesamtkurs. Größere Schäden blieben zum Glück aus, ein Zusammenstoß der Masten von „Reara“ und „Venti Amica“ nach einer plötzliche Böe im Begegnungskurs zwischen den Bojen 2 und 3, führte zwar zur Beschädigung von Windmesser und Verklicker, hätte aber wesentlich schlimmer ausgehen können.

Entsprechend gespannt sind die Kreuzer-Seglerinnen und Segler jetzt bereits auf die Herbstwettfahrt am 21.09.; nächster Höhepunkt bei Stahl Finow ist jetzt aber der Askaniercup am ersten Ferienwochenende (22./23.06.).

Toralf Reinhardt