Regatten nach der Wende...
oder Einbruch und Neue Entwicklungen
Mit der Wende nahm die starke Präsenz bei Regatten ein abruptes Ende. Viele der Boote waren plötzlich nicht mehr konkurrenzfähig und vielen Seglern fehlte dazu auch noch die Zeit. Einer der letzten Höhepunkte war sicherlich die Osterregatta 1990 auf dem Tegeler See in Berlin, bei der insgesamt 140 Piraten am Start waren und fast alle Regatta-Piraten von Stahl Finow teilnahmen.
Einige versuchten dann Ihre alten Schiffe noch mal zu modernisieren. So wurden auch die beiden vereinseigenen GFK-Piraten für die Jugend noch einmal mit neuem Mast und Segel ausgerüstet. Es gab hin und wieder auch einen neuen Piraten, aber die Piraten von Stahl Finow fuhren im Erwachsenenbereich nur noch vereinzelt zu Regatten.
Die Regattaaktivitäten verlagerten sich auf andere (vor allem größere) Bootsklassen. Olaf Winkelmann fuhr auf verschiedenen Kielbooten auf Nord- und Ostsee und dem Mittelmeer, Frank Bach mit seiner X99 nahm auf der Ostsee mehrfach an Regatten teil.
Die H-Bootbesatzung P. Schulze / St. Pinkau / H. Lauk fuhr intensiv Regatten und qualifizierte 3 mal für Weltmeisterschaften und plazierte sich dabei im Mittelfeld.
Seit 1992 entwickelt sich das aktive Regattasegeln im Jollenbereich in einer anderen Bootsklasse weiter – dem 505er.
Und wie kam es dazu? Schuld sind auch hier die Piraten, denn bei der großen Piratenregatta 1990 auf dem Tegeler See lernte Hendrik Reinhardt einen Segler kennen, der ihm ein gutes Jahr später in der TU-Berlin erneut gegenüber saß. Die Vorlesungen waren nicht so spannend und so segelten sie bald zusammen 505er. Und ein Jahr später fuhren sie zu den ersten Regatten. Eindeutiger Höhepunkt der ersten Saison war sicherlich die Travemünder Woche '92. Hier kämpften sie aber mehr mit Wind und Welle, als mit den Gegnern.
Seit '97 haben H. Reinhardt und Jörg Reißland den ersten 505er auf dem Werbellinsee. Erfolg wird in dieser Klasse jedoch anders geschrieben, gerade wenn man selbst mit einem sehr alten Boot unterwegs ist. Und so war jedes jüngere Boot, das sie hinter sich ließen, ein Erfolg.
Ein Jahr später folgte der nächste 505er. Gesegelt wird er durch Annika Kerkow und Axel Schult. Beide stiegen direkt aus dem 420er auf die sehr anspruchsvollen 505er. Und seit Anfang 2000 ist ein drittes Boot auf dem See, gesegelt durch Robert Henning und Claudia Kroll.
Gemeinsam fahren sie 5 bis 6 Auswärtsregatten und streben auch immer eine Teilnahme an Deutschen Meisterschaften an.
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