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August, 2015:

Trainingslager 2015

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Mit erneut 69 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen war das diesjährige Trainingslager der Segler von Stahl Finow wieder eines, wenn nicht das größte der Segler Brandenburg.
Stahl Finow als Landesstützpunkt Eberswalde des Verbandes Brandenburgischer Segler organisiert seit Jahren in der jeweils vorletzten Ferienwoche das Trainingslager vor dem Beginn der nächsten Saison, die sich in etwa mit dem Schuljahr deckt.
Stützpunktleiter und Jugendwart Christian Eckart teilte als die 69 Mädchen und Jungen zunächst entsprechend den genutzten Bootsklassen ein und unterteilte dann die dadurch entstandenen Gruppen weiter, je nach Leistungsniveau. Dabei kamen die Teilnehmer natürlich zuerst vom Gast gebenden Verein, dann von den Partnervereinen im Stützpunktrahmen, d.h. insbesondere vom Yachtclub Schorfheide Joachimsthal. Aber auch von anderen erfolgreichen Brandenburger Vereinen wie z.B. Einheit Werder oder der Seglergemeinschaft Schwielochsee, von Ciconia Storkow , vom Fürstenberger Yachtclub oder aus Lindow waren zahlreiche Teilnehmer angereist. Und natürlich fehlten auch die Sportlerinnen und Sportler von den Berliner Partnervereinen wie z.B. Rahndorf nicht.
Erfreulich war aus Stahl Finower Sicht insbesondere die Teilnahme von insgesamt zehn 420ern. Gibt es doch namentlich auf der sportpolitischen Landesebene zahlreiche auch bedeutende Stimmen, die den Zwei-Hand-Booten im Jugendbereich keine Zukunft mehr einräumen und diese eher bei den Ein-Hand-Klassen der unterschiedlichen Laser-Kategorien sehen. Und gerade vor dem Trainingslager hatten bei der Werbellinseeregatta für die Klasse der 420er mangels Beteiligung die Wettfahrten abgesagt werden müssen. Unter den 420er, die übrigens von Maik Jäckel und Hans Reinhardt (bis zur Vorsaison selbst noch Landeskader) trainiert wurden, waren Segler von sehr unterschiedlichem Leistungsniveau (selbst ein Neueinsteiger war dabei) und auch das Bootsmaterial war nicht immer das Neueste. Nicht schlecht staunten die Trainer insbesondere über einen 420er vom Typ „Postelwitz“, Baujahr 1981 (!), der aber dafür noch in äußerst gepflegtem Zustand war.
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Aber auch bei den „Ein-Hand“ Laser-Seglern waren vierzehn Boote in den Klassen Standard, Radial und 4.7 (von großer nach kleiner Segelfläche) unter den Trainingsaspiranten auf dem Werbellinsee, die sich auf die am nächsten Wochenende am Schwielochsee startende neue Saison einsegeln wollten.
Die größte Gruppe bildeten traditionell die Optis mit insgesamt 35 Seglern und Seglerinnen, auch hier mit sehr unterschiedlichem Leistungsvermögen. Wie bereits erstmals im Vorjahr, gab es z.B. auch in 2015 wieder eine „Krümelgruppe“ ganz junger Einsteiger und der Liebling aller war natürlich der vierjährige Lennox als Jüngster. Der älteste Teilnehmer (ein 420er-Segler) war im Übrigen schon 17 Jahre und damit wohl sogar ein paar Monate älter als der jüngste Trainer- Hans Reinhardt.
Dann gab es natürlich die noch nicht und die bereits Regatta erfahrenen B-Segler und schließlich eine Gruppe, die sich mit dem Trainingslager unmittelbar auf den Umstieg in die Klasse der A-Segler der Optimisten vorbereitete, d.h. die Leistungskader.
Insgesamt konnte Christian Eckart erneut auf sein bewährtes Team von mehr als 10 ausschließlich ehrenamtlichen und langjährig erfahrenen Trainern zurückgreifen und darüber hinaus unterstützten noch mindestens genauso viele Eltern und Vereinsmitglieder das Trainingslager ehrenamtlich bei der Versorgung der jungen Sportlerinnen und Sportler. Denn Sport macht hungrig und viel Sport…
Das Mittagessen wurde übrigens täglich frisch von einem Caterer geliefert, aber Frühstück, Kaffee und Abendbrot von der „Küchencrew“ unmittelbar eingekauft und selbst zubereitet. Erstmals gab es in diesem Jahr dabei einen Geschirrspüler, so dass die Kinder um das traditionelle Geschirrspülen herum kamen. Hat irgendwie keinem gefehlt.
Glück hatten die Segler in diesem Jahr auch mit dem Wetter. Im Gegensatz zu anderen Sommern, hatten sie vom 16.-21.08. an jedem Tag genug Wind zum Segeln. Lediglich die 420er mussten den Mittwochvormittag ohne verstreichen lassen.
Für alle anderen ging es erstmals bereits am Sonntagnachmittag aufs Wasser und dann folgten an jedem Tag ein Vormittags- und mindestens ein Nachmittagstraining sowie naturgemäß am letzten Tag eine abschließende Trainingsregatta mit insgesamt drei Wettfahrten pro Klasse.
Auch Regen störte kaum. Lediglich in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch fielen einige Tropfen, weshalb dann der Wind am Mittwochmorgen auch etwas Anlaufschwierigkeiten hatte. Insofern wurde mit dem Trimm der Boote begonnen und dann hieß es: Wassertraining, Wassertraining und Wassertraining. Natürlich vor allem Taktik und Bootsbeherrschung, aber auch Manövertraining und Fairness. Schwerpunkte waren naturgemäß Start und Bojenmanöver –
eben Regattavorbereitung. Und das Ganze Spaß- und Freud-betont.
Auf größere sportliche Begleittrainings, z.B. im Ausdauerbereich, wurde aufgrund der hervorragenden Segelbedingungen verzichtet. Aber der tägliche Frühsport von knapp einer halben Stunde wurde natürlich trotzdem absolviert, im Wechsel zwischen den Tagen als Land-Ausdauer-Kraft bzw. als Wasser-Schwimm-Variante.
Insofern war es für alle Teilnehmer ein gelungener Auftakt der neuen Segelsaison, der sich hoffentlich auch bei Ergebnissen wiederspiegeln wird. Spaß hatten auf jeden Fall eindeutig die Meisten und im nächsten Jahr wiederkommen wollen auch fast alle. So jedenfalls äußerten sich die Seglerinnen und Segler und ihre Eltern anlässlich des traditionellen Donnerstag-Elternabends.

Unser Verein möchte sich besonders beim Deutschen Segler-Verband bedanken. Diese Maßnahme wurde gefördert aus Etatmitteln der DSV-Seglerjugend.

Toralf Reinhardt
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2. Platz beim Rhodos Cup 2015

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Nach den Erfolgen bei der letzten Marmaris Race Week 2014 in der türkischen Ägäis, war die Crew aus Berliner Seglern und Sportlern von Stahl Finow in diesem Jahr auf der Suche nach einer neuen sportlichen Herausforderung. Schnell einigte man sich mit dem Eigners einer Sly 53, der zu diesem Zeitpunkt auf der Suche nach einer funktionieren Crew war. So entstand für uns das Projekt Rhodos-Cup 2015.
Der Rhodos Cup ist eine internationale Offshore Regatta mit Start in Kos. Über Tilos und Symi führt die Regatta dann schließlich nach Rhodos.
Um die Crew und das Schiff bestens auf die Regatta vorzubereiten, wurde bereits Anfang Mai ein Trainingswochenende in Marmaris organisiert und durchgeführt. Hier wurden alle Segel getestet, die Elektronik gecheckt sowie die neue Performance-Software installiert und eingerichtet.
Mit Volker Thieß, Andreas Grothe, Paul Pinkau, Stefan Lauk und Olaf Winkelmann war die Mehrheit der achtköpfige Crew erneut aus dem Barnim.
Am Samstag den 24.07. ging es um 03.30 Uhr in Eberswalde zum Flughafen in Richtung Türkei los. Gegen 16.00 Uhr erreichten die Sportler endlich Datca in der Türkei und legten mit dem Boot in Richtung Kos in Griechenland ab. Bis Kos City lagen zu diesem Zeitpunkt noch ca .45 Seemeilen vor ihnen. Das Wetter war traumhaft; nur der Wind war mit 5-6 Knoten Wind ein wenig dünn. Zum Abend steigerte sich dieser jedoch auf gut 30 Knoten. Gegen 19:30 Uhr wurde der Stadthafen von Kos erreicht.
Am Sonntag erfolgten die Registrierung und die Vermessung für die Einstufung in die 4 Startgruppen. Insgesamt gingen 68 Schiffe aus 9 Nationen an den Start. Unsere Mannschaft war als einzige Crew aus Deutschland im Rennen vertreten. Wie erwartet, wurden die Sly 53 als schnellste Yacht im Feld in der Racer-Gruppe 1 einsortiert. Am Nachmittag wurde noch einmal intensiv trainiert, um die Crew auf den neuen Positionen für die nächsten Tage vorzubereiten und um alle Segel noch einmal zu kontrollieren.
Am Montag stand ein Trapezkurs von ca. 8 Seemeilen auf dem Programm. Bei 10-12 Knoten Wind belegten wir den 9.Platz von 16 Schiffen in unserer Gruppe. Mit dem Ergebnis waren wir in Anbetracht unserer kleinen Crew für das große Schiff und die erste Wettfahrt in dieser Zusammensetzung sehr zufrieden.
Der Dienstag sah eine Langstrecke von Kos nach Tilos mit ca.30 Seemeilen Länge vor. Nach zunächst optimalen Segelbedingungen von 10 Knoten Wind flaute der Wind fast vollständig ab und drehte um 180 Grad. Wir kamen mit der Situation jedoch gut zurecht und belegten an diesem Tag den zweiten Platz, mit dem wir überaus zufrieden waren.
Nach dem Ruhetag am Mittwoch, ging es am Donnerstag von Tilos aus ca. 23 Meilen nach Symi. Bei 6-8 Knoten Wind erreichten wir nach gut 4 Stunden das Ziel als erstes Schiff. Auf Grund unserer guten Kurswahl, konnten wir uns von den anderen soweit absetzen, dass wir nicht nur tatsächlich, sondern auch nach berechneter Zeit den ersten Platz belegten.
Die letzte Wettfahrt führte von Symi nach Rhodos. Nach einer Startverschiebung und der Verlegung der Startlinie, konnte die 20 Meilen lange Etappe mit 8-10 Knoten Wind beginnen. Zum Ende der Etappe flaute jedoch der Wind mehr und mehr ab. Mit dem 5. Platz in der letzten Wettfahrt erreichten wir in der Gesamtwertung den 2.Platz, was für die erste Regatta mit dem neuen Schiff eine super Platzierung ist. Zumal die anderen Teilnehmer in der Racer-Gruppe zum Teil Profis waren.
Die abschließende Preisverteilung sowie die dazugehörige Party fanden im Casino von Rhodos statt.
Insgesamt war der Rhodos-Cup 2015 für die Stahl Finower Segler eine spannende und sehr erfolgreiche Veranstaltung. Schiff, Eigener und Crew haben somit ihre erste Bewährungsprobe besten bestanden. Die Crew selbst war von der Performance der Sly 53 absolut positiv beeindruckt und blickt mit großer Freude auf die weitere Segelsaison. Geplant ist jetzt bereits ihr erneuter Start für 2016 in der Ägäis.

Olaf Winkelmann

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63. Werbellinseeregatta 2015 – Ergebnisse

 

Oben ein paar Impressionen von insgesamt 42 teilnehmenden Segelbooten auf dem Werbellinsee, die Ergebnisse sind bei Raceoffice bzw. auf unserer Homepage unter Ergebnisse 2015– zu finden.