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Stahl Finows Trainingslager wieder das größte im Land

Gruppenbild der Teilnehmer

Gruppenbild der Teilnehmer

Fünf Tage erfolgreiches EWE Junior Sailing Cup

Mit 75 Teilnehmern war das Trainingslager der Segler von Stahl Finow vom 10.-15.08.14 erneut das größte im Land Brandenburg. Neben den Vereinsmitgliedern waren insbesondere die Trainingspartner aus dem Landesstützpunkt Eberswalde aber auch aus Vereinen in Storkow, Erkner, Lindow, Fürstenberg, Brandenburg, vom Schwielochsee und aus Potsdam vertreten. Einzelne Kinder und Jugendliche kamen zudem aus Berlin.

Gesegelt wurde in den Bootsklassen Optimist, Laser 4.7, Laser Radial sowie 420er, wobei die stärkste Gruppe die 27 Opti-Regattasegler und –seglerinnen in den Gruppen A und B bildete. Hier wurde traditionell auch eine Anfängergruppe von sechs Kindern betreut. Und -erstmals für den Verein- gab es darüber hinaus eine siebenköpfige „Krümelgruppe“ von Kindern im Vorschulalter, die spielerisch an das Segeln herangeführt werden sollten. Jüngster Segler wurde damit der dreijährige Lennox, der ursprünglich gar nicht eingeplant war, aber mit den älteren Kindern immer mitlief und so schließlich auch mitsegelte….
Ältester Teilnehmer war im Gegensatz dazu der 19-jährige Carl Duhn als Steuermann auf einem der neun 420er, der einzigen Zwei-Hand-Jolle.
Geleitet wurde das Trainingslager traditionell von Jörg Reißland, der sich ebenso wie gewohnt auf sein ehrenamtliches Team von knapp 20 Betreuern, Trainern und Übungsleitern stützen konnte. Für das Trainingscamp nominiert wurden die 75 jungen Segler von Christian Eckart, dem Jugendwart des SV Stahl Finow und Leiter des VBS-Landesstützpunktes Eberswalde in Zusammenarbeit mit dem „frisch gebackenen“ Brandenburger Landestrainer Jan Müller. Es gab wieder wesentlich mehr Interessenten, als das Vereinsgelände an Kapzität zulässt.
Die Anreise der Teilnehmer begann am Sonntagnachmittag parallel zur Abreise der Teilnehmer der 62. Werbellinseeregatta und nach pünktlichem Wecken (ab 07.00 Uhr ) und Frühstück ging es ab Montagvormittag jeden Tag bis einschließlich freitags mindestens zwei Mal zum Training aufs Wasser. Bei permanenten drei bis vier Windstärken meist aus Südwest konnte durchgängig (anders als in manchen Wind armen Vorjahren) individuell, in Gruppen und/oder gezielt trainiert werden; sowohl das Boots-Handling als auch Regatta-Theorie und Taktik. Begleitet durch eine Videokamera, konnten auch Fehler und Probleme gut aufgenommen und anschließend an Land zur weiteren Optimierung ausgewertet werden.
Für die Krümelgruppe wurde als einzige Ausnahme noch eine Fahrt in den Eberswalder Zoo organisiert und natürlich durften die „Kleinen“ immer zuerst zum Essen, mussten aber auch zuerst ins Bett…
Besonderer Höhepunkt war wie in jedem Jahr der traditionelle Eltern-Donnerstag-Abend. Neben der DIA-Show mit den Bildern vom Trainingslager hatten die Teilnehmer zusätzlich die Möglichkeit, den „Seil- und Knotenkünstler“ Dieter Ott live zu erleben und sich mit den ehemaligen „Profiseglern“ Heiko Seelig und Lukas Feuerherd auch unmittelbar auszutauschen. Mit dabei waren u.a. auch Theresa und Jasmin Schmidt aus Britz, Valerie Brunsch aus Birkholz, Nils Grosse aus Tornow, Anselm Klein aus Phöben sowie Friedrich und Richard Reuter aus Lindow.
Heiko Seelig, früherer Vize-Europameister in der olympischen Bootsklasse 470er (dem Folgeboot der 420er-Klasse) und Lukas Feuerherd, ehemaliger Lasersegler im „Sailingteam Germany“ (Nationalmannschaft) gaben ihre persönlichen Erfahrungen am Werbellinsee an den Segelnachwuchs sogar an mehreren Tagen weiter.
Der Energiedienstleister EWE unterstützte in diesem Jahr das Seglernachwuchstraining beim Sportverein Stahl Finow, Abteilung Segeln, weshalb es diesmal den Titel „EWE Junior Sailing Camp“ tragen durfte. „Nachwuchsförderung ist für EWE eine Herzensangelegenheit“, so Heiko Seelig, im Hauptberuf jetzt Vertriebsleiter für den Geschäftskundenvertrieb in der EWE Geschäftsregion Brandenburg/Rügen. „Fordern und fördern laute das Motto.“

Neben dem praktischen Training auf dem Werbellinsee haben Lukas Feuerherd und Heiko Seelig natürlich auch ein paar Tricks und Kniffe verraten, auf die es beim Regattasegeln ankommt.
Der Wissenstransfer an die nächste Segelsportgeneration ist für den ehemaligen Profi Heiko Seelig nach eigenem Bekunden eine Herzensangelegenheit. Er selbst habe viel von seinen erfahreneren Kollegen gelernt. Und Lukas Feuerherd, Student und selbst Brandenburger Segler, sieht es als persönlichen Auftrag, durch Trainingsarbeit mit jungen Menschen dieser Generation das zurück zu geben, was ihn zu einem erfolgreichen Segler werden ließ.
Im Sailing Camp stand neben der sportlichen Leistung vor allem der Spaß im Vordergrund. „Ich habe den Kindern vermittelt, dass sich das Kämpfen für den eigenen Erfolg nicht nur lohnt, sondern auch richtig Freude bereiten kann“, so Heiko Seelig. Die Teilnehmer hatten während des Trainingslagers die Möglichkeit, außerhalb ihres regulären Trainings Erfahrungen mit ihren Konkurrenten aus vielen Brandenburger Regionen zu sammeln. Diese Erfahrungen helfen nicht nur im Segeln, sondern auch im echten Leben weiter.
Für einen rein ehrenamtlich agierenden Verein wie Stahl Finow ist jede externe Unterstützung wichtig, um den Kindern und Jugendlichen auch eine motivierende Umgebung zu bieten, und so dankte Stützpunktleiter Eckart in seiner Abschlussrede neben dem Sponsor und seinen Betreuern auch den Eltern der Teilnehmer für ihr Verständnis und ihren Anteil am (sportlichen) Wohlergehen ihrer Sprösslinge.

P.S. Bei der Abreise am Freitagnachmittag erklärten zahlreiche Kinder und Eltern entsprechend, gerne im nächsten Jahr 2015 in der vorletzten Sommer-Ferien-Woche wieder zum Trainingslager des SV Stahl Finow kommen zu wollen.
Optis Vorwind Stärke 1

Laser trainieren den Start

420 auf Halbwind

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